Wer ist der Richtige für Gerda? Um diese Frage entbrennt in Folge fünf der "Bachelorette" ein veritabler Streit. Ein Kandidat hat die Frage schon einmal mit "Ich nicht" beantwortet und geht freiwillig. Bei drei anderen Männern ist es genau umgekehrt. Und ein ganz anderer Kandidat soll versucht haben, die Frage auch körperlich zu beantworten.

Christian Vock
Eine Kritik
von Christian Vock, Freier Autor

"Wie letzte Woche. Die gleiche Scheisse", zetert Andreas und man möchte ihm sofort zustimmen. "Wo ist Thunfisch?", fährt der junge Mann fort, aber es ist nicht der fehlende Thunfisch, dem sein Zorn gilt.

Es ist zwar immer das Gleiche bei "Die Bachelorette", aber nicht, weil es an Thunfisch mangelt, sondern weil die Regeln die immer gleichen sind: 20 Jungs, die über Wochen mit dem Versprechen auf die grosse Liebe hingehalten werden, aber nur einer der 20 bekommt sie am Ende.

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Das Problem dabei ist: Die Männer mögen Gerda Lewis - und zwar alle. Gerda wiederum mag die Männer – aber nur bestimmte. Gerda muss laut Regeln aber mehr Männer mögen, als sie mag, denn RTL mag nicht, dass Gerda die Männer, die sie weniger mag, als die Männer, die sie richtig mag, auf einmal rauswirft. Das wiederum mögen die Männer nicht, vor allem die, die Gerda weniger mag, als die Männer, die sie richtig mag. Alles klar?

Mit anderen Worten: Es herrscht reichlich Frust bei den Jungs, die einfach nicht zum Zuge kommen.

Schwimm, Tim!

Dieser Frust baut sich in Folge fünf schon sehr früh auf, weil es wieder einmal Tim ist, den Gerda anstelle der anderen alleine sehen möchte. "Fuck, denke ich mir einfach nur. Warum nicht ich?", wundert sich Serkan Yavuz stellvertretend für das Heer der Verschmähten.

Derweil wartet Gerda in Zeitlupe an Deck eines Motorboots auf die Ankunft ihres Tims. Die verzögert sich jedoch: "Was anfangs aussah wie 150 Meter, hat sich dann angefühlt wie ein Kilometer", zeigte sich Tim überrascht von der Idee, ihn zum Boot schwimmen zu lassen.

"Nicht untergehen, ich brauch dich noch!", bangt währenddessen Gerda vom Boot aus um die Grösse ihres Bewerberpools.

Doch Tim schafft es an Bord, hätte sich aber vielleicht nicht die Mühe gemacht, hätte er vorher um die Dauer seiner Aufenthaltserlaubnis gewusst: "Ich dachte, ich dürfte den ganzen Tag mit dir verbringen. Ich bin jetzt grad ein bisschen geschockt", erklärt Tim, als die Produktionsfirma nach kurzer Zeit zum Pausentee bittet und Tim wieder zurückschwimmen muss.

Nach seiner Rückkehr muss Tim Bericht erstatten, wobei sich Oggy Baam vor allem dafür interessiert, ob er Gerda zum Lachen bringen konnte. Schliesslich weiss Oggy, welche Alternativen sonst drohen: "Eine Frau muss lachen, damit sie glücklich ist. Wenn du das nicht schaffst, dann heirate einen Esel!"

Tim nach der Nacht mit Gerda: "Es war wirklich krass"

Doch zurück zum eigentlichen Problem: "Ich find das irgendwie komisch hier. Ist irgendwie ganz komisch", ist es erneut Andreas, der seine Ahnung als Erster äussert und wieder möchte man ihm sofort zustimmen.

Das sehen später auch die anderen so, denn Tim bekommt noch einmal die Gelegenheit, Gerda zum Lachen zu bringen. Die Zeit habe ihr nicht gereicht, erfährt Tim via Brief. Gelacht hat Gerda dann zwar auch, aber ihr Augenmerk lag auf etwas anderem: "Ich würde mir wünschen, dass er sich wirklich mal fallen lässt." Fallen gelassen hat sich Tim dann auch. Zuerst aufs Sofa, dann in ihre Arme und zum Schluss auf ihre Lippen.

Damit zieht Tim in puncto Küssen mit Keno gleich, was Tims Stimmung, aber nicht der der anderen zuträglich ist. Umso mehr, da Tim auch noch über Nacht bleiben darf. "Es ist schon zwölf Uhr, und er kommt einfach nicht", machen sich die Herren in der Villa Sorgen.

Als er dann doch kommt, zeigt sich Tim maximal empathisch: "Ich fänd's jetzt 'ne komische Situation, jetzt in eurer Haut zu stecken." Doch die anderen Herren hören dem Verlaufsprotokoll des Tim'schen Abends scheinbar gelassen zu, nur bei Oggy stapeln sich die Zornesfalten: "Es kann mir keiner sagen, dass das denen am Arsch vorbeigeht."

Insbesondere die Frage, ob nur "Mensch ärgere Dich nicht" gespielt wurde, als die Kameras ausgingen, spricht Oggy ganz offen aus. Tim bestätigt weder noch dementiert er es, sondern lässt seine Kollegen im klarstmöglichen Unklaren: "Es war wirklich krass und ich find' sie richtig gut", gesteht Tim über die Nacht mit Gerda.

Alex verabschiedet sich, Oggy, Andreas und Daniel begleiten ihn

"Eigentlich könnte man doch auch jetzt abbrechen. Das macht doch eigentlich keinen Sinn mehr", erkennt Oggy daraufhin das Ausgangsproblem. Und auch den anderen dämmert es nun, dass die Show so ein paar emotionale Sollbruchstellen hat: "Man muss jetzt auch gucken, dass man das irgendwie verarbeitet", erklärt Keno und mit "man" meint er wahrscheinlich sich selbst.

Als Bachelorette Gerda kurz darauf die Villa besucht, ist die Verarbeitung jedenfalls noch in vollem Gange, was auch Gerda merkt: "Ich weiss, es ist scheisse, aber für mich ist es auch nicht toll", erklärt Gerda, ist aber offensichtlich in der besseren Ausgangslage. Vor allem Keno lässt im folgenden Einzelgespräch mit Gerda durchblicken, dass er mit ihrem Testverfahren so seine Schwierigkeiten hat.

Dementsprechend mag auch bei der Nacht der Rosen nicht so recht Stimmung aufkommen, und nach ein bisschen Pool-Geplansche finden Alex und Gerda gemeinsam heraus, dass es zwischen den beiden wohl nicht mehr so recht werden mag. Und so sucht Alex Hindersmann den einzigen Ausweg, den ihm das Regelwerk bietet: Er verabschiedet sich freiwillig.

Den Abend anders vorgestellt haben sich sicher auch Oggy Baam, Andreas Ongemach und Daniel Chytra. Die drei werden kurz darauf unberost und damit völlig unfreiwillig zur Tür gebeten. Zum Abschied zeigt sich immerhin Daniel generös: "Ich wünsch ihr auf alle Fälle alles Gute für die Zukunft – und für mich natürlich auch."

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