Ob eine Frage bei "Wer wird Millionär?" schwierig ist oder nicht, liegt immer im Auge des Betrachters. Am Montagabend macht die Sendung einer Kandidatin für 125.000 Euro jedoch ein regelrechtes Geschenk - das die junge Frau dennoch ausschlägt.

Gerade bei den höheren Gewinnstufen gibt es für Kandidaten bei "Wer wird Millionär?" ohne Spezialwissen häufig kaum ein Weiterkommen. Dinge, die man nur wissen kann, wenn man sich zufällig in der Materie befindet. So ähnlich wie die Frage, die Günther Jauch seiner Kandidatin Katharina Schumacher am Montagabend für 64.000 Euro stellt: "'Baum des Jahres'" ist 2016 die ...?

  • Frühlingsbirke
  • Sommerweide
  • Herbstbuche
  • Winterlinde

Für Stadt-Menschen oder Nicht-Naturkundler ist an dieser Stelle Schluss. Deshalb wählt die Studentin aus Bamberg den Zusatzjoker und landet einen Volltreffer.

Bei WWM erweisen sich vermeintlich leichte Fragen oft als harte Nüsse.

Die Dame, die sich erhebt, war vor vielen Jahren selbst Kandidatin bei Jauch. Und kennt die richtige Antwort sofort. Zugleich weist sie darauf hin, dass die Winterlinde auch der einzige zur Auswahl stehende Baum ist, den es wirklich gibt. Wieder was gelernt.

Ohne verbleibenden Joker geht es an die 125.000 Euro: "Wer erhielt 2016 nach fast 40 Jahren zum zweiten Mal für die Darstellung derselben Figur eine Oscarnominierung?"

  • Richard Gere
  • Harrison Ford
  • Sylvester Stallone
  • Bruce Willis

Klar, für Kino-Muffel könnte auch diese Frage knifflig erscheinen. Und die Nervosität auf dem Ratestuhl darf ebenfalls nicht unterschätzt werden. Doch im Gegensatz zum Baum des Jahres kann man die Ergebnisse der jüngsten Oscar-Verleihung (abgesehen vom besten Tonschnitt vielleicht) getrost zur Kategorie "kann man schon mal mitbekommen haben" zählen. Oder mit deutlicheren Worten: WWM-Grundwissen. Auch bei Twitter sind die Meinungen, was den Schwierigkeitsgrad dieser Frage für die hohe Summe von 125.000 Euro anbelangt, eindeutig:

Man muss der Kandidatin zugute halten, dass sie eigentlich auf dem richtigen Dampfer ist. Weil sie sich aber nur zu 90% sicher ist, hört sie lieber auf und behält die 64.000. Ist auch eine ansehnliche Summe. Trotzdem schade, denn so einfach wird es auf dem Ratestuhl vermutlich in nächster Zeit niemand mehr haben.

(lug)