"Ninja Warrior Germany": Haarsträubendes Attentat auf "Buschi" Buschmann

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Frank Buschmann Opfer eines haarsträubendes Attentats, Tränendrüsendramen - und ein wahrer Athletenkrimi: Was für ein Auftakt zur vierten Staffel der Muskelshow "Ninja Warrior Germany".

RTL nennt NWG selbstbewusst "die stärkste Show Deutschlands". Fakt ist, dass diese über ein bockstarkes Moderatoren-Duo verfügt. "Ich hoffte, dass jemand anderes kommt als du", frotzelte Buschi (rechts). Jan Köppens Konter: "Vielleicht bin ich gar nicht Jan Köppen. Vielleicht bin ich Manuel Neuer!" Der Buschi-Schmatzer war verdient!
300.000 Euro kassiert der Sieger von NWG, wenn er den Mount Midoriyama erklimmt. Alexander Wurm (23) hat gute Chancen, er war "Last Man Standing 2018". Wer auf seinen Favoritentod lauerte, wurde enttäuscht. Alexander, Yoga- und Boulder-Spezialist sowie Teilnehmer an allen (!) NWG-Shows seit 2016, flog souverän durch den Parcours.
Bei Alexander Wurm geht es oft um nur Haaresbreite - vorbei. Im letzten Jahr in der dritten Staffel schaffte er es als erster in der NWG-Geschichte auf den Mount Midoriyama, allerdings um Sekunden zu langsam. Diesmal wollte er als Erster die neue, fünf Meter hohe "Mega-Wall" bezwingen und dafür 2.000 Euro kassieren. Wieder fehlten nur Zentimeter.
"Nach gefühlt 0,2 Nanosekunden mit dem Röckchen ins Wasser. Das ist Rekord." Buschi stammelte, war entsetzt. Man kann eben auch als Minderleister Meilensteine setzen: Dave Grabert (28), der im Kostüm seiner liebsten Manga-Figur antrat, rutschte gleich beim ersten Hindernis, genaugenommen beim ersten Schritt ins Aus.
Sieht lustig und relaxt aus, war aber schiere Verzweiflung: Gefühlte Minuten hing Jekaterina Konanchuk (38) im neuen "Ring-Raster" fest. Sie konnte sich dann doch befreien - nur um anschliessend im dreifachen "Einraster" baden zu gehen. Immerhin: Sie kam so weit wie ihr Ehemann und Pole-Dance-Partner Roman (40).
Viola Weiermüller ist eine Powerfrau. Am Ende kniete ihr Ehemann huldigend vor der 53-Jährigen - obwohl sie knapp vor dem Halbfinaleinzug gescheitert war. Auch Buschi verneigte sich: Er habe schon ein Poster von Viola in seinem Büro hängen, sagte er und versprach: "Aus dem Poster mach ich ne Tapete!"
Astrid Sibon (26, Buschi: "Ein Tier!") ist eine der stärksten Frauen im "Ninja Warrior"-Sport und war "Last Woman Standing 2018" in der Schweiz. Den Coup wiederholen kann sie in Deutschland diesmal nicht. Sie finishte zwar als einzige Frau in der Vorrunde, stürzte in Runde zwei aber an der Himmelsleiter.
"Altobelli, was ein Staffelstart!" jubelte Buschi, als Tatjana Holz (29) als erste Athletin die Staffel eröffnete. Sie ging den "Einraster" grimmig wie einen Feind an (Buschi: "Guck dir das Gesicht an!") Tatjana, von Buschi zur "Miss Griffkraft" geadelt, qualifizierte sich als erste Frau fürs Halbfinale im November.
Sportlich war der Auftritt von Angelo Höfele (53) sehr kurz. Trotz ambitionierter Ziele ("Der Parcours wird rasiert!") war schon an der Drehscheibe Sense. In Erinnerung wird er dennoch bleiben. Im letzten Jahr hatte er versprochen, "was mit Buschis Haaren zu machen". Er hielt Wort, machte Buschi die Haare schön - und schenkte ihm eine Perücke.
Über andere spotten kann jeder. Buschi, der geniale Wortschöpfer ("Kampfknubbel") sowieso. Richtig gross ist der, der sich selbst auf die Schippe nehmen kann. Und Buschi kann's. Er nahm das haarige Attentat humorvoll und trug die Perrücke mit Würde, Schlapphut und Selbstironie: "Wie kann man sich nur so zum Affen machen!"
