Heidi, wir haben ein Problem! Die Modelmama will dieses Jahr bei GNTM "closer than ever" sein - sie kommt aber nur ihren Models näher, während die Zuschauer der Show zunehmend fernbleiben. Noch nie waren die Quoten bei "Germany's next Topmodel" so schlecht wie in der aktuellen Staffel. Woran liegt's?

Dabei gibt sich Heidi Klum in der neuesten Ausgabe der ProSieben-Show besonders viel Mühe. Sie ist plötzlich viel freundlicher und zuvorkommender. Und vielleicht ist genau das ihr Problem. Heidi tröstet, umgarnt und umarmt - dabei hat sie in den letzten Staffeln doch immer betont, was für ein Haifischbecken die Modelbranche sei. Jetzt sagt sie: "Ihr könnt immer zu mir kommen. Egal was ist."

So kennen wir das Model doch gar nicht. Von so viel zuvorkommender Nettigkeit sind offenbar aber nicht nur die Zuschauer irritiert, sondern vor allem die mitwirkenden Kandidatinnen. Eine von ihnen sagt im Interview mit ProSieben: "Ich hab echt gedacht, die wäre distanzierter zu uns. Die ist aber offen und total locker."

Heidi Klum, die Busenfreundin

Plötzlich ist Heidi also die Busenfreundin und schaut ihren Schützlingen beim Lernen zu und ist scheinbar völlig aus dem Häuschen: "Nutzt die Zeit Mädels. Ihr seid nicht nur schön, ihr seid auch smart." Vorbei sind die Zeiten, in denen Heidi ihren Schützlingen knallhart sagte: "Du musst hübscher im Gesicht werden." Oder: "Der Fotograf muss dir immer sagen, dass du dich lang machen musst, weil du ein bisschen mehr Sport machen musst."

Heidi Klum, die One-Woman-Show

Doch damit nicht genug. Heidi Klum ist in der aktuellen Staffel von "Germany's next Topmodel" die absolute Oberchefin - zusammen mit dem medialen Overkill der letzten Wochen ist das vielleicht auch zu viel des Guten. Neben der besten Freundin spielt sie noch Moderatorin und Off-Kommentare-Sprecherin, Psychotherapeutin sowie Jurorin in einem. Die anderen beiden Juroren haben kaum was zu melden. Und wenn sie etwas sagen, zählt am Ende doch wieder nur Heidis Wort. Und die Kandidatinnen? Die scheinen lediglich Zierde zu sein.

(kom)