Brisanter Streit bei "Let's Dance" zwischen Massimo Sinató und Joachim Llambi

Kommentare222

Massimo Sinató und Joachim Llambi kriegen sich bei "Let's Dance" auch schon mal in die Haare. Diesmal spitzte sich der Konflikt zu. Es ging um eine Samba.

Seinen eigenen Auftritt hatte erneut Jorge González. Nach einem Irokesenschnitt aus Kabelbindern wurde er nun zum Vogel. Der Juror trug eine Feder am linken Auge. Nicht nur Joachim Llambi war darüber erstaunt. Der Chef-Juror spottete nach einem Tanzfehler: "Jorge hat's auch gesehen, trotz nur eines Auges heute."
Benjamin Piwko konnte wieder lachen. Erst bei der letzten Show war er unglücklich auf seinen Rücken gestürzt. Die Verletzung hatte Folgen. Der gehörlose Athlet konnte vor der Show nur mit "angezogener Handbremse" trainieren, wie er beschrieb. Trotz des Handicaps reichte es für ihn. Piwko ist weiter.
Und Oliver Pocher? Für einen angeblich respektlosen Spruch gegenüber dem gehörlosen Benjamin Piwko kassierte er bei der letzten Sendung Buh-Rufe. Diesmal besann Pocher sich auf das Wesentliche: die Unterhaltung. Der Comedian war im John-Travolta-Style aus dem Film "Pulp Fiction" zu sehen. Darin sah er echt gut aus. Doch es kam noch viel besser.
Ungewöhnlich präsentierte Pocher sich im Vorfeld bei Twitter. Der Comedian kommentierte: "Warum ich bei 'Let's Dance' mitmache? - Für mich ist sehr wichtig, dass ich mich auch mal von einer anderen Seite präsentieren kann!" Dabei zeigte er sich wie auch später in der Show in Lack und Leder. Für eine tobende Halle sorgte aber ein anderer.
Das hatte es in zwölf Jahren "Let's Dance" so noch nicht gegeben. Joachim Llambi höchstpersönlich fegte über das Parkett. Was innerhalb des neuen "Jury-Team-Tanzes" passieren würde, kündigte der Chef-Juror so an: "Reissen Sie die Stühle raus, küssen sie ihren Nachbarn, tanzen Sie Polonaise. Heute wird die Bude hier abgehen, das ist der Wahnsinn."
Das Publikum im Studio war tatsächlich aus dem Häuschen. Lauter wurde in Köln-Ossendorf noch selten gejubelt. Motsi Mabuse erklärte den Grund. "Herr Llambi hat zum ersten Mal hier richtig getanzt", rechnete sie vor. Für einen Profi-Tänzer, der immerhin seit der ersten Sendung im April 2006 als Juror dabei ist, wahrlich eine reife Leistung.
Doch Joachim Llambi blieb nicht unumstritten an diesem Abend. Er erregte den Zorn vor allem eines Tänzers: Massimo Sinató. Der Profi hatte für Partnerin Barbara Becker eine sehr schnelle Samba-Choreografie erarbeitet. Becker flog zunächst über das Parkett als hätte sie Federn unter den Sohlen, wie der Chef-Juror meinte.
Diese erste Kritik Llambis war schon kein gutes Zeichen. Und er legte nach. Über Beckers übermotivierte Leistung, die in einer Dschungel-Kulisse tanzte, sagte er: "Du hast hier so reingeklotzt. Der Wald ist im Grunde abgesägt." Samba-Bewegungen allerdings hätte er kaum gesehen, so Llambi.
"Ich bin nicht ganz Ihrer Meinung", fiel Sinató dem überraschten Llambi ins Wort. Der Tänzer bemühte fortan die Geschichte. Und griff weit in die Vergangenheit zurück. "Der weisse Mann hat die Samba aus Brasilien genommen und hat sie europäisiert", so sein Vorwurf.
Sinató weiter: "Meine Familie lebt in São Paulo. Die Samba in Brasilien ist nicht das, was wir unter Samba verstehen." Im Meinungsaustausch beging Sinató gegenüber dem Chef-Juroren beinahe noch Majestätsbeleidigung. Der Tänzer: "Ich habe eine Mischung zeigen wollen. Das war meine Entscheidung. Sie entscheiden nicht, sondern der Choreograph!"
Zwischen Streit und Jubel blieb vor allem eine seelenruhig: Ella Endlich. Mit einem Slowfox erreichte sie einmal mehr die Höchstwertung von 30 Punkten.
Und noch ein Highlight von der überragenden Tänzerin. Endlich (zweite von rechts) performte bei den Team-Tänzen gemeinsam mit Pascal Hens sowie Motsi Mabuse und deren Mann. Joachim Llambi hatte wegen der Perfektion eine Idee. Er will in der kommenden Woche Ella Endlich Schmierseife auf das Parkett auftragen lassen.
Als Leichtathletin lief Sabrina Mockenhaupt ihren Konkurrentinnen oft davon. Bei "Let's Dance" war es umgekehrt. "Mocki" konnte mit den anderen nicht mithalten. So auch in der siebten Live-Sendung. Nur zwölf Punkte bekam sie für einen Paso Doble. Mockenhaupt muss die Show verlassen, Evelyn Burdecki (19 Punkte) ist weiter dabei.
Nach dem Ausscheiden Mockenhaupts sind noch sieben Paare bei "Let's Dance" dabei. In der kommenden Woche erwartet sie eine besonders beliebte Aufgabe. Sie tanzen den Discofox-Marathon. zu sehen ist dieser weitere Höhepunkt kommenden Freitag, 18. Mai, 20.15 Uhr, RTL.