Taylor Swift: So schaffte es der Country-Star in den Pop-Olymp

Taylor Swift ist ein Phänomen. Alles, was sie anpackt, wird sprichwörtlich zu Gold. Angefangen 2006 als Country-Sängerin, gilt sie heute als eine der erfolgreichsten Künstlerinnen der Geschichte. Am 23. August erscheint mit "Lover" ihr siebtes Studioalbum. Ihre schillernde Karriere in Bildern. © spot on news

Taylor Alison Swift wird 1989 in Reading, Pennsylvania (USA), geboren. Im Alter von zehn Jahren schreibt sie erste eigene Songs. Die Mischung aus Talent und glücklicher Fügung verhilft Swift 2006 zu ihrem ersten Album, das sie schlicht "Taylor Swift" tauft. Daraus schaffen es vier Singles direkt in die Top Ten der US-Country-Charts. Auch auf der Bühne, wie hier in Detroit, fühlt sie sich sofort zuhause. Beste Voraussetzungen für eine Mega-Karriere …
Ein süsser blonder Lockenkopf, ein entzückendes Lächeln und natürlich ihre Stimme – die (Country-)Welt schliesst die damals 17-jährige Taylor sofort ins Herz. Was sie so authentisch macht: Ihre Songs schreibt sie zum grössten Teil selbst. Pausen gönnt sie sich von Anfang an nicht. "Manchmal arbeite ich 20 Tage am Stück", erzählte sie immer wieder in Interviews.
Die erste von unzähligen Auszeichnungen: Am 16. April 2007 erhält Taylor Swift den CMT Music Award in der Kategorie "Breakthrough Video of the Year" für ihren Song "Tim McGraw". Wenig später erscheint mit "Fearless" ihr zweites Album. Es sollte 2009 in den USA eines der meistverkauften Alben des Jahres werden. Nun ist der Durchbruch vollends gelungen - zumindest als niedliches Country-Sternchen.
Vier Grammys muss Taylor Swift 2010 in ihren Händen balancieren - sie wird für "Album of the Year" (Fearless), "Best Country Album" (Fearless), "Best Country Song" (White Horse) und "Best Female Country Vocal Performance" (White Horse) ausgezeichnet. Kritiker schwärmen ausnahmslos von ihrem musikalischen Talent. Die New York Times bewundert vor allem die "fehlende Naivität" ihrer Songs.
Um ihren Stand als vielseitige Künstlerin auch in Hollywood zu festigen, nimmt Taylor Swift über die Jahre hinweg einige Rollen als Schauspielerin an. Unter anderem war sie 2009 in "Hannah Montana - Der Film", 2010 neben Jennifer Garner in "Valentinstag" (Foto) und 2013 in der Erfolgsserie "New Girl" zu sehen.
Taylor Swift, mittlerweile Multimillionärin, beginnt 2012 ihr niedliches Country-Image nach und nach abzuschütteln. Mit ihrem vierten Album "Red" verabschiedete sie sich von ihrem alten Genre in Richtung Pop. Eine Entscheidung, die gehörig hätte schiefgehen können. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Bilanz: Fünf Mal Gold und 21 Mal Platin.
Ihre Eleganz, ihr Selbstverständnis und natürlich auch ihre Skandalfreiheit sorgen dafür, dass Swift schon bald Ikonen-Status erreicht. So trägt zweifellos auch ihr Aussehen dazu bei, dass ihr Auftritt bei der "Victoria's Secret Show" 2014 zum absoluten Highlight wird. Hier perfomt Swift an der Seite von Supermodel Karlie Kloss in schwarzer Spitze.
Alle wollen mit Taylor Swift befreundet sein. Selbst die ganz grossen Stars müssen sich um ihre Gunst reissen. Wer es geschafft hat? Natürlich nur die Crème de la Crème. In diesem Fall von links nach rechts: Die Topmodels Gigi Hadid und Martha Hunt, Schauspielerin Hailee Steinfeld, Topmodel Cara Delevingne, Sängerin Selena Gomez, Model Serayah, Schauspielerin Mariska Hargitay sowie die beiden Topmodels Lily Aldridge und Karlie Kloss.
So perfekt, so unantastbar: Obwohl Taylor Swift beruflich alles zu gelingen scheint, hat sie in einem Bereich kein Glück: mit Beziehungen. Joe Jonas, Taylor Lautner, John Mayer, Jake Gyllenhaal: Die meisten ihrer zahlreichen und schnell wechselnden Liebschaften halten – wie hier mit Schauspieler Tom Hiddleston – nicht länger als ein paar Monate. Immerhin bietet der viele Liebeskummer Stoff für zahlreiche erfolgreiche Songs. Aktuell soll sie mit dem britischen Jungschauspieler Joe Alwyn zusammen sein.
Kein Star-Event, auf dem Taylor nicht zugegen ist. Wie hier auf der MET Gala im Jahr 2016. Das Motto in diesem Jahr lautet: "Manus x Machina: Fashion In An Age Of Technology". Mit ihrem knappen Metallic-Look betont sie einmal mehr: süsses Country-Engelchen, das ist lange Geschichte.
Nanu, hatten wir das nicht schon einmal? Genau! Taylor Swift räumt auch 2016 wieder zahlreiche Grammys ab. Diesmal zwei für ihr Album "1989" und einen für das Musikvideo zu "Bad Blood“. Ebenso beachtlich: Swift scheut nicht, sich mit den Streaming-Diensten von Apple und Spotify anzulegen – auch im Namen anderer Künstler. Wenn es um Musikrechte geht, kennt sie kein Pardon und lässt sich schützen.
2016 gönnt sich Swift eine kleine Schaffenspause, die sie auch dringend nötig hat. Ein Jahr lang ist kaum etwas von ihr zu hören. 2017 kehrte sie mit ihrem sechsten Album "Reputation" zurück. Sichtlich gestärkt und mit neuer Energie knüpft sie nahtlos an ihre alten Erfolge an.
Mit "Lover" erscheint am 23. August 2019 ihr siebtes Album. In ihren neuen Songs bezieht sie die von den Fans so lang ersehnte Stellung zu politischen Themen wie Feminismus, Diskriminierung oder LGBTQ-Rechte. Höchste Zeit, ein Jahr nach #metoo, zumal Swift oft eine Nähe zu Donald Trump unterstellt wird. Fest steht: Sie ist ganz oben auf dem Pop-Olymp angekommen und wird es sich dort auch langfristig gemütlich machen.