Die Leibers aus Steinbach sind die "crazy Family" von NWG. Diesem Ruf wurden sie gerecht - und brachten nicht weniger als 90 Fans in die dm-Arena von Karlsruhe-Rheinstetten mit. Dort boten Vater Rainer (48, Mitte) und seine Söhne Dennis (20, links) und Robin (18) ihrem Fanclub ein wahres Spektakel. Vor allem ein feuchtes ...
"Guck, wie er guckt. Jetzt frisst er gleich seine Frau und die Söhne gleich mit!" Oberhaupt Rainer Leiber war wirklich sichtlich angefressen, nachdem er an der Drehscheibe aufgrund seines geringen Gewichts (Buschi: "Der hat nen Körperfettanteil von nullkommadrölf Prozent!") zu wenig Schwung bekam, kopfüber stehen blieb und dann abstürzte.
Rainers Frusttränen waren kaum getrocknet, da war er schon wieder zu nah am Wasser gebaut. Denn auch Sohn Dennis, im Vorjahr Finalist, scheiterte, rutschte vom "Pendelschwung". Der Papa hüpfte gleich zum aufgelösten Sohn ins Becken, wo sie - in Trauer vereint - Rotz und Wasser flennten. Buschi schniefte: "Ich fühl die. Ich könnt' auch heulen!"
Robin wurde kürzlich 18 und durfte somit erstmals ("Endlich!") an NWG teilnehmen. Und ausgerechnet er wurde zum Familienhelden. Er finishte als einziger Leiber in der Vorrunde. Auch wenn er in der Halbfinal-Quali baden ging: Wenn Dein Bruder Freudentränen heult, Dein Vater Dir weinend auf Knien huldigt - dann hast Du nicht so viel falsch gemacht.
In der Vorrunde scheiterte Mahdi Limper (20) an der "Mega-Wall" und kassierte - wie alle Probanden - nicht die ausgelobten 2.000 Euro Belohnung für die Wandbesteigung. In der Halbfinal-Quali war er dann aber der erste Warrior, der den Parcours bezwang und finishte. Wiedersehen im Halbfinale!
Buschi sagt immer: "Der Parcours macht demütig." Simon Brunner (22) ist ein gutes Beispiel. Erst tönte der "Ninja Warrior"-Sieger Österreichs grossmäulig: "Die Konkurrenz ist nicht so stark. Ich sehe mich weit vorn." Dann scheiterte er und bibberte ums Halbfinale. "Ich hatte echt Schiss!" Aber auch Glück. Er kam weiter. "Ich werde meine Sprüche runterschrauben."
Artur Schreiber (28) sieht aus wie ein unscheinbarer Bankangestellter, aber im Parcours wird der ehemalige Zocker-Nerd zum Tier. In der Vorrunde souverän (Buschi: "Mein Gott, ist der stark!"), scheiterte er in der Halbfinal-Quali an den "Hangelstäben 2.0". "Das ist soooo bitter", litt Buschi mit seinem Geheimfavoriten. Aber noch gab es Hoffnung...
Nur noch ein Platz war fürs Halbfinale frei, als Pascal Probst (Jan: "Das Paket!") an den Start ging. "Hoffentlich wird Pascal nicht zum 'Fallprobst'", unkte Jan noch, da passiert es: Der Muskelberg schmierte an den Hangelstäben ab - früher als Artur, womit Buschis Favorit doch eine Runde weiterrutschte. Buschi: "Was für ein Krimi!"
Bei NWG gibt es immer dieselben Gesichter? Von wegen. "Jetzt hat er auch die Aufmerksamkeit der alten NWG-Hasen!", lobte Buschi, nachdem Neuling Simon Dufner (30) in Bestzeit über den zweiten Parcours und ins Halbfinale gestürmt war. Auch "Frischlinge" können es faustdick in den Muskeln haben!
Diese acht Athleten haben es geschafft und werden Anfang November um den Einzug ins Finale von NWG 2019 kämpfen: Titelverteidiger Alexander Wurm, Attila Hamberger, Mahdi Limper, Simon Brunner (hinten, von links), Quali-Bester Samuel Dufner, Tatjana Holz, Artur Schreiber und der Zweitschnellste der Quali-Runde, Benjamin Reichmann (vorne, von links).