"Schlag den Star": Das Duell Mann gegen Frau geht an Eko Fresh

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In der langen und bewegten Geschichte von "Schlag den Star" traten am Samstag zum ersten Mal ein Mann und eine Frau gegeneinander an. Eko Fresh und Sarah Lombardi lieferten sich in ihrer Heimat Köln ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Rapper bekam am Ende die 100.000 Euro. Für Moderator Elton war Sarah aber "die Gewinnerin der Herzen".

Zum ersten Mal traten bei "Schlag den Star" am Samstag mit Eko Fresh und Sarah Lombardi ein Mann und eine Frau gegeneinander an. Auch wenn es hier nicht so aussieht: Der Rapper bekam am Ende die 100.000 Euro.
"Schön gegen hässlich", kündigte die Anmoderation an. Eko Fresh nahm den Seitenhieb mit Humor: "So hässlich ist sie doch überhaupt nicht."
Moderator Elton streute zu Beginn Salz in Sarahs Wunde: Bei "DSDS" wurde die 26-Jährige Zweite, mit ihrem Debüt-Album ebenso und auch bei "Let's Dance". "Heute auch zweiter Platz wäre ein bisschen doof", stichelte Elton. Lombardi blieb unbeirrt: "Wenn ich heute gewinne, dann für alle Frauen da draussen!"
"Wenn ich mit dir fertig bin, dann bist du nicht mehr so Fresh", gab Sarah sich kampfbereit. Maximal 15 Spiele sollten das Duell Mann gegen Frau entscheiden. 120 Punkte waren insgesamt möglich. Jeder Sieg wurde mit mehr Punkten belohnt, damit es spannend blieb. Ihren Ehrgeiz verlor Sarah bis zuletzt nicht.
Schon beim Einstieg "Schlitten fahren" zeigte sich der rote Faden der Show: Eko Fresh siegte, doch das Ringen um Luft war seine Königsdisziplin. Es galt, den Schlitten auf der Horizontalen über die Ziellinie zu bringen, ohne den Boden zu berühren. Ohne Eleganz und ohne Atem hüpfte Fresh zum ersten Sieg. Die Frage, ob Fresh ein Sauerstoffzelt benötigt, kam noch öfter auf.
Kommentator Ron Ringguth konnte seine Sympathie für Underdog Sarah kaum verbergen. Als "Konditionsembryo" bezeichnete er dagegen den oft atemlosen Rapper. Doch der Erfolg gab Fresh auch ohne Frischluft recht.
Eko Fresh siegte nicht nur, wenn Muskelkraft gefragt war. Auch bei den Denksport- und Wissens-Disziplinen punktete er. Egal ob Promi-Namen, "Blamieren oder Kassieren" oder "Rubik's Race", bei dem man in einem Schiebespiel vorgegebene Muster unter Zeitdruck nachmachen sollte.
Auch beim Suchen von Wörtern in Roman-Auszügen war Eko Fresh schneller. Vielleicht durch das geschulte Auge des Profi-Texters. Wobei: Auch Sarah schreibt bekanntlich eigene Texte.
Die Kontrahenten machten auch Musik: Im "Song-Battle" galt es, um die Gunst der Anrufer zu singen - beziehungsweise zu rappen. Eko Fresh bekam ein bisschen mehr Anrufe. ProSieben ein paar mehr Euro - zusätzlich zu den Geldern aus den zahllosen Werbeunterbrechungen. Und Sarah war angefressen, doch ihr Siegeswille blieb ungebrochen.
"Schlag den Star" lebt unter anderem von den skurrilen Spielideen. Bestes Beispiel war Spiel 4: Beim Schlamm-Rennen im Ziesel - einer Mischung aus Quad und Rollstuhl - siegte Sarah erstmalig. "Da soll noch mal einer behaupten, Frauen können nicht Autofahren!", frohlockte die Sängerin. Es blieb ihr grösstes Erfolgserlebnis.
"Vielleicht hat sie Glück und er fällt gleich um", stichelte Ron Ringguth beim Frisbee-Duell. Sarah hatte aber wieder Pech. Beim "Eis-Quadrathlon" sollten Tore, Basketball und eine Dose getroffen werden. Vor allem Letzteres machte Sarah zu schaffen. "Ich hoffe Sie haben heute nichts mehr vor, das kann dauern", so Kommentator Ron Ringguth.
Fresh übertrat die Straflinie und verlor überraschend die Aufholjagd. Dann gab es eine Essenspause. Allerdings war auch das ein Spiel. Es galt, mit verbundenen Augen vier Geschmacksrichtungen auf einem Löffel zu erschmecken. Es siegte die flinke Zunge von Eko Fresh.
Spiel 12 war bereits das Matchball-Duell. "Sie braucht jetzt ein Wunder", ahnte Ron Ringguth. Doch auf das Wunder von Köln wartete Sarah Lombardi vergeblich. Eko Fresh gewann das "Lattlschiessen" - eine Art Eisstockschiessen ohne Eis.
Mit dem Sieg in Spiel 12 holte Fresh sich auch die 100.000 Euro. Elton lobte "die Gewinnerin der Herzen", weil Sarah nie aufgegeben habe. Auch Eko Fresh zollte der Rivalin Respekt. Was die Sympathiepunkte anging, waren beide von Anfang bis Ende der Show gleichauf.