"Bares für Rares": Einstein-Sensation bei Horst Lichter

Kein Wunder, dass "Bares für Rares" den Deutschen Fernsehpreis bekommen hat, denn solche Sensationen gibt es nur selten im deutschen TV zu sehen: Am Freitag standen bei Horst Lichter tatsächlich zwei Bronzebüsten aus dem einstigen Besitz von Albert Einstein auf dem Tisch! Aber liess sich die Herkunft auch beweisen?

"Schiller und Goethe?", hatte "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter bei den beiden Bronzebüsten gleich den richtigen Verdacht. Das war aber noch nicht die Sensation, die sich dahinter verbarg.
Verkäufer Martin Koppein fing an zu erzählen: "Das sind Erbstücke. Die gehörten meinen Eltern und vorher meinen Grosseltern. Und das Besondere ist, dass die von Albert Einstein stammen." Wie bitte!?
Doch der Finanzberater aus Lauta fuhr fort: "Meine Grosstante war 1927 bis 1933 Hausdame bei Albert Einstein." Dafür existierten sogar handfeste Beweise! Jetzt waren alle Augen auf den Experten Detlev Kümmel gerichtet. Der sollte die unglaubliche Story bestätigen.
Das konnte er sogar! Denn es gab ein Buch mit dem Titel "Einstein privat", in dem die Grosstante des Verkäufers ihre Zeit im Haushalt des weltberühmten Wissenschaftlers festhielt.
Darin wurde sogar beschrieben, wie der Bruder bei seinem Besuch Goethe und Schiller als Geschenk überreicht bekam.
Getoppt wurde das alles noch durch einen Brief an Martins Familie, den Einstein persönlich unterschrieben hatte.
Nun war endlich auch Horst Lichter von der Echtheit überzeugt. Mindestens 2.500 Euro sollten die beiden Büsten, das Buch und der Brief bringen, meinte Detlev Kümmel.
In diesem Fall gab Horst Lichter die Händlerkarte gerne weiter. Strahlend fügte er hinzu: "Ich bin richtig glücklich, dass ich hier bin. Weil, wer hat so was schon mal so nah vor sich liegen? Hammer!"
"Albert Einstein", entnahm Wolfgang Pauritsch (l.) dem Brief, den er genau inspizierte. "Was? Albert Einstein? Das ist doch Goethe!", horchte Fabian Kahl (r.) auf. Die Verwirrung war gross.
Also klärte Martin Koppein die Händler über die komplizierten Familienverhältnisse und deren Verbindung mit dem Physiker auf. "Ja, dann fang ich mal mit 500 Euro an, nicht mit 80", startete "80-Euro-Waldi" Walter Lehnertz (l.) mit einem ungewohnt hohen Gebot. Susanne Steiger verdoppelte umgehend auf 1.000.
Fabian Kahl wollte die Büsten ebenfalls haben: "Ich find' die Story sehr glaubwürdig und auch beweisbar." Wolfgang Pauritsch und Julian Schmitz-Avila (r.) waren allerdings auch interessiert.
Doch Fabian Kahls Höchstsumme von 1.850 Euro wollte niemand mehr übertrumpfen. "So etwas sieht man nicht alle Tage", freute der sich über den Kauf. "Ich kann dir nur gratulieren", war Wolfgang Pauritsch ein wenig neidisch.
Zu einem lukrativen Deal konnte man auch den anderen Gästen der Show gratulieren: Ein antiker goldener und mit Diamanten und Saphiren besetzter Ring wurde für 300 Euro verkauft.
Und eine wertvolle Herren-Armbanduhr aus Gold, die 1973 von der Schweizer Firma IWC hergestellt wurde, erzielte den Wunschpreis von 1.000 Euro.