Frostige Wiedersehenparty der Dschungelstars - Danni sieht ein: "Ich habe Quatsch erzählt!"

16 RTL-Dschungeltage haben ihre Spuren hinterlassen. Weniger optisch, denn die Camper trafen sich frisch gestylt zur Wiedersehensparty. Aber mental. Die Luft war raus. Nicht mal Danni Büchner hatte Kraft zur Generalabrechnung. Aber wie beim Make-up gilt trotz aller guter Miene: Die Wahrheit liegt tiefer.

Friede, Freude, Eierkuchen statt Zank, Tränen und Känguru-Hoden? Beim "Grossen Wiedersehen" der RTL-Dschungelstars gab es keine dramatischen Abrechnungen. Nur Danni Büchner gestand: "Ich bin der grösste Schisser!" Aber, mal ehrlich: Wem war das in den 16 Tagen verborgen geblieben? Im Zentrum stand König Prince Damien I., der wohl netteste King aller Zeiten.
Piep, piep, piep - wir haben uns alle lieb? Nur auf den ersten Blick. Ist wie Schminke - drunter liegt die Wahrheit. So auch beim "Grossen Wiedersehen" des "Dschungeljahrgangs 2020". Elena redete über Danni nur als "Die links von mir", Markus meinte (ebenfalls über Danni): "Wir werden nie beste Freunde." Aber es gab auch ein, zwei versöhnliche Töne.
Danni Büchner im Zentrum! Eingerahmt von "Deko" (O-Ton Danni) - in diesem Fall Anastasija Avilova, Claudia "Ex-Wendlerin" Norberg, Toni Trips und Sonja Kirchberger. Mit Jammern, Lästern, Heulen und Kreischen schrieb Danni aber auch Geschichte: Nie wurde bei "IBES" jemand häufiger in die Dschungelprüfungen gewählt. Heulboje Danni kam auf zwölf Prüfungen.
An jedem einzelnen Tag der ersten Dschungelwoche lagen Danni (rechts) und Elena weit an der Spitze des Publikumsvotings. Das war keine Liebesbekundung, es ging um den Einzug in die Dschungelprüfungen. Jedesmal bekam das "Duo Infernale" deutlich über die Hälfte aller Publikumsstimmen. Zumindest das interpretierte Danni richtig: "Die wollen uns leiden sehen!"
"Für mich war das ein Spiel und ich hab's nicht gewonnen, so ist das." Markus Reinecke weiss: Man kann nicht jeden Trödel kriegen oder verticken. Auch mit Danni hat er sich versöhnt, auf seine Art: "Das ist abgehackt, ich bin nicht nachtragend. Wir haben 24 Stunden täglich ihr Ding abgekriegt. Aber das ist ja nicht mein Problem. Das ist ihres!"
Vize-König Sven Ottke bekam im Finale 5 Prozent mehr Stimmen als Danni und 60 Prozent weniger als Prince, pardon, King Damien. Der Ex-Boxer beteuerte: Er habe nicht gewusst, was auf ihn zukommen würde. Er habe das Dschungelcamp im Fernsehen nie verfolgt. "Für mich war's eine geile Erfahrung. Ich fühle mich erstmals nicht als erster Verlierer, sondern als zweiter Gewinner."
"Wir haben sie als 'Venusfalle' verpflichtet, aber sie wurde eher zum Thermomix", hiess Daniel Hartwich die Schauspielerin Sonja Kichberger (links) willkommen. Sie stülpte als Camp-Psychologin vor allem Marco Cerullo auf links. Bei Danni versagte sie. Die Büchnerin: "Ich wollte nix links und rechts hören, war zu festgefahren." Aber egal, denn: "Wir waren hier nicht, zum Freunde finden."
Erkannt? Der Mann links ist Marco Cerullo. Ja, der war auch im Camp! Nicht lange, aber länger als "Rausmeister Krause". Der Ex-Bundesverkehrsminister blieb auch dem Wiedersehen fern. Marco hatte ausser seinem "Energieschub", seiner Handy-Panik und Tränengestammel nichts zu bieten. Immerhin ist er ehrlich: "Ich hatte das voll unterschätzt."
