Geständnis bei "Bares für Rares": Was Horst Lichter macht, "wenn keiner zuguckt"

"Das darf keiner wissen!", insistierte Horst Lichter in der Donnerstagsfolge von "Bares für Rares". Dass sein Geständnis nicht wie gewünscht zwischen ihm und der Verkäuferin eines Kaufmannsladens bleiben würde, war dem Fernseh-Profi natürlich klar.

Vor laufender Kamera Geheimnisse ausplaudern - ein typischer Anfängerfehler. Warum passiert das einem Profi wie Horst Lichter? "Das darf keiner wissen!", fleht er die Verkäuferin eines Spielzeugladens in der Donnerstagsfolge von "Bares für Rares" an. Doch natürlich weiss der alte Hase genau, was er da tut.
Beim Entrümpeln des Obergeschosses ihrer Eltern tauchte das Spielzeug wieder auf. "Mein Vater hat den Laden 1954 für mich gebastelt", erinnert sich Gabi Dittrich. "Oh Gott, ist das schön!", frohlockt Lichter. Die Verkäuferin ist traurig, dass "meine Kinder und Enkelkinder ihn nie zu Gesicht bekamen".
Lichter macht der Dame Hoffnungen: "Vielleicht kommt das jetzt über die Händler zu Kindern, die dann wieder damit spielen." Dann gibt er sein Geheimnis zum besten: "Soll ich dir was verraten? Das bleibt aber unter uns beiden!" Schwierig, im TV. "Ich spiele immer noch gerne, das ist kein Witz, wenn keiner zuguckt ... Aber das darf keiner wissen."
"Selbstgebaut, aber es ist gut selbstgebaut", beurteilt Detlev Kümmel das Unikat. Kümmel begeistert ein liebevolles Detail: "Was drauf steht ist auch wirklich drin." Beispielsweise Erbsen. Der Krämerladen sei "mit viel Liebe und Fürsorge gebaut", so der Experte.
Insbesondere die Kasse sei ein teures Accessoire, urteilt der Experte. Allein diese sei 30 Euro wert. Kasse, Waage und Papierrollenhalter stammen von der Firma Geobra. Firmengründer war Georg Brandstätter. Was Kümmel nicht verrät: Man kennt das Unternehmen heute immer noch bestens - unter dem Namen Playmobil.
Detlev Kümmel freut sich über Details wie die Waage und darüber, dass die Kassenklingel noch funktioniert. Zeit für den Kassensturz! Was die Dame für den Eigenbau haben will? "Keine Ahnung", sagt Gabriele Dittrich.
Die Leiterin einer feinmechanischen Werkstatt hofft auf 50, 60 Euro. Detlev Kümmel verdoppelt auf bis zu 120 Euro. Da staunt Gabi Dittrich. Mit dem Gewinn will sie mit den Enkeln eine Reise machen. Lichter rät, die Angebote der Händler nicht zu früh zu akzeptieren.
Ludwig Hofmaier hält es nicht auf seinem Stuhl. "Meine Herren, ich bin ganz begeistert!", erklärt der Händler. Als er wieder sitzt, fragt Wolfgang Pauritsch, ob die Kasse aus Plastik oder Metall sei. Hofmeier gesteht, nicht darauf geachtet zu haben. Das amüsiert die Kollegen. Walter Lehnertz vermutet augenzwinkernd: "Du warst zu begeistert."
Hofmaier ist sich sicher: "So etwas lässt sich immer gut verkaufen." 50 Euro ist sein Angebot. Walter Lehnertz (links) erhöht auf 80. "Obwohl ich nicht mit Puppen spiele", gibt er zu bedenken. Elke Velten erklärt dem Kollegen: "Du sollst es ja verkaufen." Vielleicht ja an den Heimlich-Spieler Lichter ...
Ludwig Hofmaier bietet nun 90 Euro. Aber Gabi erinnert sich an den Rat von Horst Lichter und wartet mit Pokerface ab. Mit Erfolg! Walter Lehnertz bietet 100 Euro. "Engelchen, werden wir uns einig?", fragt er. Sein Charme zeigt diesmal Wirkung.
Der Laden geht für 100 Euro über die Theke - an Walter Lehnertz. Elke Velten erinnert sich, dass auch ihr Papa einen für sie gebaut hatte. Gabi Dittrich ist begeistert. "Mein Vater sieht die Sendung immer, er wird sich freuen, wie sehr seine Arbeit nach so vielen Jahren noch gewertschätzt wurde."
Ausserdem verkauft wird am Donnerstag bei "Bares für Rares" ein Gemälde von Wilhelm Gdanietz. Colmar Schulte-Goltz schätzt es auf 400 bis 450 Euro. Elke Velten kauft es für 250 Euro.
Für diesen prunkvollen Porzellan-Pfau bietet Elke Velten stolze 1.800 Euro. Zu wenig für den seinerseits stolzen Verkäufer: Er nimmt das Federvieh wieder mit. Die Expertise hatte 2.200 bis 2.800 Euro ergeben.
Besser läuft es für den Besitzer dieses Zigaretten-Etuis aus 585er-Gold. Wolfgang Pauritsch bekommt den Zuschlag für stattliche 1.650 Euro.