Ein verstrahlter Crashkurs Geschichte im "Tatort" aus Konstanz: Wenn heutzutage ein Mordfall dank eines über 160 Jahre alten Weins und der 1848 verstorbenen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff geklärt wird, dann ist eines klar: Die Twitter-User laufen zur Hochform auf.

Alter Wein in neuen Schläuchen: Selten ist dieses Sprichwort so passend wie beim gestrigen "Tatort" aus Konstanz. Der über 160 Jahre alte, ungetrunkene Hochzeitswein der deutschen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff spielte im ARD-Krimi eine zentrale Rolle, um einen Mordfall in der Gegenwart aufzuklären. So verstrahlt wie diese Beschreibung klingt, war "Château Mort" im Übrigen auch. Hier können Sie lesen, warum uns dieser "Tatort" der etwas anderen Art aber gefallen hat.

Auf Twitter entstand schnell eine Diskussion über Wein. Dank des Auftritts von Dichterin Annette von Droste-Hülshoff auch höchst philosophisch:

Ein anderer hatte mit Philosophie oder gar der Dichtkunst wenig am Hut. Er hatte eher einen Tipp für den klammen Geldbeutel:

Und stimmt. Annette von Droste-wer? Wer kam nur auf die Idee, eine seit 166 Jahren verstorbene Dichterin in einen "Tatort" einzubauen? Eine Twitter-Userin hat eine Verschwörungstheorie:

Im Übrigen sollten alle Menschen, die vor 2002 bar gezahlt haben, die Dame kennen:

Und für alle, die erst danach Bargeld für sich entdeckt haben, hatte ein Twitter-User folgenden Hinweis:

Trotz des Geschichtsgedöns. Die "Tatort"-Seher haben das andere Hauptmotiv des Krimis, den Wein bzw. Alkohol, trotz Annette von ... (wie hiess die Dame nochmal?) ... nicht vergessen:

Die Schreiber des "Tatort" haben auch noch in den Geschichtsbücher über Rockmusik gestöbert - und ein kleines Easter Egg im Krimi versteckt. Ein wenig plump, wie der Feuilleton findet:

Lange dauert es nicht mehr, bis das Ermittlerteam aus Konstanz aufhört. Die Trauer darüber hielt sich auf Twitter allerdings in Grenzen:

Doch nicht alle Twitter-User fanden den "Tatort" schlecht. Einer sprach sogar ein nicht zu widerlegendes Lob aus.

(Zusammenstellung: am)