"Bares für Rares": Für diese Dose griffen die Händler tief in die Tasche

"Ich hab' damals gemeint, es wäre eine Blechdose": Wie sich bei "Bares für Rares" schnell herausstellte, hatte sich die Verkäuferin getäuscht - glücklicherweise nicht zu ihrem Nachteil.

Was Horst Lichter als ganz normale Dose ansah, sollte ihm gleich noch die Sprache verschlagen. Denn dieses Kistchen sollte bei "Bares für Rares" nur wenig später einen richtig hohen Gewinn abwerfen.
Der Moderator ahnte es bereits: "Und jetzt glaubst du, das ist was Besonderes geworden?" Er lauschte, was sein Experte Albert Maier zu sagen hatte. Und das klang vielversprechend: "Diese Dose ist gepunzt hier unten mit 800er Silber."
Silber war schon mal wertvoller als Blech. "Ich denke, die war für Zigarren." Es gab aber auch Nachteile: "Ihre Dose sieht älter aus, als sie ist." Albert Maier tippte auf die 1950er Jahre und stellte fest: "Das Innenleben dieser Dose ist zerstört." Sie war früher mit Holz ausgekleidet.
Der Schätzpreis lag bei 400 bis 450 Euro. Da wollte Horst Lichter natürlich gleich wissen, wie viel Frau Mittendorfer auf dem Flohmarkt für die Zigarrendose gezahlt hatte.
Leise flüsterte sie ihm ins Ohr: "Zehn Mark." Was für ein Schnäppchen! Da sollte auf jeden Fall ein fetter Gewinn drin sein.
Julian Schmitz-Avila (Mitte) erwartete "Kekse". Die leere Dose fand er eher unspannend. Ganz anders sein Kollege Wolfgang Pauritsch (links): "Ich starte schon einmal bei 400 Euro, weil ich sie sehr interessant finde."
Damit war die Expertise direkt erreicht, mehr sollte es auch nicht geben. Lisa Nüdling beglückwünschte Frau Mittendorfer zu ihrem Flohmarkt-Schnäppchen: "Hat sie gut gemacht, ne? Die kann man schicken!"
Dem konnte Andreas Mittendorfer nur freudestrahlend zustimmen: "Ich bin stolz auf meine Frau, aus zehn Mark 400 Euro gemacht zu haben."
Weitere 400 Euro gaben die Händler für eine Weissgold-Brosche mit Diamanten aus den 1940er Jahren aus.
Für 320 Euro kauften sie eine Designer-Lampe im Op-Art-Stil von Paul Secon aus den 1960er Jahren ein.
70 Euro gab es für ein versilbertes und vergoldetes Jugendstil-Set aus Zuckerdose und Milchkännchen von WMF.
Auf 700 Euro brachten es drei kunstvolle Glasvasen von Arsall aus der Zeit von 1918 bis 1929.
Und ein roter ferngesteuerter Porsche von Distler aus den 1950er Jahren fand für 450 Euro einen neuen Besitzer.