Sabine Postel und Oliver Mommsen verabschieden sich mit dem letzten Bremen-Krimi aus dem "Tatort"-Universum. "Wo ist nur mein Schatz geblieben?" am Ostermontag war der letzte gemeinsame Fall von den Hauptkommissaren Lürsen und Stedefreund. Diese Fragen stellen sich nun den Zuschauern.

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Mit "Tatort: Wo ist nur mein Schatz geblieben?" verabschieden sich die Kommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) vom Sonntagskrimi.

Sie ermittelte seit 1997 in den Bremer Mordfällen, er seit 2001. Wie wurde nach den Dreharbeiten gefeiert? Was werden die beiden Schauspieler nie vergessen und wie geht es für die beiden jetzt weiter? Die Antworten gibt es hier.

"Tatort" aus Bremen: Wie wurde nach den Dreharbeiten gefeiert?

Im Herbst wurde der letzte Krimi der Bremer Ermittler gedreht. Als alles im Kasten war, gaben Sabine Postel und Oliver Mommsen "einen aus", wie er damals sagte. Doch es wurde noch mehr gefeiert. "Die Produktion hat ein super schönes Abschiedsfest direkt nach den Dreharbeiten gegeben", erinnert sich Mommsen.

Friederike Weimar, die all ihre letzten Filme geschnitten hat, habe sich mit ihrem Team nochmal alle Filme vorgenommen und ein 30-minütiges Best-of geschnitten. "Das war eine emotionale Achterbahnfahrt. Und zu guter Letzt gab es am 6. April im Cinemaxx eine riesen Preview und danach ein wunderschönes Zusammensein mit allen alten Bekannten. Sogar gesungen wurde zur Melodie von Rio Reisers 'Junimond - ... es ist vorbei, bei ...'", erzählt der Schauspieler.

Was werden die beiden Schauspieler nie vergessen?

Mommsen wird wohl vor allem eine Szene nicht vergessen: "Ich glaube, ich werde nie vergessen, wie ich mit Monica Bleibtreu nachts in einer spärlich beleuchteten, eiskalten Kirche stand und sie einen riesen Monolog hatte. Ich wiederum hatte nur kurze Einwürfe an der richtigen Stelle zu geben und dachte die ganze Zeit: 'Alter, vergeig das nicht!' - Was für eine beeindruckende, tolle Frau!", erzählt er.

Die 2009 verstorbene Schauspielerin Monica Bleibtreu (1944-2009) war als Zeugin in "Tatort: Abschaum" (2004) zu sehen.

Eben diesen Krimi nennt auch Postel, als sie vom Sender nach Unvergesslichem gefragt wird. "Unsere Filme waren so unglaublich unterschiedlich, dass es immer spannend war, zweimal im Jahr in eine neue Geschichte einzutauchen. Jede für sich war ein Unikat und nie war es langweilig. Zu meinen Lieblingsfilmen gehören immer noch 'Abschaum', 'Schiffe versenken' (2009) und 'Brüder' (2014)", so Postel.

Wie geht es für Postel und Mommsen jetzt weiter?

Postel ist seit 2009 Teil der ARD-Fernsehserie "Die Kanzlei" (seit 2005). Darin ist sie als Rechtsanwältin Isabel von Brede zu sehen. Bei Mommsen steht nach dem "Tatort"-Ende ebenfalls relativ viel an. Aktuell dreht er mit Anja Kling für einen Sat.1-Film vor der Kamera.

Ab 5. September wird er in "Mein Lotta-Leben" im Kino zu sehen sein, und im Herbst kommt in der ARD der Film "Der beste Papa der Welt".

Und er freut sich auch auf weitere Bühnen-Engagements: "Ausserdem darf ich wieder mit Jo Nesbo auf die Bühne, um sein neues Buch vorzustellen und am 6. Mai lese ich in der Buchhandlung Geisesblüten in Berlin mit Gary Shteyngart aus seinem neuen Buch: 'Willkommen in Lake Success'." (ili)  © spot on news

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Bremer "Tatort": So haben Lürsen und Stedefreund angefangen

Am 22. April flackert zum letzten Mal der Bremer-"Tatort" mit dem Ermittler-Duo Inga Lürsen und Nils Stedefreund über die Fernsehbildschirme. Seit 2001 sind die beiden ein Team und haben in 34 gemeinsamen Folgen so manchen kniffligen Fall gelöst. Wir blicken zurück auf 18 Jahre Lürsen und Stedefreund.