Dschungelcamp 2020: "Holt mich hier raus!" - Selbstmitleid statt Sterne für Danni Büchner

Keiner liebt mich: Danni Büchner hat im RTL-Dschugelcamp keinen leichten Stand. Also beschimpfte sie die Zuschauer und schrie den berüchtigten Dschungel-Satz.

Man muss zugeben, dass es Danni (rechts) wahrlich nicht leicht hatte. Ihre Mutter wurde vor ihren Augen vom Vater verprügelt. Dann wurde sie selbst von ihrem Ex geschlagen, und ihre Kinder mussten zusehen. Manchmal habe sie gedacht: "Du musst dich umbringen", gestand sie Claudia Norberg Suizidgedanken.
Angetreten zur Prüfung war Danni Büchner voller Tatendrang: Sie wollte ihren Kindern beweisen, wie toll es ist, die eigenen Ängste zu überwinden. Dafür war sie dann jedoch zu ängstlich.
"Was sind das für Leute da draussen? Die sehen mich und wollen mich quälen. Anscheinend muss ich so ein schrecklicher Mensch sein", echauffierte sich Danni Büchner nach ihrem neuerlichen Totalausfall und beschimpfte die Zuschauer als "Idioten".
Dr. Bob machte Danni Büchner vor der Prüfung so viel Mut, wie er konnte: "Sterben wirst du nicht." Das hatte die Witwe von Malle-Jens auch nicht vor. Sie habe keinen Bock darauf, dass sie die Zuschauer am Boden sehen. Überhaupt sei das Publikum ein Haufen "Idioten" schimpfte sie wüst.
Sechs Minuten, null Unterhaltung, null Sterne: Nach Danni Büchners Jammernummer drohte das Moderatorenpaar Sonja Zietlow und Daniel Hartwich dem Publikum unverholen mit literarischer Bildung. Thorsten Legat werde in der nächsten Sendung 20 Minuten Franz Kafka lesen, wenn die Zuschauer wieder Danni in die Prüfung schicken.
Und die "Idioten" von Zuschauern? Die haben offenbar Lust auf Literatur. Auch zur nächsten Dschungelprüfung muss Danni Büchner antreten, die mittlerweile vermutet: "Ich bin wahrscheinlich der meistgehasste Mensch der Welt."
"Ich habe null Sterne. Ich musste abbrechen", fasste Danni die Prüfung kurz und knackig zusammen. Raúl Richter mochte es zunächst nicht glauben: "Doch dann habe ich in ihr Gesicht geschaut, und das sah nicht nach Verarsche aus." Die Opferrolle allerdings, so findet er, nimmt Danni dankend an. "Es wird aber nicht besser, wenn man sich darin suhlt."
Bei der Schatzsuche hatte Raúl Richter die Chance, es besser zu machen. Zusammen mit Anastasiya Avilova musste er ein Dschungel-Memory lösen. Eine Aufgabe, die beide ziemlich unaufgeregt und souveränn erledigten.
Was Raúl Richter am meisten beeindruckte: Anastasiya Avilova hatte sich vor der Schatzsuche bei einer Trainingseinheit mit Sven Ottke als sehr gelenkig entpuppt.
Als Lohn für alle Mühen gab es Saures in der Schatzkiste. Selten wurde eine Zitrone so euphorische begrüsst wie im Dschungelcamp. Ausser von Danni, die schmollte: "Für eine Zitrone haben die sich so abgerackert - so weit ist es schon gekommen." Und auch Elena war wegen ihrer "Zitronenallergie" nicht wirklich begeistert.
Abgesehen vom Danni-Drama und der Zitronennummer war es im Camp recht ruhig. Es herrschte fast schon Wohlfühl-Stimmung, erst recht, als die Camper entdeckten, dass man das Kochwasser von den täglichen Bohnen auch als kulinarische Offenbarung deklarieren und mit Wonne trinken kann.
"Man fängt hier an, über viele Dinge aus der Vergangenheit nachzudenken. Zu Hause ist man immer abgelenkt, aber hier bekommt man alles in die Fresse", sinnierte Marco Cerullo. Auch diesmal hörte Claudia Norberg aufmerksam zu und erfuhr so, dass Marco mal frech zu seiner Mutter war und ihn diese schlimme Vergangenheit einfach nicht mehr loslässt.
Marcos Tränen wollten einfach nicht aufhören zu fliessen. Abgesehen davon, dass er das schwarze Schaf in der Familie war und oft an sich selbst zweifelt, lässt ihn auch die Sache mit seinem Handy nicht los. Das liegt nämlich immer noch im Hotel - und zwar ungesperrt.
Seine Klogeschichten sind die besten: Prince Damien wunderte sich über "die ganze Kacke in meinem Körper" und wusste gar nicht "wie viel da reinpasst". Entsprechend riesig war die Erleichterung: "Halleluja, normalerweise würde ich ja gucken, wie gross sie ist, aber die Kugel ist ja weg", ärgerte er sich über die primitive Plumpsklo-Mechanik.
Er habe früher gedacht: "'Ok, ich bin schwul, ich stehe nur auf Jungs.' Aber dann laufen wieder Mädchen in dein Leben, bei denen man sich wirklich mehr vorstellen kann. Und das ist komisch", erklärte Prince Damien (rechts) Sven Ottke, warum er sich ziemlich "lost" in seiner Sexualität fühlt.