Experte "könnte wirklich gehen": Horst Lichter trifft bei "Bares für Rares" alten Bekannten

Deutschlands grösster Pop-Art-Künstler kam am Montag bei "Bares für Rares" auf den Tresen. Das eigentlich Verblüffende: Horst Lichter war mit Werner Berges befreundet.

Das wusste Kümmel auch: "Zum ersten Mal könnte ich wirklich gehen." Denn Horst Lichter kannte den Pop-Art-Künstler Werner Berges persönlich. Trotzdem versprach der Moderator: "Ich werd mich zurückhalten."
Anne Rosner aus Bottrop war völlig überrascht: "Du kennst Werner Berges?" Horst Lichter fing an zu erzählen: "Ich war sogar mit ihm befreundet." Die beiden lernten sich in einem kleinen Lokal kennen. Damals wollte Lichter dem Künstler seine karierte Hose abkaufen.
Jahre später trafen sie sich zufällig wieder. "Auf einmal kommt wieder ne karierte Buxe rein", erinnerte sich Lichter an die Begegnung bei einer Kunstausstellung. "Und ich renn zu dem hin und sage: Mensch, jetzt sehen wir uns aber regelmässig. Und daraus ist eine sehr schöne Freundschaft entstanden."
Eine tolle Geschichte, die Frau Rosner den Siebdruck mit dem Titel "dudu" jedoch nicht näherbrachte. Das Bild hatte sie in den 70er-Jahren geschenkt bekommen, aber "mein Herz hat noch nie dran gehangen".
Das änderte sich auch nicht, als sie erfuhr, dass Werner Berges einer der bedeutendsten Pop-Art-Künstler Deutschlands war. 2017 verstarb er. Das steigerte den Wert ihres Druckes, denn der war einer von 100 Stück und 1967 vom Künstler handsigniert.
Lichter fügte noch hinzu: "Er ist der Einzige, der zu seinen Lebzeiten als Künstler im Louvre ausgestellt hat. Mit den berühmtesten Pop-Art-Künstlern hat der gemeinsam gearbeitet." Darunter Stars wie Andy Warhol und Roy Lichtenstein. Da war der Wert von 800 bis 1.000 Euro keine Überraschung.
Walter Lehnertz erkannte die Besonderheit auf den ersten Blick: "Pop-Art. Schön. Da haben sie uns aber Kunst mitgebracht, vom Allerfeinsten!"
Die Gebote liessen nicht lange auf sich warten und gingen schnell nach oben. "Heiss begehrt", hoffte David Suppes (rechts), das Rennen zu machen.
Doch Julian Schmitz-Avila erhöhte noch weiter und ging bis auf 1.100 Euro nach oben. Er freute sich riesig über den Kauf: "Der beste Pop-Art-Künstler, den wir bisher hatten. Und dann auch noch aus Deutschland."
Aus Deutschland kam auch ein Aufziehmännchen aus den 1930er-Jahren, nämlich vom Spielzeughersteller Schuco. Dafür gab es 210 Euro.
Gerade mal 80 Euro brachten ein Milchkännchen und eine Zuckerschale aus den 1930er- oder 40er-Jahren der Verkäuferin ein.
Sehr viel mehr konnte dafür ein Keramik-Tiger von Goldscheider aus den 1920er-Jahren begeistern. Das edle Raubtier erzielte 410 Euro.
Und für ein kurioses Reizstromtherapie-Gerät von etwa 1900 gab es mit 100 Euro mehr als erwartet.