"Bares für Rares": Design-Objekt sorgt für grosses Rätselraten bei Lichter

"Zeltgerüst", "Rohr-Gedöns": Horst Lichter und so mancher Händlerkollege hatten in der Freitagsausgabe von "Bares für Rares" absolut kein Auge für modernes Design ...

Horst Lichter war überfordert: "Ach Gott, was ist das denn?" Hatte man ihm da bei "Bares für Rares" etwa ein verbogenes Schrottgebilde hingestellt und wollte sein Trödel-Fachwissen testen?
Gabriele Hennschen, Erzieherin aus Preetz, klärte den Moderator auf: "Das ist ein Blumenständer." Lichter blieb skeptisch.
Zeit für Lichter, an den wahren Experten abzugeben: "Ich entschuldige mich jetzt schon mal für meine Unwissenheit und für mein fehlendes Verständnis Design gegenüber."
Sven Deutschmanek klärte auf und nannte den Hersteller Thonet. Da fiel bei Horst Lichter der Groschen: "Ach du heiliges Kanonenrohr, ich wusste doch, es ist Designer. Hätt' ich doch mal meinen Mund gehalten."
Der Experte fuhr fort: "Emile Guyot hat diesen Entwurf gemacht. Horst, wenn du das ganze Ding jetzt in Chrom sehen würdest, würdest du denken, das sieht ja richtig toll aus." Und Lichter tat tatsächlich so, als könnte er sich das vorstellen.
Der Schätzwert von 250 Euro liess den Moderator dann doch aufhorchen: "Ja, was soll ich sagen! Ich bin begeistert! Ich muss dringend an meinem Kunstverständnis arbeiten!" Doch er war nicht der einzige Kunstbanause ...
"Das sind Überbleibsel von einem Zeltgerüst!", vermutete Walter Lehnertz (l.). "Steckt da ein Designer hinter dem Rohr-Gedöns?" Zum Glück kannten sich seine Händlerkollegen besser aus und waren ganz heiss auf die Ware.
"Ist es denn Bauhaus?" Während Fabian Kahl (2.v.r.) noch nachhakte, haute Christian Vechtel (r.) schon ein Gebot von 410 Euro raus - und bekam den Zuschlag. Super-Deal für die Verkäuferin: "Ich fahr' glücklich nach Hause!"
Glück hatten auch die Verkäufer eines Karneolschmuck-Sets aus den 1930er-Jahren, denn mit 1.620 Euro bekamen sie weit mehr als den Schätzpreis.
Weniger gut lief es für die Verkäuferin eines Besteckkastens mit Besteck aus Perlmutt und Silber aus dem Jahr 1888, die mit 150 Euro nur knapp die Hälfte des Wertes bekam.
Mit 300 Euro eine Punktlandung gab es hingegen für einen Bleistift aus Gold von 1890.
Und überraschende 600 Euro brachte eine russische Tabatiere aus Silber aus dem Jahr 1851 ein, die damit den Wunschpreis vervierfachte.