Josefine Preuss: "Türkisch für Anfänger" ebnete ihr den Weg zum Erfolg

Josefine Preuss ist aus der deutschen TV-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Am 13. Januar feiert die Schauspielerin ihren 35. Geburtstag. Schon als Kind war sie im Fernsehen zu sehen, bekannt machte sie vor allem eine Rolle. Ein Rückblick. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Josefine Preuss wird 1986 als Tochter eines Polizeidirektors und einer Geschichtslehrerin in Zehdenick in Brandenburg (damals noch DDR) geboren. Gemeinsam mit einer älteren Schwester wächst sie in Potsdam auf und besucht dort das Gymnasium.
Schon früh begeistert sie sich für die Schauspielerei, betreibt als Jugendliche aber auch Leistungssport, etwa Rhythmische Sportgymnastik und Akrobatik. Als Kind ist sie Teil der Potsdamer Theatergruppe "Taifun", ausserdem spielt sie mehrere Hauptrollen am Hans Otto Theater.
Als Jugendliche schafft sie den Sprung ins Fernsehen. In der Kinderserie "Schloss Einstein" (KiKa) spielt sie ab 2000 drei Jahre lang die Rolle der Anna Reichenbach. Einen weiteren Gastauftritt in der Serie hat Preuss im Jahr 2006.
Im Anschluss an die TV-Serie zieht Josefine Preuss ihre erste grosse Kinorolle an Land. Im Drama "Jargo" (2004) spielt sie neben Constantin von Jascheroff, Oktay Özdemir und Nora von Waldstätten. Im selben Jahr wird sie zudem Moderatorin der KiKa-Sendung "quergelesen" (Foto). Weitere Filme sind "Klassenfahrt – Geknutscht wird immer", "Schüleraustausch – Die Französinnen kommen" und "Küss mich, Genosse!".
2005 bekommt Preuss dann die Rolle, die sie über Deutschland hinaus bekannt macht: In der ARD-Vorabendserie "Türkisch für Anfänger" spielt sie Lena, die Tochter von Doris (vordere Reihe, m., Anna Stieblich). Als ihre Mutter und deren neuer Freund Metin (vordere Reihe, l., Adnan Maral) zusammenziehen, bekommt das Mädchen plötzlich zwei neue Mitbewohner - Metins Kinder Cem (hintere Reihe, 2.v.r., Elyas M'Barek) und Yagmur (hintere Reihe, r., Pegah Ferydoni).
Die Serie wird ein voller Erfolg und erhält unter anderem 2006 in Köln gleich zweimal den Deutschen Fernsehpreis für die "Besten Schauspieler" und die "Beste Serie".
Ein Jahr zuvor hatte die Schauspielerin bereits den Deutschen Fernsehpreis als beste Nachwuchsdarstellerin bekommen. Übergeben wurde die Trophäe von Comedian Hugo-Egon Balder (l.).
Insgesamt drehen Preuss und ihre Kollegen zwischen 2005 und 2008 drei Staffeln von "Türkisch für Anfänger", bevor das Format sogar...
... 2012 von Regisseur Bora Dagtekin fürs Kino adaptiert wird. In dem Spielfilm, der eine alternative Handlung erzählt, landet Lena nach einem Flugzeugabsturz gemeinsam mit Cem, dessen Schwester Yagmur und Costa auf einer einsamen Insel - und die Dinge nehmen ihren (lustigen) Lauf.
Nur ein Jahr zuvor hatte sich Josefine Preuss von ihrem Freund, dem Schauspieler Vinzenz Kiefer, getrennt - nach zwei gemeinsamen Jahren. Das Foto zeigt sie auf der Premierenfeier des Films "Der Baader Meinhof Komplex" 2008 in München.
Seit 2010 spielt die Potsdamerin auch in der Filmreihe "Lotta" die Hauptrolle. Die Handlung basiert auf dem Buch "Die letzten Dinge" von der Autorin Annegret Held. Darin will Charlotte (Preuss) eigentlich in New York ein Schauspielstudium absolvieren, entdeckt als Aushilfskraft im Seniorenheim "Haus Abendrot" jedoch ihre wahre Passion.
Preuss ist nicht nur Schauspielerin, sondern auch Synchronsprecherin. 2011 vertont sie das Kinderbuch "Siebenmeter für die Liebe" von Autorin Dora Heldt. Ein Jahr später leiht sie im Animationsfilm "Hotel Transsilvanien" der Figur Mavis ihre Stimme. Und 2016 spricht sie das Hoppelhäschen Judy Hopps in "Zoomania".
2013 ist die 1,55 Meter kleine Schauspielerin in dem ZDF-Dreiteiler "Das Adlon. Eine Familiensaga" zu sehen. In der Rolle der Sonja Schadt spielt sie neben Schauspielgrössen wie Heino Ferch, Anja Kling, Wotan Wilke Möhring, Jürgen Vogel und Ken Duken.
Der von Oliver Berben produzierte Mehrteiler skizziert die Geschichte des berühmten Hotels in der Zeit von seiner Baugenehmigung im Jahr 1904 bis zu seiner Wiedereröffnung 1997. Sonja Schadt (Preuss) verliebt sich darin in den jüdischen Journalisten Julian Zimmermann (Ken Duken, l.).
Im selben Jahr spielt Josefine Preuss zudem in "Rubinrot" neben Kostja Ullmann (r.) die Nebenrolle der Lucy Montrose - genau wie in den beiden Fortsetzungen "Saphirblau" (2014) und "Smaragdgrün" (2016).
Es folgt erneut eine Rolle in einem Historienfilm. 2016 spielt Preuss im fiktiven "Das Sacher" Fürstin Konstanze von Traunstein. Bei dem Zweiteiler hat erneut Oliver Berben als Co-Produzent seine Finger im Spiel, die Handlung rund um das Luxushotel überspannt einen Zeitraum von rund 30 Jahren.
2017 spielt die heute 35-Jährige in der ersten Staffel der ZDFneo-Sitcom "Nix Festes" mit. Darin dreht sich alles um die Berliner WG-Bewohner Wiebke (Preuss), Jenny (Marie Rathscheck), Jonas (Sebastian Fräsdorf) und Basti (Tim Kalkhof), die ihren Platz im Leben suchen. Gerade kündigte der Sender die Produktion einer zweiten Staffel mit acht neuen Folgen an, die im Herbst 2021 über die Bildschirme flimmern sollen.
Die Rollenauswahl der Mimin ist äusserst vielfältig. 2018 spielt sie gemeinsam mit (v.l.) Kida Khodr Ramadan, Bülent Ceylan, Chris Tall und Eko Fresh in der Komödie "Verpiss Dich, Schneewittchen".
Und die Angebote bleiben nicht aus: Im April 2019 steht Preuss für "Todesfrist" in der österreichischen Hauptstadt Wien mit Raymond Thiry (r.) vor der Kamera.
Die Schauspielerin ist gern gesehener Gast in unterschiedlichen Fernsehshows. Im November 2019 ist sie beispielsweise gemeinsam mit Til Schweiger in Kai Pflaumes Quizshow "Wer weiss denn sowas XXL - Das unvorstellbare Wissensquiz" mit von der Partie.