"Llambis Tanzduell": "Let's Dance"-Stars Isabel Edvardsson und Marta Arndt verzweifeln in Irland

Wenn sich Profis plötzlich wie Anfänger fühlen ... dann hat Joachim Llambi wieder zwei "Let's Dance"-Stars auf eine Mission Impossible geschickt. In Irland gab es Frust, lädierte Zehen und wenig Punkte. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Es war der finale Härtetest in der sechsten und vorerst letzten Folge von "Llambis Tanzduell": Der "Let's Dance"-Chefjuror schickte Marta Arndt (l.) und Isabel Edvardsson nach Irland. In Galway erlebten beide eine Art Waterloo. "Wir haben kein Talent und wir haben keine Zeit", schimpfte die Schwedin. "Also: Arschkarte!"
Dabei hatte es eigentlich so vielversprechend angefangen für Llambis "Blondis": Beide reisten voller Neugierde auf die grüne Insel. Und die Chemie zwischen Isabel und der sieben Jahre jüngeren Marta stimmte von Beginn an. "Marta ist ein Sonnenschein", sagte die Schwedin. "Sie ist so süss. Man möchte sie immer knuddeln."
Viel Zeit dafür blieb allerdings nicht: In der alten Ritterburg von Galway führte Tanztrainer Chris, der Irish Dance praktiziert, seit er vier Jahre alt ist, die Besucherinnen in die ersten (noch leichten) Tanzschritte ein.
Der Irish-Dance-Master hatte Hoffnung, dass man den Traditionstanz in nur drei Tagen lernen kann. Musste er ja auch haben, nachdem Llambi auch diesmal diese Frist gesetzt hatte. Ein besonders frecher Macho-Gast im Pub sah das nach der Schluss-Aufführung anders. Er empfahl Isabel und Marta weiteres Training - für sieben Jahre.
Es sind atemberaubend schnelle Schritte, die den Irish Dance ausmachen. Und dann kommen auch noch die Stahlkappen-Schuhe hinzu, sodass man jede Fussbewegung genau hört. "Es ist wahnsinnig synchron", schimpfte Isabel rasch. "Es gibt keine Möglichkeit, was auszugleichen."
Rasch machte sie äusserst schmerzhafte Erfahrungen mit den eigenen Stahlkappen: "Ich fange gleich an zu heulen", schluchzte Isabel. "Wie soll das gehen?"
Doch auch die jüngere Deutsch-Polin Marta geriet schnell ins Schwitzen. "Ich war verzweifelt", klagte sie, als sie mal wieder die komplizierten Schrittfolgen verpfuschte. "Man kann doch nicht so blöd sein und sich das nicht merken!"
Und dann mussten die "Let's Dance"-Stars ja auch noch gegeneinander antreten. "Marta ist richtig schnell", musste Isabel eingestehen. "Sie ist eine der allerbesten Tänzerinnen von uns."
Allerdings ist Nervenkraft nicht unbedingt die Stärke der 30-Jährigen. "Ah, mein Gehirn explodiert", schimpfte Marta immer wieder. "Totale Überforderung."
Wichtig war allerdings auch, sich nicht von den irren Spässchen von Tanzlehrer Chris einschüchtern zu lassen. Der machte den beiden Schülerinnen aus Deutschland ziemlich verrückte Vorschläge für ihre geforderten Solo-Einlagen.
Lehrreich war die Erfahrung für die beiden allerdings allemal. Vor allem, weil sie wieder Demut lernen mussten. "Normalerweise sind wir die Profis", sagte Marta. "Hier waren wir die Anfänger."
Isabel tat sich sichtlich schwer mit der Aussicht, sich vor Publikum komplett zu blamieren. "Ich weiss nicht, wie ich das hinkriegen soll", meckerte sie.
Zum Glück gab's in Galway aber auch entspanntere Momente. Dann nämlich, als Tanzlehrer Chris die beiden Irish-Dance-Novizinnen zum Musikabend in ein traditionelles Bauernhaus mitnahm.
Immerhin hatte Chris gemerkt, dass die Nerven seiner Schützlinge blank lagen. "Sie kriegen gerade Panik", stellte er fest. Und damit lag er ziemlich richtig.
Vor allem Isabel hatte grossen Respekt vor der öffentlichen Darbietung, für die Chris den O'Connor's Pub im Herzen von Galway ausgewählt hatte. "Ich weiss nicht, wo ich bin", meinte die Schwedin. Und das war nicht nur eine Frage der Orientierung. Sie war komplett durch den Wind.
Tatsächlich ging beim Finale auch einiges schief. Isabel rutschte etwa von ihrem flachen Tanzpodest ab. "Man muss schon sagen, dass Isabel mehr Fehler gemacht hat", urteilte Chris.
Die Pub-Besucher waren von den Girls aus Germany allerdings dann doch sehr begeistert. Sie sind eben höflich, diese Iren. Und von Isabel und Marta fiel sichtlich eine grosse Last ab. "Ich hatte nicht gedacht, dass Ihr es dann doch so gut hinkriegt", urteilte aus der Ferne Joachim Llambi.
Mit den Punkten geizte der "Let's Dance"-Chefrichter dann allerdings doch wieder mal. Mehr als jeweils 6 von 10 möglichen Punkten wollte er für Isabel und Marta nicht rausrücken.
Etwas grosszügiger waren die Iren vor Ort: Sie diskutierten lange und entschieden sich letztlich dafür, Isabel mit 7 und Marta mit immerhin 8 Punkten zu belohnen. Und so trug die gebürtige Polin den "Duell"-Sieg davon.