"Für den Erotik-Club?" - Grosses Gelächter bei "Bares für Rares"

Was um alles in der Welt sollte das sein? Über drei äusserst seltsame Objekte aus Porzellan wurde bei "Bares für Rares" wild spekuliert. Während Horst Lichter damit kochen wollte, hatten seine Händler völlig andere Ideen im Sinn. Wozu die Teile wirklich benutzt wurden, verrät die Bildergalerie.

"Endlich mal was für die Küche", dachte der Moderator und leidenschaftliche Koch. "So was kenn ich: Das sind Salz- und Pfefferstreuer."
Darüber konnte Sven Deutschmanek (links) nur lachen: "Wo soll denn da was rauskommen?" Der Experte wusste bisher als Einziger, wofür die Dinger aus feinstem Meissener Weissporzellan tatsächlich verwendet wurden. Zum Kochen waren sie jedenfalls nicht.
Noch nicht einmal der Verkäufer Stephan Krapp (rechts) wusste, was er da billig auf dem Flohmarkt erstanden hatte. Der Bäcker aus Kassel entdeckte nur das Meissener Siegel: "Die lagen flach da, da hab ich von der einen Seite die Schwerter gesehen."
Jetzt rückte Deutschmanek mit der Lösung heraus: Es handelte sich um Isolatoren für elektrische Weidezäune. Das wollte Lichter nicht glauben: "Meissener Porzellan macht doch keine Isolatoren für Schafsweiden?"
Während des Krieges produzierte die Manufaktur jedoch tatsächlich nützliche Gegenstände, weil damals kein Mensch Deko und teures Geschirr kaufen wollte. Wertvoll waren die Dinger zwar nicht, aber immerhin 90 Euro könnten machbar sein.
Allerdings wussten die Händler nicht, was sie da vor sich hatten und was sie damit anfangen sollten. Walter Lehnertz gab zu: "Die Fantasie lässt ja keine Grenzen offen, aber ich habe keine Ahnung, wofür die Teile waren."
Fabian Kahl (Mitte) fantasierte: "Es gab den 30-jährigen Edelporzellankrieg, und das sind die Patronenhülsen dafür." Daniel Meyer (links) war jedoch auf der richtigen Spur: "Könnten das Kondensatoren sein, um irgendwas zu isolieren für Strom?"
Stellte sich aber immer noch die Frage: Wozu kann man das verwenden? Um Schmuck hübsch zu präsentieren? Vielleicht für den Garten ins Beet? Lustige Ideen gab es einige.
Meyer überlegte ebenfalls: "Wenn man das umdreht und einer Kundin präsentiert als Designer-Vase, mit einem schönen Ständer ..." Und dann traute sich endlich einer zu sagen, was alle insgeheim dachten.
"Ich könnt mir auch gut vorstellen, in einem Erotik-Club, dass man's aufstellt. Sehr handlich", hielt Ludwig Hofmaier (rechts) kein Blatt vor den Mund. Seine Kollegen platzten fast vor Lachen.
Waldi liess sich jedenfalls inspirieren und zahlte 100 Euro. "Ich hab die edelsten Isolatoren, die es in der Eifel gibt", hatte er schon seinen neuen Weidezaun mit Meissener Porzellan vor Augen.
Wesentlich mehr Bares gab es für die anderen Objekte der Show: Ein Designer-Diamond-Chair von Harry Bertoia aus den 60-ern erzielte 480 Euro.
Und eine Platin-Schleifenbrosche aus den 30er-Jahren mit funkelnden Diamanten und Perlen schaffte es sogar auf 2.000 Euro.