"Bares für Rares": Händler Julian Schmitz-Avila und Fabian Kahl zoffen sich um Rostlaube

Es war ein Oldtimer für Kinder, und er war sehr selten. Doch dass die "Bares für Rares"-Händler sich dermassen um ein Tretauto streiten würden, hätte selbst Horst Lichter nicht erwartet. Zwischen wem die Fetzen flogen und wer das Rennen machte, zeigt die Bildergalerie.

Dass Horst Lichter Oldtimer mag, ist bekannt. Doch wer hätte gedacht, dass auch seine "Bares für Rares"-Händler im Kampf um ein altes Kinderauto die Ellbogen ausfahren? Denn im Händlerraum der ZDF-Trödel-Show flogen am Dienstag ganz schön die Fetzen
"Ich muss mich bei dir bedanken, dass du so was Schönes und Geiles mitbringst", wollte Horst Lichter Helga Kopischke zur Begrüssung gleich umarmen. "Das ist so alt, damit kannst du nicht als Kind gefahren sein."
"Mein Mann hat mir das zum Geburtstag geschenkt. Er hat es auf einer Auktion 1992 in Kassel erstanden", gab die Pädagogin aus Hünstetten-Bechtheim zu. "Er ist halt auch so ein Oldtimer-Freak."
"Wenn ich meiner Frau so was zum Geburtstag schenken würde ... das wäre ein echt mieser Tag", wäre selbst Horst Lichter ein angemesseneres Geschenk eingefallen. "Das ist wie einen Kochtopf schenken", fand auch der Experte Detlev Kümmel (links).
Seit Jahren stand das Gefährt im Keller. Jetzt sollte es Geld für eine Reise nach Nepal bringen. "Ich find das Ding ne Sensation. Ich meine, es ist ein Opel, der Laubfrosch", hoffte der Moderator nun auf weitere Fakten von Detlev Kümmel.
"Es ist ein Tretauto für Kinder", begann der Experte seine Einschätzung. Das bestand aus massivem Blech, hatte Pedale und war in den 30er-Jahren von der Firma CEBASO gebaut worden
"Der einzige Mangel, den ich sehe, sind schlechte Ergänzungen", kritisierte Kümmel die neuen Schrauben. "Es darf ruhig auch die Seltenheit betont werden", und so legte er sich auf einen stolzen Schätzwert von 1.000 Euro fest.
Walter Lehnertz sah direkt seine Zukunft mit dem grünen Gefährt vor sich: "Wenn ich damit durch die Eifel fahre ... Fang ich doch mal mit 80 Euro an."
Fabian Kahl (Mitte) erkannte den wahren Wert und erhöhte direkt auf 250 Euro. Damit begann ein wildes Gefecht in Fünfzigerschritten um den rostigen Laubfrosch. Mit einem Gebot von 700 Euro dachte Julian Schmitz-Avila (links) bereits, den Zuschlag sicher zu haben.
Zähneknirschend bot Schmitz-Avila 900 Euro an und warf seinem Konkurrenten einen warnenden Blick zu. "900 sind gut. Da bin ich raus", überliess Kahl ihm gönnerhaft das Feld - und den rostigen Laubfrosch.
Was sonst noch verkauft wurde: Ein edles Bowleglas aus versilbertem Messing von 1909 aus dem Hause WMF erzielte 150 Euro.
Die Bronzefigur "Die Tänzerin", etwa aus dem Jahr 1880, brachte 500 Euro ein.
Beachtliche 2.050 Euro holten ein Armband und eine Brosche mit Diamanten und Rubinen aus den 40er-Jahren.