Emmy-Verleihung 2020: Das sind die diesjährigen Abräumer

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Trotz Corona-Pandemie fiel die jährliche Verleihung der Emmy Awards nicht aus. Stattdessen wurden die goldenen Pokale an fünf virtuellen Abenden verliehen. Nicht nur die 24-jährige Zendaya räumte ab. Auch eine deutsche Regisseurin ergatterte einen der begehrten Preise. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Moderator Jimmy Kimmel begrüsste die Fernsehzuschauer anfangs mit einem Wortspiel zu den "Pand-Emmys". Die Preisträger und Nominierten waren nicht im Saal anwesend, sondern wurden per Video zugeschaltet.
Zu den strahlenden Emmy-Gewinnerinnen zählt die deutsche Regisseurin Maria Schrader (Mitte). Sie hat den Emmy Award für die beste Regie in einer Miniserie gewonnen. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Arbeit in der Netflix-Serie "Unorthodox". Per Videoschalte erklärte sie, "sprachlos" zu sein. Die Auszeichnung komme "so unerwartet".
Mit insgesamt elf Emmys nachlegen konnte etwa die HBO-Miniserie "Watchmen". Die Serie, in der Regina King (Foto) die Hauptrolle der Angela Abar inne hat, galt mit insgesamt elf Nominierungen von Anfang an als absoluter Favorit in den Hauptkategorien. Regina King wurde als beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie ausgezeichnet.
Ein weiterer Emmy für "Watchmen": Yahya Abdul-Mateen II wurde zum besten Nebendarsteller in einer Miniserie gekürt. In seiner Rede bedankte er sich auch bei Regina King: Sie sei "die beste Serien-Partnerin, die man sich vorstellen könne".
Die Schöpfer des elfmaligen Emmy-Gewinners "Watchmen", Damon Lindelof (l.) und Cord Jefferson, übten in ihrer Rede Kritik: "Dieses Land vernachlässigt seine eigene Geschichte oft zum eigenen Nachteil." Die Serie "Watchmen" handelt von aktuellen Themen wie Rassismus und Polizeigewalt.
"Succession" sicherte sich unter anderem den Preis für die beste Dramaserie und den besten Schauspieler in einer Dramaserie: Jeremy Strong, der in der Serie Kendall Roy verkörpert, ergatterte die Trophäe.
Beste Nebendarstellerin in einer Dramaserie wurde Julia Garner. In der Netflix-Serie "Ozark" spielt sie die junge Kriminelle Ruth. Bereits 2019 erhielt Garner für ihre Darstellung der Figur einen Emmy.
Billy Crudup (r.) holte sich den Emmy Award für den besten Nebendarsteller in einer Dramaserie für "The Morning Show". An der Seite der Schauspielgrössen Jennifer Aniston (l.) und Reese Witherspoon (2.v.l.) spielt Crudup einen Manager.
Der Emmy für den besten Hauptdarsteller in einer Miniserie ging an Mark Ruffalo für "I Know This Much Is True". In der HBO-Serie spielt Ruffalo eine Doppelrolle, die Zwillingsbrüder Dominick und Thomas Birdsey.
Die kanadische TV-Serie "Schitt’s Creek" holte die sieben Hauptpreise der Comedy-Kategorie, inklusive der Preise vom Vorabend sogar neun - das hatte es zuvor noch nie gegeben. Die Serie handelt von einer einst reichen Familie, die ihr Vermögen verloren hat und seitdem in einem Motel lebt. Catherine O'Hara (r.) und Eugene Levy (l.) nahmen die Preise für die besten Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie mit nach Hause.
Dan Levy (r.) und Annie Murphy (l.) gewannen mit "Schitt’s Creek" in den Nebendarsteller-Kategorien. Dan Levy staubte insgesamt drei Emmys ab: Er erhielt auch die Preise für das beste Drehbuch und die beste Regie.
Komiker und Hollywoodstar Eddie Murphy durfte am Samstagabend seinen ersten Emmy mit nach Hause nehmen. Erhalten hat er den Preis für einen gefeierten Gastauftritt bei der berühmten Sketchshow "Saturday Night Live", den er im vergangenen Jahr hingelegt hatte - eine Rückkehr zu seinen Comedy-Wurzeln nach stolzen 35 Jahren.
Ebenso wie Eddie Murphy gewann Maya Rudolph einen Emmy als bester Gaststar in einer Serie. Bei "Saturday Night Live" trat sie als Senatorin Kamala Harris auf.
"The Mandalorian", die erfolgreiche "Star Wars"-Serie des Streamingdienstes Disney+, ist mit insgesamt sieben Emmys ausgezeichnet worden. Die Serie setzte sich unter anderem in den Kategorien "Visuelle Effekte", "Tonbearbeitung", "Tongestaltung", "Produktionsdesign" und "Kameraführung" durch. Es sind zugleich die ersten Emmys für Disney+.