Besucher des abgebrochenen Festivals "Rock am Ring" haben nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Anspruch auf eine teilweise Erstattung des Eintrittspreises. Das erklärte Rechtsreferent Christian Gollner.

"Rock am Ring"-Veranstalter kritisiert Behörden nach vorzeitigem Aus.

Müssten Teile einer Musikveranstaltung wegen höherer Gewalt - in diesem Fall Unwetter - ausfallen, entfalle dafür der Eintrittspreis. Betroffene könnten das gezahlte Eintrittsentgelt teilweise zurückverlangen, soweit bei dem Festival keine Leistung erbracht werden konnte.

Zahl der ausgefallenen Acts bestimmt Höhe der Erstattung

"Wer Teile des Eintrittspreise trotz der schrecklichen Geschehnisse zurückfordern möchte, sollte sich schriftlich und mit einer Kopie des Tickets an den Veranstalter wenden", riet Gollner. Die Höhe der Erstattung richtet sich auch nach der Zahl der tatsächlich ausgefallenen Musik-Acts. "Sollte sich herausstellen, dass zum Beispiel die Hälfte der Konzerte nicht stattfinden konnte, dann liegt der erstattungsfähige Betrag unserer Auffassung nach bei etwa 50 Prozent des Eintrittspreises."

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Verletzte nach Blitzeinschlag bei "Rock am Ring"

Besucher des "Rock am Ring"-Festivals bekamen heftige Gewitter zu spüren.

Da das Festival wegen höherer Gewalt abgebrochen wurde, könnten Betroffene aber nicht den Ersatz von Mehrkosten beispielsweise für stornierte Zugtickets oder einen unnötig gewordenen Miet-Camper geltend machen.  © dpa