"Ich hatte Bock auf die Krone! Ich war geschockt über mein frühes Aus. Ich dachte, ich hätte mich verhört." Die nur wenigen bekannte, manchen sogar völlig unbekannte (O-Ton: Sonja Zietlow) DSDS-Kandidatin Toni Trips schied als Zweite aus. Immerhin: "Man muss das Positive sehen. Ich verschwende meine Zeit nicht an unnütze Dinge."
Dass Anastasiya normalerweise besser aussieht als in den harten Dschungeltagen, weiss nicht nur der geneigte "Playboy"-Leser, sondern man sah es auch beim Wiedersehen. Bei den "Best of"-Szenen reichten ihre "Highlights" für knapp 15 Sekunden Nachklapp-Ruhm - und somit beinahe genauso "lange" wie bei der Wendler-Ex Claudia Norberg.
Wenn man ganz genau hinschaut, kann man unten rechts Raúl Richter erkennen! Unsichtbar war der nette Ex-Star aus "GZSZ" auch lange Zeit im Camp: "Ich bin hier die neutrale Schweiz!", sagte er selbst. Fünfmal blieb er mit den zweitwenigsten Publikumsstimmen gerade noch so in der Show. Es hat sich trotzdem für ihn gelohnt: "Ich habe zehn Kilo abgenommen!"
Doch, selbst die "Schwarze Witwe" Danni fand - teilweise - nach- und einsichtige Worte. "Es tut mir sehr, sehr leid, dass ich so viel Quatsch im Camp erzählt habe." Aber sie kann nicht aus ihrer Haut. Fast im selben Atemzug relativierte sie: "Sachen, die vorher nicht wichtig waren, sind es auch jetzt nicht."
"King Prince Damien I." spendete nicht nur - sofort nach seiner Krönung - 20.000 Euro für die Opfer der australischen Brandkatastrophe, sondern signierte auch einen Dschungelstern zum Verlosen. "Ich wäre auch noch zwei Wochen länger geblieben", sagte der König. Er ist so ein Lieber. Man gönnt ihm alle Ranger dieser Welt!
Mit Claudia (links) und Toni bildete Prince Damien das gutgelaunte "Smiley-Trio". Dabei hatte auch er Ängste zu überwinden. "Krabbeltiere mag ich - wenn es keine Insekten sind." Davon bekam er in den Prüfungen allerdings eine Menge ab. Seine authentische, nette Art bescherte ihm im Finale 80 Prozent der Stimmen.
Prince Damien gönnten alle den Sieg. Auch Danni, irgendwie. Sonja Zietlow sagte es treffend: "Bei aller Schadenfreude und Häme: Am Ende hat der gewonnen, der es ganz schön verdient hat!" Sie konnte es nicht fassen, dass er im Moment des Sieges an die Opfer der Brandkatastrophe dachte und spendete: "Was bist du nur für ein guter Mensch?"
War da noch was? Stimmt: die Bombe, die Elena (rechts) über Claudia Norberg zünden wollte! Im Camp verpufften die Ankündigungen wirkungslos. Und auch beim Wiedersehen gab sich Elena auf Nachfrage von Sonja unwissend: "Die Bombe ... ist, dass Prince gewonnen hat." Auch Claudias Name war Hase, sie wusste auch "von nix"! Der Rohrkrepierer des Jahres.
Nach dem Dschungel ist vor dem Dschungel. "Nur knapp 365 Tage", scherzte Daniel Hartwich. Die Messlatte für den Jahrgang 2021 liegt nicht sonderlich hoch: Mit 63 Sternen von 169 möglichen holten die Camper 2020 so wenige wie kein anderer Jahrgang zuvor. Wo ist Thorsten "Kasalla" Legat, wenn man ihn wirklich braucht?