Eva gegen den Rest der Welt. In der jüngsten Folge von "Das Sommerhaus der Stars" geht das gegenseitige Zerfleischen munter weiter. Im Mittelpunkt mal wieder Eva Benetatou. Die verliert mit Iris und Peter Klein diesmal ihre beiden wichtigsten, weil einzigen Teamkameraden. Doch RTL hat für alle Streithähne noch eine Überraschung parat.

Christian Vock
Eine Kritik
von Christian Vock

Erinnern Sie sich noch an den grossen Streit zwischen Eva Benetatou und Andrej Mangold im "Sommerhaus der Stars"? Oder an den Knatsch zwischen Team Robens und Team Klein? Nein? Natürlich nicht. Wie denn auch? Bei all dem Gezeter, das seit Tag eins im "Sommerhaus der Stars" herrscht, fällt es schwer, noch irgendwelche Streit-Highlights auszumachen – sofern man hier noch von Highlights sprechen kann.

Es gab Trash-TV-Sendungen, da war das anders. Da haben die Teilnehmer ihre Gezänkkünste als Alleinstellungsmerkmal kultiviert. Man denke nur an Désirée Nick oder Helena Fürst. Schön war das zwar auch nicht, aber immerhin noch ein bisschen einzigartig. Bei der aktuellen Staffel des "Sommerhauses" zerfliesst hingegen alles zu einer einzigen Scharmützelsuppe.

Wer also meint, er könne das "Sommerhaus" gucken, um mal vom stressigen Alltag abzuschalten, ist hier an der falschen Adresse. Hier gibt es nur den stressigen Alltag anderer zu sehen.

Und in der jüngsten Folge geht es dort weiter, wo wir Mangold und Co. zurückgelassen haben. Jennifer ist mal wieder wütend wegen Eva und Eva ist froh, wenn sie wieder hier raus ist. In dieser Gemütslage ist der nächste Streit programmiert, da ist es dann auch schon wurscht, um was es geht. Irgendwas mit Zigaretten. "Warum sagt ihr es mir nicht ins Gesicht, wenn ihr euch schon darüber das Maul zerreisst?", schimpft Eva und macht so den Auftakt für eine formidable Schreierei.

"Sommerhaus der Stars": Streit, so weit das Auge reicht

So zanken sich die "Sommerhäuser" in den neuen Tag, bis Chris rüde dazwischen grätscht: "Es reicht doch jetzt einfach mal!", brüllt Evas Verlobter und spricht damit endlich einmal aus, was der Zuschauer seit Tag eins denkt.

Doch für Eva soll es das noch nicht gewesen sein: "Es wird ungemütlich, mein Freund", ist sich Eva sicher, was allerdings verwundert, denn bisher hatte man nicht den Eindruck, dass es hier sonderlich gemütlich zugegangen ist.

Doch selbst wenn mal für kurze Zeit Waffenstillstand herrscht, machen sich die Promipärchen untereinander das Leben schwer. Damit genau das passiert, hat RTL auch diesmal wieder Partnerspiele vorbereitet. Bei einem überdimensionalen Kreuzworträtsel macht Michaela Scherer plötzlich die Peinlichkeit des Moments zu schaffen: "Ich hab' Geschwister, ich hab' 'nen Vater, ich hab' meine Tochter, meine Enkelkinder. Ich schäme mich in Grund und Boden für so eine Kacke."

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Doch ihr Lebensgefährte Martin Bolze sucht den Fehler bei ihr, "weil sie immer mehr an das Versagen denkt, als an das, was sie da machen soll." Seine Diagnose: "Du bist nicht in deiner Mitte, das ist alles." Ja, vom in der Mitte sein kann beim "Sommerhaus" in der Tat nicht die Rede sein und so bittet Michaela um einen Ausweg: "Können wir diese Peinlichkeit jetzt beenden, bitte?"

Aber weil man bekanntlich aufhören soll, wenn es am schönsten und nicht am peinlichsten ist, geht es auch bei den anderen Paaren um Generelles: "Du gibst immer mir die Schuld an den Situationen, wenn's nicht funktioniert", beschwert sich Peter bei Iris Klein und auch Andreas Robens übt öffentliche Kritik an seiner Frau Caro Robens: "Du hättest nicht im Park immer Bier saufen sollen, du hättest dich mal auf den Arsch setzen und Französisch lernen sollen."

Damit aber genug der Innenschau, nach dem Spiel wenden die Paare wieder den Blick nach aussen und hier verkündet Lou plötzlich einen Strategiewechsel. Er möchte, dass man wieder gemeinsam isst, Streit hin oder her: "Lasst uns das Beste daraus machen und nicht immer nur streiten."

An dieser Stelle müsste der Mann vom Schnitt eigentlich Angstschweissflecken unter den Achseln bekommen haben, aber wahrscheinlich weiss er selbst am besten, dass wenn es beim "Sommerhaus" Versprechen gibt, sind es leere.

Iris und Peter Klein müssen gehen

Und genau so sollte es dann auch kommen. Andrej Mangold ist der Erste, der ahnt, dass dieser Moment der Harmonie nicht von langer Dauer sein wird und das äussert er dann auch vor der Kamera – wenn auch mit eingeschränktem Wortschatz: "Es ist fucking Bullshit. Sorry, es ist einfach Bullshit. Alle klatschen, das ist auch fucking Bullshit. (…) Es ist direkt nach der Ansprache wieder vergessen", erklärt der Bachelor a. D. - und vom gemeinsamen Essen mit Leuten, die er nicht mag, hält er auch wenig: "Den Bullshit geb' ich mir nicht."

Gerade sehr viel Bullshit bei Herrn Mangold also und so sucht er bei den Kleins nach neuen Verbündeten für die anstehende Nominierung. "Ganz komisches Spiel hier", findet Iris Klein daraufhin. Andreas Robens ist sich hingegen sicher: "Das Rudel gewinnt immer" und Lisha hat so eine Ahnung: "Ich hab' das Gefühl, dass irgendwas läuft, was nicht laufen sollte", erklärt die YouTuberin, meint damit aber interne Absprachen und nicht etwa die Show selbst.

Und so entdeckt jeder beim anderen eine Intrige, bis es bei der Nominierung zur grossen Abrechnung kommt. Die hat dann mit Niveau genauso wenig zu tun wie mit guter Fernsehunterhaltung, denn irgendwann ist es auch mal gut mit der monotonen Stänkerei.

Gut ist es auch für Iris und Peter Klein, denn sie erhalten die meisten Stimmen. Damit scheint Eva Benetatou auch ihre letzten Verbündeten verloren zu haben. Doch weil RTL es dem Rudel beim Gewinnen nicht so leicht machen möchte, schickt sie die bereits ausgeschiedene Diana Herold nebst Gatten wieder ins "Sommerhaus". "Ist halt irgendwie kacke", findet Jennifer. Dass es von nun an leiser wird, ist also nicht zu befürchten.