"Wer wird Millionär?": Darum flossen im "Zockerspecial" Tränen

Kommentare1

Emotional wird es bei "Wer wird Millionär?" immer. Jauchs "Zockerspecial"-Kandidatin Hjördis Levnajic kamen sogar die Tränen - aus einem überraschenden Grund.

Grosse Emotionen sind im ebenfalls grossen Zocker-Special von "Wer wird Millionär?" an der Tagesordnung. Bei Hjördis Levnajic aus Hamburg ging die emotionale Anspannung sogar so weit, dass ihr die Tränen kamen. Der Grund lag nicht an den fiesen Fragen, sondern war eine Überraschung. Los ging es allerdings erst mal mit einem anderen Kandidaten.
"Man wird heute Doppelmillionär", sagte Günther Jauch zu Beginn der Sendung. Zumindest in der Theorie, denn beim Zockerspecial stehen zwei Millionen Euro auf der obersten Sprosse der Quiz-Karriereleiter. Dafür gibt es allerdings auch einen Stolperstein: Vor der 16.000-Euro-Marke dürfen keine Joker verbraucht werden - sonst verfallen alle anderen.
Clemens Wolf aus Reichenau am Bodensee ist selbstständiger Gastronom. Der 36-Jährige habe "eine kleine Meise", stellte Günther Jauch fest. Er könne nicht an verbeulten Dosen im Supermarkt vorbeigehen. Wolf erklärte, er kaufe diese aus Mitleid. Auch drehe er Steine um, damit diese auf beiden Seiten Sonne abbekämen. Jauch fand's "zum Steinerweichen".
Jauch vermutete, diese kuriosen Eigenschaften könnten erklären, warum Clemens Wolf Single ist. Immerhin finanziell wurde er bald zum guten Fang: 125.000 Euro hatte er bereits erspielt, als Jauch ihn auf eine Dame ansprach, die der Gastronom bereits seit dem 12. Januar 2014 für sich zu erwärmen versuchte ...
"Was haben Sie denn versucht bei der Dame?", versuchte sich Jauch als Beziehungscoach. "Alles", erwiderte Wolf. "Die tollste Frau, die ich kenne", so der Gastwirt. Ebenso schwierig wie das Liebesleben des Kandidaten war die 250.000-Euro-Frage: "Wer ist einer der bislang nur drei Ehrenbürger Europas?" Die Queen, Beckenbauer, Kohl oder Chirac?
Als der Telefonjoker die Queen empfahl, schrie Wolf: "Die doch nicht! Sag Helmut Kohl!" Er dachte lange laut nach, bevor er aufgab - mit 125.000 Euro in der Tasche. Damit will er mit seinen Mitarbeitern nach Argentinien reisen. "Und die Herzensdame?", wollte Jauch wissen. "Die geht leer aus", so Wolf. "Zu spät Madame", sagte Jauch. Kohl wäre richtig gewesen.
Hjördis Levnajic aus Hamburg dreht zwar keine Steine aus Mitleid um, doch hatte auch sie ein kurioses Schicksal: Sie kann weder ihren Vor- noch Nachnamen sicher aussprechen. Und das als Kommunikationsassistentin. Den skandinavischen Vornamen verpasste ihr der Vater, der Nachname war angeheiratet. Es ging ebenso tragisch weiter ...
Ihre eigene Mutter hatte ihr den Rat mit auf den Weg gegeben, bei 8.000 Euro nach Hause zu gehen. Die Mama hätte lieber den Bruder der Kandidatin auf dem Ratestuhl gesehen. Mehr Mitleid verdienen nur Konservendosen und Steine! Jauch staunte über das Mitbringsel der Kandidatin: Sie hatte sich und den Moderator aus Knetmasse gebastelt.
"Das sind Sie, man sieht es an den grossen Füssen", erklärte Hjördis Levnajic. Jauch spielte den Beleidigten. "Wir kommen auf den halben Mutterwert", erklärte der Moderator bei der 4.000-Euro-Frage. Souverän übersprang die Hamburgerin die 16.000-Euro-Marke. "Gruss an die Mama", freute sich Jauch mit der unterschätzten Tochter.
Die Kandidatin hatte sich für jede Gewinnstufe ein Kaufziel gesetzt, welche Jauch allesamt vortrug - vom Shoppen über ein Auto bis zur nachgeholten Hochzeitsfeier. Bei der 64.000-Euro-Marke stand eine uneigennützige Investition auf dem Plan. Sie wollte sich bedanken für die Gastfreundschaft, die sie auf einer Reise nach Simbabwe erlebte.
47 Studenten "haben mich durchgefüttert eine Woche lang", erinnerte sich die Kandidatin. Als Dankeschön wollte Hjördis Levnajic die jungen Leute auf eine zweiwöchige Studienreise nach Deutschland einladen. "Boah, Donnerwetter", gab sich Günther Jauch beeindruckt wie selten.
Für 125.000 Euro war gefragt, in welcher Sportart es bei den Olympischen Spielen 2020 eine 3-gegen-3-Variante geben würde. Der Zusatzjoker wusste: Basketball. Obwohl die Antwort richtig war, kamen Levnajic die Tränen. Jauch schaute irritiert, die Kandidatin erklärte: "Ich freue mich total für meine Leute in Simbabwe." Darauf Jauch: "Och, goldig!"
Der Telefonjoker ging nicht ans Telefon. Ein Albtraum! Der Ersatzkandidat kannte die Antwort nicht. Die Kandidatin haderte, ob sie die Antwort "1, 3, 16 und 26" wählen sollte. "Wenn ich da runterfalle, müssen Sie mir eine Therapie bezahlen", so Hjördis Levnajic. Jauch bot stattdessen an, die Szene aus Knete zu formen - mit ihm als Therapeuten.
Hjördis Levnajic (links neben Günther Jauch) ging zum Glück nicht wie die weibliche Knetefigur zu Boden, sondern wie der vorherige Kandidat mit 125.000 Euro nach Hause. Bitter: Ihr Bauchgefühl wäre richtig gewesen. Jauch lobte: "Das war eine grossartige Reise mit Ihnen, hat Spass gemacht."