Heisser Kampf bei "Bares für Rares": Flohmarktfund bringt Verkäufer satten Gewinn

"Das find ich sehr cool!": Horst Lichter war von dieser Rarität bei "Bares für Rares" begeistert. Dementsprechend liessen sich die Händler auch nicht lumpen.

Horst Lichter war gespannt auf den Inhalt der kleinen Box: "Detlev! Mach auf, mach auf!" Als sein "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel das Geheimnis lüftete, staunte der Moderator vor Begeisterung: "Ui! Das gefällt mir!"
Lichter war also gleich Feuer und Flamme. "Ich hab zwar keine Ahnung, was das sein soll, aber ich mag so Dinger!" Das wollte er am liebsten selber kaufen: "Das sind so Dinge, wo du sagst: nice to have!"
Nach der ersten Begeisterungswelle erkannte er, dass ein Set aus Tabakdose, Aschenbecher und Zigarettenetui vor ihm lag: "Das sind Raucherutensilien! Das find ich sehr cool!"
Die Gravur verriet, dass die Utensilien aus der 1. Klasse der "Nieuw Amsterdam" stammten, wo sie etwa um 1930 herum von den Schiffsreisenden verwendet wurden. "Das heisst also, wir haben hier die Route von Holland nach Amerika, nämlich von Rotterdam nach New York", erklärte Detlev Kümmel.
"Was hast du denn dafür bezahlt?", wollte Horst Lichter wissen. "20 Euro", verriet der Verkäufer. "Boah, da hast du aber Glück gehabt, dass du vor mir da warst", meinte der Moderator.
"Wenn ich Händler wäre, ich würde mich drum prügeln!", betonte Horst Lichter nochmals seine Begeisterung. Dafür würde er auch den Schätzwert von 150 bis 200 Euro bezahlen. Nur leider musste er Abschied vom begehrten Objekt nehmen, so sind die Regeln.
Dafür lieferten sich zwei Händler ein Duell, bei dem der Preis offenbar keine Rolle spielte. Denn Roman Runkel übertraf den Schätzwert direkt mit dem Startgebot von 250 Euro.
Esther Ollick sprang ebenfalls auf das Messing-Set an: "Weil's aus Rotterdam kommt, und da komm ich auch zur Hälfte her."
"Also, mir gefällt es auch selber", liess sich Roman Runkel aber nicht mehr abschütteln und war mit 400 Euro der Gewinner des Duells.
Sehr gut bezahlt war ausserdem ein geschnitzter Elfenbein-Anhänger aus den 1920er- oder 1930er-Jahren, der für 160 Euro den Besitzer wechselte.
Ein alter Globus vom Columbusverlag aus den 1930er-Jahren erzielte 330 Euro.
200 Euro gab es für eine Buttermuschel inklusive Buttermesser aus Sterling-Silber, vermutlich aus dem Jahr 1897.
Und 1.650 Euro war den Händlern ein Löwen-Paar aus Bronze von Professor A. H. Walger aus der Zeit um 1890 wert.