Emmy Awards 2019: Das sind die Gewinner

In der Nacht auf Montag, den 23. September, wurden in Los Angeles die 71. Emmy Awards verliehen. Die Fantasy-Serie "Game of Thrones" stellte dabei zum Abschluss noch einmal ihren eigenen Rekord ein. Welche Schauspieler, Drehbuchautoren und Produktionen sich ebenfalls über den Erhalt des wichtigsten Prime-Time-Fernsehpreises freuen konnten – ein Überblick. © spot on news

Nicht alle Fans zeigten sich begeistert über das Serienende von "Game of Thrones" nach acht Staffeln. Dafür zahlte es sich für den Cast umso mehr aus: Bei der Preisverleihung in Los Angeles gab es gleich zwei Preise. Einmal die Auszeichnung als "Beste Drama-Serie" ...
... und für Peter Dinklage den Preis als "Bester Nebendarsteller in einer Drama-Serie". Eine Woche zuvor hatte die umjubelte HBO-Serie bei den Creative Arts Emmy Awards, die Nebenkategorien wie Effekte oder Schnitt würdigen, bereits zehn weitere Trophäen abgesahnt. Dinklage spielte in allen acht Staffeln von "Game of Thrones" die Rolle des Tyrion Lannister.
Noch ein Abräumer des Abends: Die Amazon-Serie "Fleabag". Die britische Produktion nahm gleich drei Preise mit nach Hause, in den Kategorien "Beste Comedy-Serie", "Beste Hauptdarstellerin" und "Bestes Drehbuch". Hier der Cast (v. l. n. r.): Andrew Scott, Phoebe Waller-Bridge, Sian Clifford und Brett Gelman.
"Fleabag"-Hauptdarstellerin und Überraschungssiegerin Phoebe Waller-Bridge hatte am Ende alle Mühe, ihre Trophäen tragen zu können. Sie war es übrigens auch, die das Drehbuch für die Serie verfasst hatte. Weitere Emmys erhielt die Sendung in den Kategorien "Beste Regie", "Bestes Casting" und "Beste Kamera".
Julia Garner überzeugte mit ihrer Rolle der jungen Kriminellen Ruth Langmore in der Drama-Serie "Ozark". Die 25-Jährige wurde als „Beste Nebendarstellerin“ ausgezeichnet.
Die Ehrung für die "Beste Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie" wurde Jodie Comer zuteil. Die 26-jährige Britin glänzte mit ihrer Rolle einer Auftragsmörderin in "Killing Eve".
Der Preis für den "besten Nebendarsteller in einer Comedy-Serie" ging an Tony Shalhoub, der in "The Marvelous Mrs. Maisel" Abe Weissman, den Vater der Hauptdarstellerin Rachel Brosnahan (Miriam "Midge" Maisel) mimt. Die Serie handelt von einer jungen Mutter, die in den 50er Jahren eine Karriere als eine der ersten weiblichen Stand-up-Comedians anstrebt.
Damit noch nicht genug. Das Team von "The Marvelous Mrs. Maisel" konnte sich am Abend über eine weitere Auszeichnung freuen. In der Kategorie "Beste Nebendarstellerin in einer Comedy-Serie" nahm Alex Borstein den Preis entgegen.
Billy Porter wurde als "Bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie" für seine Darstellung des Pray Tell in der Serie "Pose" mit einem Emmy Award geehrt. Sein Sieg gilt als Meilenstein: Er ist der erste offen homosexuell lebende Afro-Amerikaner, der mit diesem Preis bedacht wurde.
Den Preis als "Bester Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie" durfte Bill Harder für seine Rolle des Barry Berkman in der Serie "Barry" in Empfang nehmen. Die Geschichte handelt von einem Ex-Soldaten, der nun als Profikiller sein Glück versucht. Die Idee zu der Serie stammt übrigens ebenfalls von Harder.
Die Auszeichnung für den "Besten Nebendarsteller in einer Mini-Serie" ging an Ben Whishaw für seine Rolle in "A Very English Scandal". Es ist der erste Emmy für den Star aus "Das Parfum", der mit seiner Darbietung des homosexuellen Norman Scott an der Seite von Hugh Grant auf ganzer Linie überzeugte.
Die Mitwirkenden der Serie "Bandersnatch (Black Mirror)", darunter Charlie Brooker, Annabel Jones, Konnie Huq, Russell McLean und David Slade (v.l.n.r.), konnten sich über die Auszeichnung in der Kategorie "Beste TV-Serie" freuen.
Der Preis für die "Beste Mini-Serie" ging erwartungsgemäss an "Chernobyl". Die fünfteilige Serie über die Atomkatastrophe vom 26. April 1986 in Tschernobyl gilt als eine der besten Produktionen der TV-Geschichte. Hier freuen sich die Verantwortlichen (v.l.n.r): Stellan Skarsgård, Craig Mazin, Johan Renck, Jared Harris, Jane Featherstone, Sanne Wohlenberg und Carolyn Strauss.
Jubel auch bei Jharrel Jerome. Seine Darstellung eines zu Unrecht inhaftierten Jugendlichen in der Serie "When They See Us" war der Jury eine Auszeichnung in der Kategorie "Bester Nebendarsteller in einer Mini-Serie" wert.
Michelle Williams wurde für ihre Rolle der Gwen Verdon in der Serie „Fosse/Verdon“ als "Beste Hauptdarstellerin in einer Mini-Serie" geehrt. Ihre Dankesrede nutzte die vielfach ausgezeichnete Hollywood-Schauspielerin, um sich für mehr Gleichberechtigung und einen respektvolleren Umgang in der Filmbranche auszusprechen.
Patricia Arquette erhielt die Emmy-Trophäe in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin in einer Mini-Serie" für ihre Rolle der Clauddinnea "Dee Dee" Blanchard in "The Act". In den acht Episoden der Crime-Serie geht es um die Hintergründe eines wahren Mordfalls.