"Let's Dance": Zoff, Tränen, Enttäuschung und ein "Totentanz" - Oliver Pocher scheidet aus

Bei aller Perfektion auf dem Tanzparkett: "Let's Dance" ist eine Unterhaltungs-Show - und in der diesjährigen Staffel hat sie völlig überraschend ihren besten Entertainer verloren. Wer weiterkam, wer Tränen lachte und welcher Profi beleidigt von der Bühne floh, erfahren Sie in der Bildergalerie mit den Höhepunkten aus der achten Show der RTL-Tanzgala.

Die Enttäuschung stand ihm am Ende doch ins Gesicht geschrieben. Oliver Pocher ist raus bei "Let's Dance". Damit verliert das RTL-Promi-Tanzen seinen grössten Unterhalter. Wer sonst noch Tränen vergoss und mächtig Zoff hatte, erfahren Sie hier in der Bildergalerie.
Zunächst die gute Nachricht: Oliver Pocher wird erneut Vater, zum nunmehr vierten Mal. Im Einspielerfilm bezogen sich der Comedian und Profi-Partnerin Christina Luft darauf. Sie fragte angesichts von Pochers Bäuchlein: "Ist Spider-Man eigentlich schwanger?" Daraufhin Pocher: "Nein, Spider-Man nicht."
Die achte Live-Show von "Let's Dance" stand unter dem Motto "Die schönsten Film- und Fernsehmelodien". Oliver Pocher wurde unter anderem zu James Bond. Damit schloss er nahtlos an die vergangene Sendung an. In der stellte er sich wie John Travolta in dem Tarantino-Klassiker "Pulp Fiction" dar.
Es war erneut nicht schlecht, was Pocher diesmal zur Titelmusik von "Goldfinger" ablieferte. Joachim Llambi lobte sogar einige Tanzschritte bei einer Rumba und eine gute Atmosphäre. Aber der Chef-Juror bemängelte: "In der Hüfte war tote Hose." Hä? Hatte Llambi womöglich etwas nicht mitbekommen? Pocher wird zum vierten Mal Vater.
Beim Gaudi-Spektakel "Discofox-Marathon" gab Oliver Pocher noch einmal alles. Er zog sich aus, er wälzte sich auf dem Boden, er tanzte wie ganz am Anfang der Staffel angekündigt endlich seine Geburt nach. Und er wollte nach seinem Ausscheiden unter den letzten drei Paaren gar nicht erst vom Parkett. Ein Produktionshelfer musste einschreiten.
Doch Pochers Liebesmüh war am Ende vergebens. Nach dem Zuschauer-Voting musste er die Show verlassen. Dabei warb er noch mit Inbrunst und Witz um die Gunst des TV-Publikums: "Meine Damen und Herren, Sie haben es mitbekommen: Jetzt sind es vier Kinder. Und wenn sie nicht wollen, dass ich wie die Wollny ende, rufen Sie an."
Eine Verletzung will niemand auch nur irgendjemandem wünschen. Ein Pocher-Comeback wäre für das Format aber auch nicht so übel. Das liegt unter anderem auch an einer wirklich überzeugenden Perfektion Ella Endlichs. Obwohl Woche für Woche überragend, fliegen die Sympathien der Sängerin nicht zu. In den sozialen Netzwerken wird sie als "Tanzroboter" beschrieben.
Kaum zu glauben, aber Ella Endlich war einmal nicht die beste Tänzerin des "Let's Dance"-Abends. Für einen Jive bekam sie "nur" 29 Punkte. Vor ihr: Nazan Eckes! Die Moderatorin verzauberte mit einem Contemporary. Vor allem Chef-Juror Joachim Llambi war völlig aus dem Häuschen.
"In deinem Contemporary waren so viele Schwierigkeiten drin, die andere nicht getanzt haben", lobte Joachim Llambi. Nazan Eckes "flog" unter anderem ungeschützt in den Arm ihres Partners Christian Polenc. Dieser Sprung wirkte wie ein Stunt. Llambi adelte die bisher doch etwas blasse Moderatorin: "Das war der stärkste Contemporary dieser Staffel."
Barbara Becker und Massimo Sinató tanzten ebenfalls einen Contemporary. Diesen aber mit ungleich mehr Drama als Nazan Eckes. Becker wollte ihre angeblich so leidvolle Lebensgeschichte zum Ausdruck bringen. In dieser steckt auch die Scheidung von einem einst sehr berühmten Tennisspieler. Bei dieser ging es übrigens um ein Millionenvermögen.
Während Pocher bei seinen Auftritten vor Witz sprühte, dominiert bei Becker stets der Hang zum Drama. Beckers Contemporary über sich selbst liess nicht nur Joachim Llambi mit Fragezeichen zurück. Der Chef-Juror fragte: "Es war sehr viel Leid, dass du uns mitgeteilt hast. Gab es in der Beziehung keine Freude?"
Dass Motsi Mabuse bei "Let's Dance" heult, ist freilich nichts Besonderes. Diesmal aber schossen der Jurorin wegen eines Lachanfalls die Tränen aus den Augen. Sie sagte, dass sie in ihren ganzen Jahren bei dem Promi-Tanzen noch nie so viel gelacht hätte. Schuld daran war die amtierende "Dschungelkönigin" Evely Burdecki.
Joachim Llambi kritisierte nach Burdeckis Rumba ihren "starren Gesichtsausdruck". Die "Dschungelkönigin" indes verwies auf die Ernsthaftigkeit der Geschichte ihres Tanzes. "Ich habe doch mit einem 'Toten' getanzt", sagte sie. Dieser "Tote" aber war der sehr lebendige Profi-Tänzer Evgeny Vinokurov. Dieser fühlte sich fortan tödlichst beleidigt.
Vinokurov sah die Ernsthaftigkeit des Tanzes - er beschrieb des Verlust eines geliebten Menschen - in die Lächerlichkeit gezogen. Nach der Punktevergabe stürmte er von der Bühne und liess Evelyn zurück. Später rechtfertigte er sich: "Ich war enttäuscht von der Kritik. Wir haben uns Mühe gegeben, hart gearbeitet und dann nur Spass zu machen, das hat mich enttäuscht."
In der kommenden Sendung sind es nur noch sechs Paare bei "Let's Dance". Oliver Pocher und Christina Luft werden fehlen. Schade! Sie brachten zwischen Roboter-Perfektion und Leid des Lebens eben immer auch Freude in eben dieses. Die nächste Folge läuft freilich wieder freitags bei RTL. Dann am 24. Mai, wie gewohnt um 20.15 Uhr.