"Günther ist ein langweiliger Name" - "WWM"-Kandidat legt sich mehrmals mit Jauch an

Kommentare1

In der Regel sind die Kandidaten bei "Wer wird Millionär?" nicht nur von den Fragen eingeschüchtert, sondern auch von Günther Jauchs Attitüde. Diesmal aber musste der Moderator zu seiner Überraschung selbst einstecken wie noch nie!

Mit dem frechen Humor des 25-jährigen Master-Studenten der Sozialwissenschaften hatte Jauch nicht gerechnet. Apropos rechnen: "Um welche Zahl handelt es sich hier: 1.000.000.000.000.000.000?" Die Antwort war 16.000 Euro wert. Statt zu helfen, beleidigte der Telefonjoker den Kandidaten: "Erstaunlich, dass die Blindschleiche es auf den Stuhl geschafft hat!"
Alles halb so schlimm: Der Joker war der beste Freund von Nico Hoffmeister. Der wählte korrekt Trillion. Jauch befragte den Sozialwissenschaftler nach problematischen Namen. Der nannte Kevin, Justin und Chantal. Dann attackierte er Jauch: "Günther ist ein langweiliger Name." Der nahm es gelassen und gab zu: "Mehr out kann ein Name nicht sein."
"Was ist Pandora im James-Cameron-Film Avatar?" war für 64.000 Euro gefragt. Jauch behauptete, er kenne den Film, doch Nico Hoffmeister konterte: "Sie waren wahrscheinlich in diesem anderen Film mit blauen Leuten, das waren die Schlümpfe." Richtig war: Mond. Dreist und schlau kam der Kandidat auf 125.000 Euro. Das Publikum amüsierte sich prächtig.
Eine Themenbluse zum Dschungelcamp - so beschrieb Jauch das Outfit der Überhangskandidatin vom letzten Freitag. In der vergangenen Folge hatte Sarah Halfter aus Dresden quasi den Auftakt zum Dschungelcamp gemacht. Diesmal trug sie Dschungelgrün und exotische Flora.
Gleich bei der ersten Frage (64.000 Euro) ging es um Erotik. "Brav und Sex sind die beiden entscheidenden Reimwörter einer Eselsbrücke, um sich was richtig zu merken?" Sie klatschte in die Hände und freute sich bereits bevor die möglichen Antworten eingeblendet wurden: "Ich weiss es!" Jauch ärgerte sich, dass sich die Kandidatin so leicht tat.
"Konvex und konkav", sei das Thema, glaubte die Projektmanagerin. "War das Mädchen brav, ist der Bauch konkav, hatte das Mädchen Sex, ist der Bauch konvex", zitierte sie ihre ehemalige Lehrerin. Und wählte die Antwort: "Wölbung einer Linse". Jauch schmollte: "Humorloser kann eine Sendung nicht beginnen." Dennoch war für Halfter bei 64.000 Euro Schluss.
Freudenschreie gab es in der Geschichte von "Wer wird Millionär?" schon viele. Eva Schumachers Reaktion dagegen ist selten: Sie bekam auf der Bühne erstmal einen Lachanfall und musste tief durchatmen, bevor es losgehen konnte. Jauch stach ihr Tattoo ins Auge, welches er über dem Oberteil erahnte.
"You only regret the things you didn't do" zitierte die Berliner Event-Gastronomin ihre Hautbemalung. "Gibt es ein schöneres Motto für den heutigen Abend?", meinte Jauch. "Sie müssten sich nach der Million die Kleider vom Leib reissen." Die Wette galt! "Wenn ich die Million gewinne, mache ich das vielleicht sogar", erwiderte die Kandidatin.
Dass John Legend 2019 zum "Sexiest Man Alive" gekürt wurde, erriet sie für 2.000 Euro richtig. Befragt nach ihrem eigenen Sexsymbol nannte sie Joaquin Phoenix ("Joker"). Obwohl der mit 45 leider schon zu alt sei für sie. George Clooney sei dann auch raus, schlussfolgerte Jauch. "Der war nie drin", gab Eva Schumacher preis.
"Aber Sugar Daddys haben ja auch Vorteile", glaubte Jauch. Die Kandidatin sah nur Nachteile. Beispielsweise, "dass sie sehr alt sind". Jauch fiel also schon mal durchs Raster. Immerhin würden die älteren Herren früher in der Kiste landen, argumentierte der Moderator. Gemeint waren keine Abenteuer im Bett ...
Eva Schumachers Abenteuer endete jäh: Das Oberteil wurde nicht ausgezogen, denn sie plumpste von 16.000 auf 500 Euro. Der Telefonjoker war daran nicht unschuldig: Er führte sie auf eine falsche Fährte.
Alexander Löwe aus Leuna in Sachsen-Anhalt fand einen Life-Hack, um sich einen Joker zu sparen: "Helfen Sie mir doch mal", bat er den Moderator. Das hatten schon viele probiert, doch in der Regel vergeblich. "Wovon wird nach Ankündigung des Herstellers 2021 das allerletzte Exemplar ausgeliefert werden?", war für 2.000 Euro gefragt ...
Jauch fragte, was der Kandidat ausschliessen könne. Es waren Gameboy und Playmobil-Figuren. Blieben also Porsche 911 und Airbus A380. Überraschenderweise gab der Moderator tatsächlich Schützenhilfe.
"Was ist denn der Porsche 911 für die Firma?", fragte der Moderator. "Wie der Golf für VW ... Warum sollten die denn einstellen?", fragte der Kandidat zurück. Und schloss daraus: Eingestellt wird also eher der Airbus A380. Richtig! So hilfsbereit kennt man Jauch kaum ...
Schluss war für den 31-jährigen Krankenpfleger trotzdem schon bei 4.000 Euro. Aber nur kurzfristig. Die Sendezeit war vorbei, doch bereits am Freitag bekommt Alexander Löwe die Chance auf die Million. Dann ist Jauch wieder die RTL-"Vorband" zum Dschungel-Spektakel.