Aufatmen bei Cascada: Die Dance-Combo darf mit ihrem Titel "Glorious" für Deutschland zum Eurovision Song Contest nach Malmö fahren. Ein vom NDR beauftragtes Gutachten hat ergeben, dass es sich bei dem Lied nicht um ein Plagiat des Siegertitels aus dem Vorjahr handelt.

Gleich nachdem Cascada den deutschen ESC-Vorentscheid gewonnen hatten, wurden kritische Stimmen laut, die auf die eindeutige Ähnlichkeit zwischen "Glorious" und "Euphoria" hinwiesen - just dem Titel also, mit dem die Schwedin Loreen im Jahr 2012 den Gesangswettbewerb gewonnen hatte.

So hatte auch die Phonetikerin von der Universität Kiel, Tina John, bei einer Untersuchung der beiden Songs Übereinstimmungen im groben Aufbau gefunden, zum Beispiel bei den Pausen und bei der Atemstilistik der Sängerinnen. "Ich persönlich finde es sehr auffällig." Zudem werde es bei beiden Liedern an den gleichen Stellen laut und leise.

Der Norddeutsche Rundfunk beauftragte daraufhin den Musikgutachter und Sachverständigen für Plagiatfragen Matthias Pogoda damit, festzustellen, ob es sich bei dem Cascada-Song tatsächlich auch um ein Plagiat von Loreens Siegertitel handelt.

"Glorious": ähnlich, aber kein Plagiat

Der kommt nun zu dem Schluss, dass dem nicht so ist. "Es lässt sich zusammenfassen, dass 'Glorious' und 'Euphoria' keine urheberrechtlich bedeutsamen Übereinstimmungen aufweisen. Sie sind lediglich stilistisch ähnlich und zeigen nur im Arrangement eine oberflächliche Berührung ohne urheberrechtlichen Belang", zitiert ihn der NDR.

Damit darf die Gruppe um Sängerin Natalie Horler beim Eurovision Song Contest am 18. Mai in Malmö für Deutschland an den Start gehen.

(cze/dpa)