"Och, wie süss!" - Schmacht-Alarm bei "Bares für Rares"

Ein schönes Spielzeug aus Blech begeisterte nicht nur Horst Lichter, auch Experte Sven Deutschmanek fand den kleinen Hund "sehr witzig". Doch handelte es sich auch um eine Rarität von hohem Wert? Die Antwort gibt es in der Galerie.

"Oh, jetzt kriegste ein Hündchen, Sven!", strahlte Moderator Horst Lichter seinen Experten (Bild) an. Den Vierbeiner konnte man sogar aufziehen. "Ich muss dir ehrlich sagen, Sven, ich finde so was sehr witzig!", gestand Lichter.
Es lag nicht an Monas Hundephobie, dass das Spielzeug weg sollte. Der kleine Hund lag einfach schon zu lange im Schrank. Horst interessierte sich ohnehin mehr dafür, wie viel Geld Mona für das Teil wollte. "So ein bisschen was für die Reisekasse. Vielleicht 50 Euro", spekulierte die Verkäuferin.
Das Stichwort für Experte Sven Deutschmanek: "Hier haben wir ein ganz schönes altes Blechspielzeug in Form eines Hundes von einer der bekanntesten deutschen Firmen: Schuco aus dem Nürnberger Raum", dozierte er. "Was denkst du, Horst, wie alt das Teil ist?", prüfte er den Moderator.
"Dann sage ich einfach mal 1970er-Jahre", verschätzte sich Horst Lichter beträchtlich. "Wir sind in den 1930er-Jahren", stellte der Experte klar.
Das Unterkonstrukt des kleinen Spielzeugs war aus Blech gefertigt. Darauf konnte man zusätzlich den Aufdruck "Made in Germany" lesen. Dieser Zusatz war für Sven ein weiterer Beweis, dass es sich bei diesem Spielzeug um eine Vorkriegsproduktion handelte.
Der kleine Hund war mit einem Federwerksaufzug ausgestattet, den man an der Seite mit dem passenden Vierkantschlüssel aufziehen konnte. Dabei wurden zwei Laufräder in den Hinterpfoten gestartet, die Vorderpfoten ruderten angedeutet mit.
Sven war vor allem vom Zustand beeindruckt: "Hier zum Beispiel der kleine Filzschwanz, das wäre etwas, das sehr schnell verloren geht. Aber der Filz ist in einem nahezu perfekten Zustand", staunte der Experte.
"Also Mona, das hört sich ja alles sehr gut an", strahlte Horst. Sven stimmte ihm zu: "Ja, der Hund ist in einem tadellosen Zustand. Es wäre noch eine kleine Sensation, wenn du noch die Originalverpackung hättest. Aber diese Hunde sind beliebt." Und wie realistisch war nun der Wunschpreis der Verkäuferin?
Sven musste einen Moment überlegen: "Ja, 50 Euro habe ich gehört. Das ist natürlich wesentlich zu wenig. Ich würde da höher gehen. 150 bis 200 Euro sind absolut realistisch", verblüffte er die Verkäuferin. Doch was würden die Händler sagen?
"Och, wie süss!", hallte es durch den Händlerraum. Walter Lehnertz gab sein obligatorisches Startgebot von 80 Euro ab. Den Zuschlag erhielt am Ende aber Esther Ollick - für immerhin 140 Euro.
Ebenfalls den Besitzer wechselte ein Armband mit Diamanten und Rubinen aus den 1950er-Jahren. Für 2.250 Euro kaufte es Händlerin Elke Velten.
Der österreichische Poker-Spielautomat aus den 1980er-Jahren von "Vicoma" hatte es Händler Waldi angetan, der ihn für 250 Euro erwarb.