"Bares für Rares"-Knaller: Wertvolle Goldmünze wurde einst zum Spottpreis verscherbelt!

Bei der Geschichte dieses "Bares für Rares"-Objekts fehlen Horst Lichter glatt die Worte: Unglaublich, dass dieses prachtvolle Goldstück nur ein paar Mark gekostet haben soll. © 1&1 Mail & Media/teleschau

So eine prächtige Goldmedaille hat Horst Lichter noch nie gesehen: "Mein Gott, ist die schön!" Vom Verkäufer will er deshalb wissen: "Wo hast du denn den Apparillo her?"
"Den habe ich von meiner Mutter bekommen, die ihn praktisch von meinem Vater erhalten hat", beginnt Gerhard Degenkolbe (links) aus Norderstedt seine kuriose Geschichte.
"Anfang der 70er Jahre hat mein Vater die von einem Geschäftsfreund angeboten bekommen. Da wollte er für das gute Stück 40 Mark haben." Wie bitte? Nur ein paar Mark für eine Jubiläumsmedaille aus 900er Gold?
"Da wir Münzsammler gewesen sind, hat mein Vater natürlich zugeschlagen", erzählt der Besitzer weiter. Horst Lichter lauscht der Erzählung fassungslos und meint schliesslich: "Ich glaub', das war gar kein schlechtes Geschäft!"
Heide Rezepa-Zabel kann zum Schnäppchen ebenfalls nur gratulieren: "Diese Medaille wurde anlässlich des 300. Geburtstages des Markgraf von Baden-Baden, des Ludwig Wilhelm, des sogenannten Türkenlouis, herausgegeben."
Das Rastatter Schloss, "seine Residenz in der Nähe von Baden-Baden", ziert die Rückseite.
Die Randprägung bestätigt ausserdem: "1955 ist diese Medaille herausgegeben worden, und zwar von der Bundesrepublik Deutschland für erinnerungswürdige Ereignisse in der Folge einer Serie."
"Realistisch halte ich 3.500 bis 3.700 Euro", legt die Expertin den Preis aufgrund des vorzüglichen Zustands fest.
Julian Schmitz-Avila schaut sich die Goldmedaille kurz an und bietet 3.550 Euro, die der Verkäufer dankend annimmt. Was für ein unglaubliches Geschäft!
"Jetzt, hoffe ich, habe ich genug Geld dabei", merkt Schmitz-Avila (links), dass ihm die Scheine langsam knapp werden.
Doch es reicht zum Glück. "Als hätte man es vorher geprobt. Es gibt leider nicht mehr so viele grosse Scheine, tut mir leid", entschuldigt sich der Händler (rechts) für den wilden Geldhaufen. "Ich bin super zufrieden und gehe jetzt entspannt nach Hause", verabschiedet sich der glückliche Verkäufer.
Ausserdem wird am Montag bei "Bares für Rares" ein Zinkdruckguss von Fritz Diller aus der Zeit zwischen 1900 und 1930 verkauft, ein Hund mit Beute, dessen geschätzter Wert bei 350 bis 400 Euro liegt.
Roman Runkel (rechts) kann sich sehr für das Tier begeistern und zahlt die 400 Euro.
Ein Goldcollier aus den 1950er Jahren soll 1.200 Euro bringen.
Elke Velten hält den Preis für völlig angemessen und zückt den Geldbeutel.
Nach einem Entwurf von Salvador Dalí entstanden im Jahr 1954 limitierte, handbemalte Fliesen. Diese einzelne hat schon einen Wert von 220 bis 250 Euro.
Markus Wildhagen (rechts) bietet 180 Euro an und bekommt den Zuschlag.
Bei 1.000 bis 1.400 Euro liegt der geschätzte Wert dieses limitierten Lauer Rennrads Marke Campagnolo Gold Gruppe, Baujahr 1983.
Christian Vechtel (rechts) gibt 1.000 Euro aus: "Ich glaube, ich werde es behalten und selber fahren."
Nicht verkauft wird der dänische Designer-Bürostuhl von Fritz Hansen aus dem Jahr 1988. Die Expertise von 350 bis 400 Euro ist der Verkäuferin viel zu niedrig.