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Christian Bale – die Rollen seines Lebens

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Christian Bale ist einer der wandlungsfähigsten Schauspieler Hollywoods. Auf einem neuen Bild sieht der 43-Jährige wieder einmal ganz anders aus. Aber sehen Sie selbst in dieser Galerie. © top.de

Wir beginnen im Jahr 1987: Na, hätten Sie ihn erkannt? Christian Bales Karriere startete schon sehr früh. Nach einigen TV-Auftritten wurde er von Steven Spielberg auserkoren, die Hauptrolle im Epos "Das Reich der Sonne" zu spielen. Auch wenn sein Kinodebüt an den Kassen kein grosser Erfolg war, lobten ihn Kritiker und machten Bale schnell zu einem anerkannten Schauspieler in Hollywood.
Sieben Jahre und vier Kinoproduktionen erfahrener: Christian Bale an der Seite von Winona Ryder in der Romanze "Betty und ihre Schwestern" (1994). Bei diesem schmachtenden Blick des hier 20-jährigen Bale ahnte sicherlich noch niemand, welche Richtung seine Filmkarriere noch nehmen würde. Doch es gab natürlich auch ein Privatleben ...
... das allerdings auch mit seinen Filmen in Verbindung stand. Denn Christian Bale lernte seine Frau Sibi Blažić als Wynona Ryders persönliche Assistentin kennen. Hier sehen wir das bis heute glückliche Paar kurz nach der Hochzeit im November 2000. Sibi und Christian haben zwei Kinder: Tochter Emmeline wurde 2005 geboren, Sohn Joseph kam 2014 zur Welt.
Den ganz grossen Erfolg brachte Christian Bale im Jahr 2000 eine ganz andere Rolle: Er spielte Patrick Bateman, den Serienmörder aus "American Psycho", einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Bret Easton Ellis. Im Gespräch mit dem "Spiegel" erklärte Bale im September desselben Jahres: "Dieser Patrick Bateman, den ich darstelle, erfüllt alle Kriterien einer Elite. Er ist perfekt gestylt, trägt Massanzüge, hat die Aura eines Gewinners – das Produkt eines seelenlosen Kapitalismus. Und plötzlich entpuppt er sich als ein genauso seelenloses Monster. Für mich ist Bateman eine Art Dorian Gray des 20. Jahrhunderts. Das ist doch wohl eine Herausforderung, oder?"
Dass Mr. Bale nicht nur ein talentierter Schauspieler ist, sondern für seine Rollen auch an seine körperlichen Grenzen geht, zeigte er eindrucksvoll im Film "Der Machinist" aus dem Jahr 2004 (Foto). Für die Rolle des introvertierten Trevor Reznik – ein an Schlaflosigkeit leidender Arbeiter – nahm er fast 30 Kilo ab.
Noch beeindruckender, dass er für seine Rolle im Folgejahr wieder Gewicht und ordentlich Muskeln antrainieren musste. Aber die Quälerei machte sich mehr als bezahlt. Mit seiner Rolle als Bruce Wayne in "Batman Begins" (2005) machte seine Erfolgsgeschichte einen weiteren Quantensprung. Als Batman durfte Christian Bale dreimal die Kinosäle und -kassen füllen.
Hier sehen wir Christian Bale (rechts) neben Hugh Jackman in "Prestige - Die Meister der Magie" (2006) von Regisseur Christopher Nolan. Der Thriller spielt Ende des 19. Jahrhunderts und ist ebenfalls eine Romanverfilmung – Vorlage war "Das Kabinett des Magiers" (1995) von Christopher Priest.
Wenige Jahre später schnappte sich Bale eine weitere Rolle, von der viele Schauspieler nur träumen können. Als John Connor stand er 2009 im Action-Spektakel "Terminator: Die Erlösung" mit Arnold Schwarzenegger vor der Kamera und durfte in seiner Rolle dem "Terminator" persönlich den Garaus machen. Doch Bales Auftritt wurde nicht wegen des Films berühmt, sondern ...
... aufgrund eines Audiomitschnitts, der am Set gemacht wurde und anschliessend viral ging. Der berühmte Christian-Bale-Rant zeigte der ganzen Welt, wie unverfroren Bale mit einem Mitarbeiter umgeht. Zahllose F-Wörter prasselten auf den Kamermann ein, der nach dem "Action"-Signal noch das Licht korrigierte. Das war vermutlich der Anstoss für die Zeilen, die ihn 2009 auf diesem GQ-Cover begleiten. Bale entschuldigte sich aber im Nachhinein für sein Verhalten.
2010 war Christian Bale (links) in der Rolle als Dicky Eklund in "The Fighter" zu sehen. Der Film erzählt die Geschichte des Boxers Micky Ward (Mark Wahlberg, rechts), die auf wahren Begebenheiten beruht. Bales Leistung wurde auch ganz offiziell gewürdigt, denn für seine Darstellung erhielt er ...
... 2011 den Oscar in der Kategorie "Bester Nebendarsteller".
Für "American Hustle" (2013) musste Bale ein weiteres Mal ein deutliches Body-Transforming durchleben. Trotz grossartiger Leistungen von Jennifer Lawrence, Bradley Cooper und Robert DeNiro ist es vor allem Christian Bale, der in dieser Gangstergeschichte um Lug und Betrug mit seiner Rolle hervorsticht.
Eine weitere eindrucksvolle Leistung lieferte Bale 2015 im Finanzdrama "The Big Short" (Foto). In dem Film, der sich auf den tatsächlichen Börsencrash von 2008 bezieht, spielt er Michael Burry – ein Zahlengenie, das nur unter dröhnender Heavy-Metal-Beschallung einen klaren Kopf behält. Der Film basiert auf einem Sachbuch von Michael Lewis: "The Big Short – Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte" (2010).
Christian Bale im November 2016 bei der Premiere von "The Promise", einem Historien-Drama von Regisseur Terry George. Und ein Jahr später ...
... im November 2017 sah er wieder ganz anders aus: Christian Bale bei der Pressekonferenz zu seinem Film "Hostiles". Die Wandlung seines Äusseren hat er aber wahrscheinlich den Dreharbeiten zu "Backseat" zu verdanken – darin spielt er den ehemaligen US-Vize-Präsidenten Dick Cheney.
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