Ex-Eisprinzessin Katarina Witt: Ihr Leben als Tausendsassa

Katarina Witt ist heute aus dem deutschen Fernsehen kaum mehr wegzudenken. Zuvor hat die Schauspielerin und Moderatorin aber eine beachtliche Karriere als Eiskunstläuferin aufs Parkett gelegt. Kaum zu glauben, dass die ehemalige Profi-Sportlerin am 3. Dezember schon ihren 54. Geburtstag feiert. Wir erinnern uns an ihre schönsten Höhepunkte zurück. © spot on news

Mit gerade einmal 14 Jahren betrat Katarina "Kati" Witt 1979 das Eis bei den DDR-Meisterschaften – mit Erfolg. Mit der Bronze-Medaille schaffte sie es direkt aufs Podium und setzte damit auch ihren Startschuss für eine erfolgreiche Karriere als Eiskunstläuferin.
Plötzlich ging alles ganz schnell: 1981 gewann Witt ihren ersten DDR-Meistertitel. Ein Jahr darauf durfte sie sich Vize-Europameisterin sowie Vize-Weltmeisterin nennen, ehe sie 1983 und 1984 das Vize vor der Europameisterin gänzlich streichen konnte. Doch es kam noch besser.
Ende der 1980er-Jahre begann Witt zwischenzeitlich ein Schauspielstudium. Beendet hat sie dieses jedoch nie. Stattdessen erwarb sie ein Engagement bei "Holiday on Ice". Mit der spektakulären Eisshow tourte sie daraufhin über zehn Jahre lang durch die USA.
Nicht nur auf dem Eis konnte Witt überzeugen. Auch vor der Kamera machte sie eine gute Figur. So wirkte sie beispielsweise 1989 mit Brian Boitano (Foto) und Brian Orser in "Carmen on Ice" mit. Für ihre Darbietung erhielt sie sogar einen Emmy.
Weitere Rollen ergatterte sie in den Filmen "Die Eisprinzessin" (1996), bei dem sie auch als Co-Produzentin fungierte, sowie in "Ronin" (1998).
1994 feierte Witt ihr Comeback als Eiskunstläuferin bei Olympia. Im norwegischen Lillehammer erreichte sie den siebten Platz. Im selben Jahr veröffentlichte sie ausserdem ihre Autobiografie "Meine Jahre zwischen Pflicht und Kür".
Schlagzeilen abseits der Eisfläche machte Witt im Jahr 1998, als sie sich für das "Playboy"-Magazin ablichten liess. Die Ausgabe war zu jenem Zeitpunkt weltweit ausverkauft.
Wie sehr Witt der Sport am Herzen liegt, zeigte sich spätestens im Jahr 2011. Damals gab Witt als Präsentations-Chefin der Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 alles, um den internationalen Wettkampf in die Heimat zu holen. Als die Entscheidung letztendlich auf Pyeongchang in Südkorea fiel, flossen bei ihr dicke Tränen.
Vom Eis gänzlich verabschiedet hat sich Witt bis heute nicht. Noch immer schwingt die einstige Profi-Eiskunstläuferin die Kufen – allerdings nur zum Spass. Viel eher widmet sie sich heute ihrer Karriere im deutschen Fernsehen: als Jurorin ("Let's Dance", 2006), Moderatorin ("The Biggest Loser", 2007) oder auch als Schauspielerin ("Der Feind in meinem Leben", 2013).
Mittlerweile hat sich die 54-Jährige als deutsche Eiskunstlauf-Expertin im TV etabliert. Wann immer ihre Expertise gefragt ist, ist sie am Start. So auch in der aktuellen Staffel der Sat.1.-Show "Dancing on Ice", in der sie Woche für Woche die prominenten Teilnehmer bewertet und ihnen nützliche Ratschläge gibt.