2016 war das wohl schwerste Jahr im Leben von Céline Dion. Mitte Januar verlor sie innerhalb von nur zwei Tagen ihren geliebten Mann René Angélil und ihren Bruder Daniel (†59) an den Krebs. Trotz all des Schmerzes wollte die Sängerin vor allem eines: ihren Söhnen René-Charles (15), Nick und Eddy (5) Halt geben.

"Ich will meinen Kindern wirklich, wirklich beweisen, dass ihre Mutter stark ist", erklärte sie vor einigen Wochen gegenüber dem amerikanischen "People"-Magazin. Deshalb versuchte die 48-Jährige so schnell wie möglich wieder zur Normalität zurück zu kehren und stand bereits einen Monat nach dem Tod ihres Mannes – der seit 1980 auch ihr Manager war – wieder auf der Bühne im Caesars Palace in Las Vegas. René sei immer ihr bester Kritiker gewesen, erklärte sie bei dem Auftritt, "er wird immer mit mir auf der Bühne sein. Und nichts kann das ändern."

Seitdem sind sechs Monate vergangen und die Kanadierin wirkt gefasst, als sie zu Gast im US-Frühstücksfernsehen über diese schwere Zeit redet: "Ich fühle mich wunderbar. Ich fühle mich stark. Ich fühle mich gut", erzählt sie den Moderatoren der "Today"-Show. Trotzdem sei es "eine schwere Reise" gewesen. "Die Liebe meines Lebens drei Jahre lang leiden zu sehen war wirklich hart. Ich habe den Mann meines Lebens verloren. Aber ich versuche es viel lieber so zu sehen, dass ich immerhin den Grossteil meines Lebens mit ihm verbringen durfte", beschreibt sie ihren Umgang mit der Trauer.

"Er hat mich nicht nur sehr geliebt – genug für viele weitere Lebzeiten –, er hat mir ausserdem drei grossartige Kinder, viel Wissen, Stabilität und Selbstbewusstsein geschenkt", so Céline weiter. Und das wolle sie an ihre Söhne weitergeben. "Wenn ich mich gut fühle, geht es den Kindern gut. Und wenn sich die Kinder gut fühlen, dann fühle ich mich gut. Ich glaube, dass es darum geht, sich stark und positiv zu fühlen – das spüren Kinder nämlich. Sie spüren, dass es ihrer Mama gut geht und sie wissen auch, dass ihr Papa nicht mehr zurückkommt, dass das jetzt die Art und Weise ist, wie sie leben müssen", so die Sängerin.

Vor allem die Musik habe ihr bei der Trauerbewältigung geholfen. "Wenn ich singe, ist das wie eine Therapie. Singen ist eine Art, mich selbst auszudrücken, aber es ist soviel mehr als das", erklärt sie. Am 26. August erscheint ihr neues Album "Encore Un Soir", dessen Lieder "durchweg optimistische und lebensbejahende Themen" enthalten sollen. Wir freuen uns, den Worten dieser starken Frau wieder lausche zu dürfen. (dj)