"Let's Dance": Pascal Hens gewinnt gegen Ella Endlich - Nur einer stiehlt allen die Show

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Dank seiner Sympathien beim Publikum gewinnt Ex-Handballprofi Pascal Hens "Let's Dance" hauchdünn vor einer brillant tanzenden Ella Endlich. Den meisten Beifall im Finale bekam ein anderer.

Getragen auf einer Sympathiewelle zum Sieg bei "Let's Dance": Pascal Hens und Profipartnerin Ekaterina Leonova holten sich den "Dancing Star 2019". Der Ex-Handballer gewann nach Zuschauer-Voting hauchdünn vor Ella Endlich. Nach der Jurywertung lagen Hens und Endlich gleichauf mit jeweils sagenhaften 90 Punkten.
Im Goldregen streckt Pascal Hens seinen "Dancing Star" empor. Der Handball-Hüne gewann die Herzen der TV-Zuschauer vor allem, weil er stets bescheiden blieb. Anders als Ella Endlich buhlte er nicht etwa um Anrufe. Er sagte nur: "Wir werden sehen, wie es ausgeht. Und schönen Dank nach Hamburg an die Familie. Bald ist der Papa wieder da."
Schade bei einem fesselnden "Final-Duell", das vor allem zwischen Pascal Hens und Ella Endlich ausgetanzt wurde, war, dass Benjamin Piwko etwas auf der Strecke blieb. Dass es der gehörlose Kampfsportler überhaupt so weit bis unter die letzten drei geschafft hatte, brachte ihm nicht nur von seiner Profipartnerin Isabel Edvardsson den höchsten Respekt ein.
Schliesslich ist der Kampfsportler gehörlos. Die Musik, zu der er sich bewegen soll, spürt er allenfalls. Seine Profi-Partnerin Isabell Edvardsson meinte stellvertretend für sehr viele: "Du hattest die schwersten Voraussetzungen von allen. So viel Leidenschaft in jede Choreografie zu bringen, das ist einmalig."
Thomas Hermanns ist bekennender "Let's Dance"-Fan. Im vergangenen Jahr nahm der Comedian selbst an der Tanzshow teil. Bei der letzten Show nun sass er im Publikum. Und der Kenner brachte es auf den Punkt. Hermanns: "Das Finale war breathtaking."
Einmal mehr für Atemnot sorgte Ella Endlich. Bei ihren drei Auftritten - Jurytanz, Lieblingstanz und Freestyle - erhielt sie jeweils die Jury-Höchstwertung. Dass es für den Gewinn der Staffel dann doch nicht gereicht hatte, lag daran, dass sie vielen der abstimmenden TV-Zuschauern zu professionell erschien.
Ella Endlichs letzte Hebefigur bei "Let's Dance" endete in einem Spagat und in den Händen ihres Profipartners Valentin Lusin. Tänzerisch mag die Sängerin wohl die Beste gewesen sein. Alle Sympathien konnte sie aber nicht gewinnen. Vorwürfe in den sozialen Medien lauteten beispielsweise, sie sei ein "Tanz-Roboter".
Über den modischen Geschmack von Juror Jorge González, im Finale mit Monokel, mag man streiten. Unbestritten hingegen ist, dass "Let's Dance" eine bärenstarke Staffel geliefert hat. Beleg dafür: Chef-Juror Joachim Llambi zückte allein für Ella Endlich zehnmal die Kelle mit der "10". So oft wie noch für keinen anderen zuvor.
And the winner is ...: Ja, Pascal Hens holte den "Dancing Star", aber Oliver Pocher erhielt im Finale eine Showeinlage, die nur auf ihn zugeschnitten war. Das hatte es in der Geschichte von "Let's Dance" so noch nicht gegeben. Der Comedian wurde endgültig zum unterhaltsamsten Teilnehmer in dieser Staffel des RTL-Promi-Tanzens.
Pocher performte zunächst wie bereits gesehen als Freddie Mercury. Daraufhin wurde er noch mutiger. Als "Baby" aus "Dirty Dancing" zeigte er sich. Und in einem Body, den sonst wohl nicht jede Frau anziehen würde.
In einer extra für ihn auf die Beine gestellten Showeinlage schlüpfte Pocher in verschiedene Rollen. Unter anderem flog er in der Rolle von "Baby" aus "Dirty Dancing" getragen von den Händen einiger Profitänzer über das Parkett. Er liess sich tragen, laut seines Gesichtsausdruckes litt er womöglich auch unter diesen Strapazen.
Im schwarzen Body, der Jennifer Beals einst bei "Flashdance" (1983) sicher besser gestanden hatte, ergoss sich über ihn schliesslich die berühmte Wasserdusche. Entertainment pur!
Muss Daniel Hartwich Angst um seinen Job haben? Nach Pochers Gaga-Auftritt wurden Forderungen in den sozialen Medien laut, er sollte im kommenden Jahr die gesamte Moderation von "Let's Dance" übernehmen.