Chefin von 007, "Shakespeare in Love" und mehr: Die besten Rollen von Judi Dench

Seit den 1960er Jahren steht Dame Judi Dench vor der Kamera und auf der Bühne. Ob im Theater, im Fernsehen oder im Kino, die Britin hat für viele ihrer Performances schon Preise eingestrichen. Am 9. Dezember wird die Schauspielerin 85 Jahre alt. Mit diesen Rollen hat sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Bereits im Jahr 1966 wurde Judi Dench (das Dame darf sie seit 1988 vor ihrem Namen tragen) mit dem britischen Filmpreis als vielversprechendste Newcomerin ausgezeichnet. Es folgten einige BAFTA TV Awards, ehe sie 1987 für ihre Performance in "Zimmer mit Aussicht" (Foto, 1985) den nächsten BAFTA Film Award gewann. Co-Star Maggie Smith (Foto, Mitte) konnte gar den Oscar mit nach Hause nehmen.
Diese Rolle machte sie zur Kultfigur - und einem breiten Publikum bekannt: Ab "James Bond 007 – Goldeneye" (1995) verkörperte Dench in der 007-Filmreihe die Figur "M", die Vorgesetzte des Doppelnullagenten.
In "James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag" (2002) verabschiedete sich Dench von Pierce Brosnan als MI6-Agent. Sie war in all seinen vier Bond-Filmen an seiner Seite.
Dench blieb der Reihe treu. In "James Bond 007: Casino Royale" traf sie 2006 das erste Mal auf den neuen 007 und somit den Nachfolger von Pierce Brosnan: Daniel Craig.
Insgesamt spielte Dench ihre Rolle als "M" sieben Mal. Bei ihrem letzten Auftritt in "James Bond 007: Skyfall" (Foto, 2012) führte Sam Mendes (r.) Regie. "M" starb darin nach einer Schussverletzung in den Armen von 007. In "James Bond 007: Spectre" (2015) gab es noch ein kurzes Wiedersehen in Form einer Videobotschaft.
Die erste Oscar-Nominierung als "Beste Hauptdarstellerin" erhielt Dame Judi Dench im Jahr 1998, für "Ihre Majestät Mrs. Brown" (1997). In dem Filmdrama spielte sie Königin Victoria, die sich nach dem Tod ihres Ehemannes aus dem öffentlichen Leben zurückzog und mit ihrer Beziehung zu ihrem Diener John Brown (Billy Connolly, r.) für Aufruhr sorgte.
Königlich ging es in "Shakespeare in Love" (1998) weiter. Dench glänzte darin als Königin Elizabeth und heimste Oscar-Nominierung Nummer zwei als "Beste Nebendarstellerin" ein. Den Goldjungen dafür durfte sie 1999 mit nach Hause nehmen. Es ist ihr bisher einziger Oscar bei insgesamt sieben Nominierungen.
Die dritte Oscar-Nominierung folgte 2001 für ihre Nebenrolle Armande Voizin in "Chocolat – Ein kleiner Biss genügt" (2000) an der Seite von Juliette Binoche (l.). Der Film und seine Schauspieler gingen bei den Oscars aber gänzlich leer aus.
In "Iris" (2001) spielte Dench die Schriftstellerin Iris Murdoch, die im Alter von 74 Jahren an Alzheimer erkrankte. Ihren Ehemann John Bayley, der das Buch "Elegy for Iris: A Memoir" nach ihrem Tod veröffentlichte, verkörperte Jim Broadbent. Er setzte sich bei den Oscars als bester Nebendarsteller durch. Dench musste Halle Berry die Trophäe als beste Hauptdarstellerin überlassen.
In "Stolz und Vorurteil" (2005) machte Dench als Lady Catherine de Bourgh der nicht-adeligen Keira Knightley als Elizabeth "Lizzie" Bennet das Leben schwer. Sie konnte das Happy End zwischen Lizzie und Mr. Darcy (Matthew Macfadyen) aber nicht verhindern.
Als titelgebende Figur glänzte Dench 2005 in "Lady Henderson präsentiert". Die resolute Dame kaufte darin ein heruntergekommenes Theater. Vivian Van Damm (Bob Hoskins, l.) soll ihr unter die Arme greifen, was zu einer amüsanten Liebe-Hass-Beziehung führte und Denchs fünfter Oscar-Nominierung im Jahr 2006.
In "Tagebuch eines Skandals" (2006) kommt Lehrerin Barbara Covett (Judi Dench) hinter die Affäre ihrer Kollegin Sheba Hart (Cate Blanchett, l.) mit einem 15-jährigen Schüler. Sie hintergeht ihre vermeintliche Freundin und die Affäre wird publik. Beide Schauspielerinnen waren 2007 für den Oscar nominiert, konnten sich aber nicht durchsetzen.
In "Best Exotic Marigold Hotel" (2011) gehörte Judi Dench (3.r.) mit etwa Maggie Smith und Bill Nighy zu einer Gruppe Senioren, die auf ihrer Indien-Reise in einem völlig heruntergekommenen Hotel landete. Nach dem Überraschungserfolg des ersten Teils kam 2015 die Fortsetzung in die Kinos.
Ihre siebte und bisher letzte Oscar-Nominierung heimste Judi Dench 2014 für "Philomena" (2013) ein. Darin begab sie sich als titelgebende, pensionierte Krankenschwester auf die Suche nach ihrem unehelichen Sohn, den sie vor 50 Jahren zur Adoption freigegeben hatte. Der Film wurde von Kritikern wie Zuschauern gleichermassen gelobt.
Für "Victoria & Abdul" (2017) arbeitete Dench wie bei "Philomena" mit Regisseur Stephen Frears zusammen. Erneut schlüpfte sie in die Rolle von Queen Victoria. Der Film handelte von der ungewöhnlichen Freundschaft zwsichen Victoria und dem indischen Diener Abdul Karim (Ali Fazal). Ihre bis dato letzte Golden-Globe-Nominierung war ihr damit sicher.
Ab 25. Dezember 2019 ist Dame Judi Dench in der Musicalverfilmung "Cats" hierzulande im Kino zu sehen. Ob diese Rolle für Begeisterungsstürme sorgen wird, ist allerdings anzuzweifeln. Die ersten Trailer zum Film haben im Netz bereits Häme und Spott abgestaubt. Vor einem Flop ist auch Dame Judi Dench nicht gefeit.