"The Voice Kids": Hier ging alles daneben!

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Erst redete er kaum, dann sang er schief und wirkte verwirrt. Der Auftritt des 15-jährigen Jorden passte so gar nicht in das Konzept von "The Voice Kids" (SAT.1), wo normalerweise auch schwächere Kandidaten talentiert sind und, anders als in anderen Castingshows, niemand "vorgeführt" wird. Nicht die einzige Überraschung, mit der sich Zuschauer und Coaches in der jüngsten Folge konfrontiert sahen ..

Den Auftakt der Show bestritt die kleine Ruza erstaunlich souverän. Mit einer keck-erzählerischen Interpretation des "Toy Story"-Songs "Du hast'n Freund in mir" konnte die Zehnjährige das Publikum schnell für sich einnehmen, doch keiner der Coaches drehte sich zu ihr um. Zunächst ...
Gerade als sich beim letzten Ton Enttäuschung in ihrem Gesicht breitmachte, hauten Mark Forster, The BossHoss und Lena gleichzeitig auf die Buzzer. Ruza konnte ihre Freudentränen nicht zurückhalten. Lena wollte die kleine Pferdefreundin noch damit überzeugen, dass sie früher auch regelmässig geritten sei, doch gegen den Pony-Hof der BossHoss-Sänger kam sie nicht an.
Der 14-jährige Max konnte anschliessend mit dem Song "Friends" von Marshmello & Anne-Marie sehr schnell Lena überzeugen - und nach und nach auch alle anderen Coaches. "Ich bin unsterblich in deine Stimmfarbe verliebt", gestand Lena in einer kleinen, emotionalen Rede, die den jugendlichen Sänger überzeugte. Er entschied sich für sie.
Leider keinen Coach von sich überzeugen konnte der 12-jährige Timur - womöglich, weil er sich mit dem nicht ganz einfachen Song "How Long" von Charlie Puth noch etwas übernommen hatte. Potenzial sahen die Coaches dennoch bei ihm: "Du hast auf jeden Fall Talent, Timur, das war nicht schlecht!", machte ihm Alec von The BossHoss Mut.
Talent hat auch die 14-jährige Cora, die nach ihrem Auftritt prompt noch einen weiteren Song mitsamt ihrer Familie performte. Zuvor hatte ihre ungewöhnliche "Girls Just Wanna Have Fun"-Version, zu der sie sich selbst an der Ukulele begleitete, Stefanie und The BossHoss überzeugt. Cora entschied sich, passend zum Song, für Mädelsspass mit Stefanie.
Und noch ein besonderer Kandidat: Der 12-jährige Leon träumt von einer Karriere als Musicaldarsteller und ist ein grosser Falco-Fan. Er interpretierte dessen Song "Rock Me Amadeus" so cool, dass erst Mark, dann Lena und schliesslich Stefanie den Buzzer drückten. Nach Girl- gab's diesmal Boypower: Leon gab Mark Forster den Zuschlag.
Ähnlich souverän gab sich die 12-jährige Katzenmama Laura: "Ich habe vor nix Angst. Wenn ich das Lied kann, dann läuft ja nix schief." Als sich für ihre Version des Daughter-Songs "Youth" erst The BossHoss und ganz am Schluss noch Mark umdrehten, bröckelte die coole Fassade und Laura brach in Freudentränen aus.
Doch sie beruhigte sich schnell und stand dann vor einer schweren Entscheidung, die ihr The BossHoss erleichtern wollten - mit manipulierten Glückskeksen. Rein zufällig stand auf allen Zetteln, also auch auf dem von Laura: "Geh nicht zu Mark!" Hat funktioniert: Tatsächlich wählte Laura das Team BossHoss.
Auch Teodoras Stimme klang deutlich reifer, als ihr Alter es vermuten liess. Die Coaches waren jedenfalls sehr erstaunt, als sie eine erst Neunjährige vor sich sahen. "Warum kannst du singen wie eine 60-jährige Souldiva aus den Vereinigten Staaten?", wollte Mark von der Kleinen wissen. Die zuckte nur mit den Schultern: "Keine Ahnung."
Eine Ahnung, für welches Team sich Teodora entscheiden würde, hatten allerdings bald alle. Die Kleine outete sich nämlich als Mark-Forster-Fan und gestand, bereits zwei CDs von ihm zu haben. Das schrie nach einem gemeinsamen Duett - und schliesslich nach dem Einzug in das Team des erfolgreichen Deutschpop-Sängers.
Der nächste Auftritt sorgte für irritierte Gesichter: Die Sprache, die sie hörten, war den Coaches nicht geläufig. Auflösung: Die 14-jährige Evelyn sang einen Song der koreanischen Boyband BTS, deren Sprache sie als grosser K-Pop-Fan freiwillig lernt. Sowohl The BossHoss als auch Stefanie wollten sie in ihrem Team sehen - Letztere bekam den Zuschlag.
Eine Entscheidung, vor der der 14-jährige Ali sicher auch gern gestanden hätte. Für seine Version von Sam Smiths "Lay Me Down" konnte sich leider kein Coach komplett erwärmen. Stolz könne er dennoch sein, fand Stefanie, denn: "Du stehst jetzt schon hier, und das können nur sehr, sehr wenige. Das Niveau hier ist sehr, sehr hoch!"
Das bewies im Anschluss auch gleich die 13-jährige Helena, die Audrey Hepburns "Moon River" für ihren verstorbenen Vater sang. Der hatte sich stets gewünscht, seine Tochter mal in der Show zu sehen und Helena war sicher, dass er irgendwie bei ihr war. Sie entschied sich gegen Lena und für The BossHoss.
Auch Theresa ist ihr Papa wahnsinnig wichtig. So wichtig, dass sie ihn in ihre Entscheidung einbezog, als sie sich nach ihrer Darbietung von Portugal The Mans Song "Feel It Still" zwischen The BossHoss und Stefanie Kloss entscheiden musste. Theresas Bauchgefühl und ihr Papa waren derselben Meinung: Team Stefanie sollte es sein!
"Ich singe so ziemlich jede Sekunde, wenn ich zu Hause bin", erzählte danach der 15-jährige Jorden. Sonst sagte er nicht allzu viel, doch er war ja auch nicht in erster Linie zum Sprechen da. Als er aber zum Song "This Town" von Niall Horan ansetzte, war klar, dass hier gerade irgendetwas aus dem Ruder lief ...
Denn die Töne, die da aus dem jungen Fussballfan herauskamen, waren so schief, wie es für die Show eigentlich völlig unüblich ist. Die Coaches waren ebenso verwirrt wie das Publikum und Jorden selbst. Immer wieder guckte der sich hilflos um, bis er schliesslich den Gesang abbrach. Was war da los?
Eine Stimme aus dem Off teilte mit, es gebe ein "technisches Problem". Jorden hatte sich selbst nicht hören und daher auch kaum die Töne treffen können. Er blieb jedoch eine "coole Socke" (Stefanie), nutzte seine zweite Chance und konnte schliesslich alle Coaches ausser Mark überzeugen. "Wir haben die erste Staffel gewonnen", lockte The BossHoss, doch Jorden entschied sich für Lena.