Golden Globes 2017: Die Tops und Flops des Abends

Ein Moderator ohne Text, eine bemerkenswerte Dankesrede und eine völlig überraschende Niederlage: Wie bei jeder Preisverleihung gab es auch bei den Golden Globe Awards Gewinner und Verlierer des Abends.

TOP: Der grösste Gewinner des Abends war natürlich das Musical "La La Land". Sieben Auszeichnungen bei sieben Nominierungen bedeuten einen Rekord für die Golden Globes. Der Film und seine Stars Ryan Gosling (l.) und Emma Stone, sowie Regisseur Damien Chazelle sind damit jetzt auch die grossen Favoriten bei den Oscars.
TOP: Meryl Streeps Dankesrede war bemerkenswert. Sie sprach über die unterschiedliche Herkunft der Schauspieler im Raum und die Vielfalt der Kunst, die sich daraus ergibt. Streep mahnte eindrucksvoll, was droht, wenn die Mächtigen - sie meinte in erster Linie Donald Trump - "ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren: Dann verlieren wir alle." Grosse Worte einer grossen Dame.
TOP: Ganz unpolitisch war die lustigste Rede des Abends. Kristen Wiig und Steve Carell vergaben den Preis für den besten Animationsfilm und schwelgten in Erinnerungen an ihre ersten Kinobesuche - die sich als extrem traumatisch herausstellten. Carells Eltern trennten sich nach einem Besuch bei "Fantasia", Wiig besuchte Bambi an dem Tag, als ihre Hunde eingeschläfert wurden. Comedy-Gold.
FLOP: Die Serie "Westworld" galt als einer der Favoriten - vor allem in den Darsteller-Kategorien. Aber weder Evan Rachel Wood noch Thandie Newton konnten einen Preis gewinnen, die Serie ging am Ende völlig überraschend komplett leer aus.
FLOP: Überhaupt war es ein schwarzer Abend für HBO. Nicht nur "Westworld", auch "Game of Thrones", "The Night of" und "Veep" gingen leer aus. Kein einziger Globe für den Kabelkanal - damit hatte niemand gerechnet.
TOP: Es klingt komisch, einen Film als Gewinner des Abends zu benennen, der nur einen Preis abräumen konnte. Aber für "Moonlight" war es eben der Golden Globe für das beste Drama des Jahres, womit der Film als schärfster Konkurrent von "La La Land" ins Oscar-Rennen geht. Der letzte Film, der nur genau diesen einen Preis bekam, war "12 Years a Slave" - der dann auch bei den Oscars triumphierte.
FLOP: Ist es wirklich so schwierig, die Filme "Hidden Figures" und "Fences" auseinanderzuhalten? Schon bei einem Interview auf dem roten Teppich sprach eine NBC-Reporterin von dem Drama "Hidden Fences". Auf der Bühne stellte dann auch Michael Keaton (Foto) die nominierte Nebendarstellerin Octavia Spencer als Schauspielerin aus "Hidden Fences" vor. Peinlich!
TOP: Bei den TV-Mini-Serien hatten viele mit einem Durchmarsch von "The People vs. OJ Simpson" gerechnet. Es kam aber ganz anders: Drei der vier Darsteller-Preise gingen an die britische Agenten-Serie "The Night Manager". Tom Hiddleston (Foto) als Hauptdarsteller, Hugh Laurie und Olivia Colman als Nebendarsteller bekamen je einen Globe überreicht.
FLOP: Wo es Überraschungs-Gewinner gibt, da gibt es natürlich auch Überraschungs-Verlierer. Courtney B. Vance hatte für "The People vs. OJ Simpson" vor den Globes alle wichtigen anderen Preise gewonnen. Ausgerechnet jetzt endete seine Siegesserie.
TOP: Er sagte nur einen Satz auf der Bühne ("This is our Movie 'Lion'"), aber mit seinem Auftritt verzauberte der kleine Sunny Parwar (l.) den gesamten Saal. Der Nachwuchsschauspieler stellte zusammen mit Dev Patel (r.) den gemeinsamen Film "Lion" vor, der als bestes Drama nominiert war und dürfte dabei so manchen Fan hinzugewonnen haben.
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