"Bares für Rares": Um diesen Flipper wurde hoch gezockt

Es war Liebe auf den ersten Blick, als sich "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel an den Flipper stellte - da konnte selbst Moderator Horst Lichter nichts mehr machen.

"Detlev, das ist nicht Sinn der Sache!", sagte Horst Lichter und sah seinem "Bares für Rares"-Experten genervt beim Flippern zu. Denn der Spielautomat weckte im sonst so seriösen Detlev Kümmel den Zocker - und der konnte nicht mehr aufhören ...
Alles Reden half nichts, der Experte war im Tunnel. "Hallo!", versuchte Horst Lichter etwas lauter, zum Kollegen durchzudringen. "Expertise machen, nix spielen!"
Der Experte war eigentlich überflüssig, denn im Prinzip stand sowieso alles Wichtige auf dem Flipper: Das Modell "Rollergames" wurde 1990 von Williams Electronics Games Inc. hergestellt und hatte lediglich ein paar Abnutzungsspuren.
Horst Lichter übernahm das Fazit: "Wirklich guter Zustand, voll funktionsfähig." Die Busfahrerin aus Oberhausen äusserte ihren Wunsch: "Unter 100 Euro geb' ich ihn nicht ab." Viel zu bescheiden, fand der Moderator: "Dafür kriegst du auf jeden Fall mehr als 100 Euro."
Für den Schätzpreis musste sich Kümmel dann doch vom Flipper loseisen: "Solche Geräte werden in den Foren für etwa 900 Euro gehandelt." Ob die Händler so hoch zocken würden?
Ludwig "Lucki" Hofmaier (links) und Walter "Waldi" Lehnertz hielt es beim Anblick des Spielautomaten nicht auf den Stühlen. Auch die beiden Händler flipperten erst mal eine Runde.
"Lucki" war begeistert, dass das Gerät so gut erhalten war: "Das Bild ist in hervorragendem Zustand!" Das fand auch "Waldi": "Das Display ist top!" Die beiden Zockerbrüder machten es unter sich aus, wer den Flipper mitnehmen durfte.
Der Gewinner war Walter Lehnertz, der dafür jedoch 700 Euro auf den Tisch blättern musste. Frau Wutzik konnte ihr Glück kaum fassen: "An diejenigen, die ihn mir damals geschenkt haben: Ihr habt mir nochmal eine grosse Freude gemacht damit."
Gewinnbringend verlief auch der Verkauf einer Porzellan-Figur namens "Resi vom Naschmarkt" von 1908. Die Verkäufer gingen mit 350 Euro nach Hause.
Eine alte Ritterburg aus Holz, etwa von 1900, blieb für 210 Euro bei den Händlern.
Das Ölgemälde einer Landschaft von Paul Pützhofen-Hambüchen aus den 20er Jahren kam bei den Händlern sehr gut an und entlockte ihnen 1.350 Euro.
Und ein ungewöhnlicher Brillantring aus den Neunzigern brachte es auf überraschende 1.200 Euro.