Günther Jauch kennt man eher als ruhigen und besonnenen Menschen. Bei "5 gegen Jauch" verrät der beliebte Moderator aber am Samstagabend, dass es eine Sache gibt, die ihn gehörig aus der Ruhe bringt. Rúrik Gíslason überrascht mit seiner Lieblings-Hausarbeit. Und Oliver Pocher wird an diesem Abend buchstäblich auf den Arm genommen.

Christian Vock.
Eine Kritik
von Christian Vock
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"Eigentlich sind wir alle nur hier, um einen Mann verlieren zu sehen", begrüsst Moderator Oliver Pocher am Samstagabend seinen Show-Partner Günther Jauch und so ein bisschen Recht dürfte er damit schon gehabt haben. Jauch belegt bei allerlei Beliebtheitsumfragen seit Jahren die vorderen Plätze, trotzdem hat er sich als Moderator von "Wer wird Millionär?" den Ruf erworben, sehr viel zu wissen - obwohl er ja nur die Fragen vorliest.

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Und wie das mit Menschen so ist, die etwas, wenn auch nur vermeintlich, gut können oder viel wissen: man will sie scheitern sehen. So ist der Mensch eben. "Möchten Sie mich auch gern verlieren sehen?", fragt Jauch daher nicht zu Unrecht Pocher, doch der windet sich heraus und verweist auf Jauchs Gegner: "Man gönnt es doch auch immer den Fünfen für deren gute Projekte", erklärt er, und auch da dürfte er nicht ganz daneben liegen.

Damit der Zuschauer diese Fünf auch gleich kennenlernt, muss Jauch beim ersten Spiel die Namen seiner prominenten Gegner deren liebsten Hausputztätigen zuordnen. Staub wischen, Staub saugen, Herd putzen, sortieren und kochen stehen zur Auswahl und drei Tipps sollte Jauch richtig abgeben, um zu gewinnen. Aber Jauch liegt lediglich damit richtig, dass Fussballer Rúrik Gíslason am liebsten sortiert, den Rest bekommt er erklärt.

Dem Fussballer ist seine Leidenschaft ein wenig peinlich: "Deswegen gehen meine Beziehungen immer so schlecht. Ich sortiere immer nur."

GZSZ-Darstellerin Anne Menden putzt gerne ihren Herd, Antoine Monot kocht lieber, Maria Gross wischt gerne Staub und Nicolas Puschmann saugt ihn lieber auf.

Wovor hat Günther Jauch Angst?

Eine nette Idee, die Promis auf diese Weise all den Zuschauern näher vorzustellen, die sich bei Zweitligafussball, Kino und TV, Kochshows und Trash-TV nicht so gut auskennen. Aber auch seine Gegner sollten Gelegenheit bekommen, Günther Jauch ein bisschen besser kennenzulernen: "Ich eklige mich vor …", liest Pocher die Aussage über Jauch vor, die die Promis ergänzen sollen. Zur Auswahl haben sie:

  • ... glitschigen Fischen
  • ... weissen Mäusen
  • ... flatternden Vögeln
  • ... wuselnden Ameisen
  • ... behaarten Spinnen

Die Promis diskutieren untereinander, sind sich dann aber einig, dass sie es mit den flatternden Vögeln probieren möchten - und liegen damit richtig. In der Tat hat Jauch Angst vor flatternden Vögeln und mutmasst, dass das damit zusammenhängt, dass er zu früh Hitchcocks "Die Vögel" gesehen habe. Wenn ein Tier ins Zimmer fliegt, sei er der Erste, der aus dem Raum flüchtet. Das sei sogar so weit gegangen, dass er bei seinem früheren Hausmeister-Job Hilfe rufen musste, wenn irgendwo eine tote Taube herumlag: "Das hab' ich outgesourct".

Überraschende Einblicke in das Seelenleben des beliebten Moderators, der sonst eher wenig von sich preis gibt. Aber "5 gegen Jauch" ist eben nicht nur eine Quizshow, sondern lebt von Anfang an von den menschelnden Momenten - und von Pochers Eskapaden. Und auch an diesem Samstagabend sollte der schnoddrige Entertainer wieder ausreichend Gelegenheit für seinen Klamauk bekommen. Zum Beispiel bei einer Frage nach dem "Kreuzheben".

"5 gegen Jauch": Oliver Pocher bekommt Gegenwind

Das findet man nämlich im Kraftsport und wie es bei "5 gegen Jauch" so üblich ist, kommt deshalb auch ein Kraftsportler ins Studio. Der stemmt zur Veranschaulichung erst ein paar Fässer, packt dann aber auch Pocher an Oberschenkel und Arm und wuchtet ihn in die Höhe. "Funfact: Das war nicht der Oberschenkel, aber es war trotzdem schön", witzelt dieser, als er wieder sicheren Boden unter den Füssen hat.

Doch so gerne Pocher auch seine Spässe macht, an diesem Abend sollte er Gegenwind bekommen. Als bei einer Frage nach Backutensilien ein Konditor ins Studio kommt und Pocher erklärt, dass eine seiner handgemachten Torten 89 Euro kostet, kann dieser das kaum glauben. Also macht er sich im Anschluss bei jeder Gelegenheit über den vermeintlich hohen Preis lustig.

Jauch sieht sich das ein Weilchen an und fragt Pocher dann: "Was kostet denn die Qualitätswagenwäsche für Ihren Aston Martin?" Pocher verschlägt es die Sprache und kann lediglich verlegen kichern.

Aber neben den menschelnden Momenten und der Klamauk-Unterhaltung geht es bei "5 gegen Jauch" am Ende doch auch ums Gewinnen und damit auch ums Geld. Die Promis erspielen bis zur letzten Frage 36.500 Euro, bei Jauch sind es 29.500 Euro und hier will Pocher nun Folgendes wissen: "In welchem literarischen Werk endet die Handlung mit den Worten 'Well, I'm back, he said'?" Zur Auswahl stehen: A: "Herr der Ringe", B: "Robinson Crusoe", C: "In 80 Tagen um die Welt" und D: "Gullivers Reisen".

Die Promis wählen "Herr der Ringe“, Jauch hingegen hat keine Ahnung und schreibt sich die Buchstaben der Antworten auf die Finger, von denen sich Anne Menden dann einen aussuchen soll. "Ich weiss aus Comedy-Gesichtspunkten, welchen Finger ich wählen würde", kalauert Pocher. Menden nimmt den Finger mit Antwort D, doch das spielt am Ende gar keine Rolle. Denn die Promis liegen richtig und weil sie zuvor 22.501 Euro und Günther Jauch 0 Euro gesetzt haben, erspielen die Promis schlussendlich stolze 59.001 Euro für den guten Zweck. Selbst Günther Jauch dürfte ihnen das gegönnt haben.

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