"Dalli Dalli" bei "Bares für Rares": Im Händlerraum ging die Post ab!

"Bares für Rares"-Händler im kollektiven Ausnahmezustand. Was eine "Strohfidel" so alles bei erwachsenen Menschen ausrichten kann ...

"Das hat viele Namen. Das heisst auch Strohfiedel", stellte Thomas Däbritz aus Saarlouis seine Rarität vor. "Das ist ein Erbstück von meinem Onkel. Der war Kunstsammler."
Experte Detlev Kümmel fand das Palisanderholz des Instruments von 1900 eine Sensation. "Es klingt natürlich viel besser", doch heutzutage ist die Verarbeitung des geschützten Holzes verboten.
Ausserdem praktisch: Die Strohfiedel konnte ganz leicht zusammengeklappt und für unterwegs in den Koffer gepackt werden. Horst Lichter fasste es knapp zusammen: "Also im Prinzip ein Reiseinstrument." Schätzwert: 250 bis 300 Euro.
"Eins weiss ich: Du wirst das Gerät noch hören in Klängen, die wirst du noch nie gehört haben, weil alle Händler drauf rumkloppen", schickte der Moderator den Verkäufer einen Raum weiter.
Die Händler stürzten sich sofort auf das Musikinstrument. Fabian Kahl (Mitte) täuschte Können am Xylophon vor: "Funktionieren tut's auf jeden Fall." Walter Lehnertz forderte den Verkäufer auf: "Kannste auch auf der Kiste spielen? Dann komm mal rum und spiel mal!"
Eine grosse Ehre, wie Lehnertz betonte: "Du bist der Erste, der hinter die Theke darf!" Herr Däbritz bemühte sich: "Ich kann eine Melodie. Die 'Dalli Dalli'-Musik ist das."
Und die war deutlich erkennbar! Dafür gab's Applaus und ein Lob vom verschmähten Fabian Kahl: "Die Vorführung war nicht schlecht!" Er und Waldi waren die grössten Kaufinteressenten. "Ich bin der Meinung: Das läuft spitze!", kommentierte Wolfgang Pauritsch ähnlich wie einst Hans Rosenthal.
"Der Kummerkasten geht nach Krekel", war Waldi wild entschlossen, das Instrument zu kaufen. 390 Euro musste er dafür löhnen, ein super Geschäft für den Verkäufer.
360 Euro sahnte die Verkäuferin eines Hochzeitsbechers aus Silber von 1900 ab.
610 Euro gab es für einen Alabaster-Greifvogel von etwa 1910.
900 Euro zahlten die Händler für zwei Designer-Stühle aus den 60er-Jahren.
700 Euro brachte ein Ölgemälde von August von Brandis aus den 20er-Jahren ein.
Und 2.700 Euro erzielten ein Ring und eine Kette mit Smaragden aus den 80er-Jahren.