"Wer wird Millionär?": Lässt sich Günther Jauch zum Twerking überreden?

Man sollte meinen, dass die Millionenfrage die grösste Hürde bei "Wer wird Millionär?" darstellt. Doch am Montag sind es die vermeintlich leichten Einstiegsfragen, die zur Feuerprobe werden. Ebenso spannend: Lässt Jauch sich zum Twerking überreden? © 1&1 Mail & Media/teleschau

Liegt an diesem Montag ein Fluch über den vermeintlich einfachen ersten Fragen bei "Wer wird Millionär?" Gleich zwei Kandidatinnen kommen auffällig früh ins Straucheln. Christine Schorer aus dem bayerischen Tannhausen ist die erste. Ihre Nachfolgerin erlebt Ähnliches und versucht, den Moderator zum Twerking zu überreden. Doch der Reihe nach ...
Christine Schorer ist Mentalcoach und erklärt auf Günther Jauchs Nachfrage, sie könne quasi alle Probleme ihrer Klienten lösen - egal, ob es um Gesundheit, Beziehung oder Finanzen gehe. Ihre eigene Finanzsituation ist bei "Wer wird Millionär?" allerdings bereits kurz nach dem Start gefährdet ...
"Ich bin jetzt etwas aufgeregt", gesteht sie. "Das ist ganz ungewöhnlich in dieser Sendung und führt im Allgemeinen dazu, dass man innerhalb der ersten fünf Fragen scheitert", spielt Jauch den Bösewicht. "Das Gefühl ist dann schnell vorbei." Eigentlich nur ein fieser Scherz, doch im Nachhinein wirkt Jauchs Drohung geradezu prophetisch.
Die 200-Euro-Frage: "Wo richtig viel los ist, da geht redensartlich die Post ab - oder auch die ...?" Elli, Luzi, Leni oder Gerdi stehen zur Wahl. "Muss ich ums Eck denken?", erkundigt sich die Kandidatin. "Nein, denken Sie ganz geradeaus", rät Jauch. "Oder wie ein früherer Chef zu mir sagte: 'Denken Sie nicht, seien Sie ganz natürlich.'"
Der Pubilkumsjoker fördert die richtige Antwort zutage: Luzi. Nie gehört, gibt Schorer zu. "Auch ihr Mann kennt die, da würde ich mir Gedanken machen, mit der geht es nämlich ab." Ab da läuft es deutlich geschmeidiger. Am Ende reicht es für 16.000 Euro. Von dem Geld will sich die Kandidatin einen Diamantring kaufen - weil es ihr Gatte nie tat.
Kathrin Kirste aus Berlin macht die kaufmännische Leitung bei der Dachorganisation von NGOs wie Amnesty International. "Obacht bei 200 Euro", warnt Jauch scherzhaft. "Sprichwörter sind meine grösste Schwäche", gesteht Kirste. "Vor den ersten fünf Fragen habe ich am meisten Angst, man schämt sich, wenn man da einen Joker nehmen muss."
Tatsächlich weiss sie bei der 500-Euro-Frage keinen Rat: "Welches körperliche Merkmal ist auch bei Menschen zu finden, die keinen Anlass haben, das Weite zu suchen?" Weglaufender Hals, türmender Nacken, entweichende Nase, fliehende Stirn. "Ich dachte, das heisst fliehendes Kinn", denkt sie laut. Jauch gibt sich derweil als Betroffener zu erkennen.
Nach Einsatz des 50:50-Jokers wählt sie die fliehende Stirn. Vor der Werbepause weiss Jauch nicht mehr, ob er die Telefonnummer für das Zuschauergewinnspiel schon nannte. Die Kandidatin nennt diese auswendig. Jauch ist beeindruckt: "Also wenn Sie die 500 nicht erreichen, gibt es dafür die 500." Darauf sie: "Normalerweise gibt es dafür doch 10.000."
Netter Versuch! Doch die Antwort ist richtig. Nach einer Fussballfrage für 1.000 Euro bleibt Jauch beim Thema Sport, denn er kennt das ungewöhnliche Hobby der Dame. Twerking, genauer: Twerkout. Jauch hofft auf eine Darbietung. Ab einer fünfstelligen Summe wäre sie bereit, sich zu blamieren, so Kirste.
"Jetzt bin ich so aufgeregt", erklärt Kathrin Kirste. "Herr Jauch, also wenn Sie mitmachen würden ..." Die Reaktion im Saal: Applaus und aufforderndes Gejohle. "Ich blamiere mich gern an anderer Stelle", winkt Jauch ab. Nach der 16.000-Euro-Frage muss Kirste ohne den Moderator zur Musik mit dem Po wackeln. Schade, dass Jauch den Spass nicht mitmacht!
Romana Pochert aus Stockelsdorf ist die Überhangkandidatin aus der letzten Folge. An sie erinnert man sich nicht zuletzt werden der Details über ihren Ehe- und Schlafzimmeralltag, die Jauch aus ihr herausgekitzelt hatte. Diesmal verrät sie nur, dass die Nächte unruhig waren, weil sie zuletzt früh einen Joker nutzte.
Befragt, was sie mit dem erspielten Geld plane, erwidert Romana Pochert: "Sie und ich haben etwas gemeinsam." Jauch blickt sie schockiert an. Gemeint ist: eine unschöne Blinddarm-Narbe. Jauch fragt nach einem Arzt im Saal - um zu klären, ob eine Verschönerung an dieser Stelle machbar sei. Ein anwesender Chirug bestätigt das.
Ein Einspieler-Video zeigt, dass die Fleischereifachverkäuferin ungewöhnliche Haustiere hat: zwei Minischweine, die Jauch allerdings eher wie Maxischweine vorkommen. Jauchs Frage nach einer Grillparty verneint die Kandidatin vehement: Die Tiere seien selbstredend nicht zum Verzehr angedacht.
125.000 Euro wert ist die Antwort auf: "Einzig welche Figur wird Opfer von gleich zwei "Max und Moritz"-Streichen?" Schneider Böck, Lehrer Lämpel, Onkel Fritz oder Witwe Bolte? Die erste Antwort von Romana Pochert wird nicht gewertet: "Scheisse!"
Nachdem ihr Bruder als Telefonjoker keine Tendenz hat, entscheidet Pochert: "Es brennt mir unter den Nägeln, aber ich glaube, wenn ich das mache und runterfalle, dann ist meine Scheidung gesichert." Sie hätte sich falsch für Lehrer Lämpel entschieden, denn richtig ist: Witwe Bolte. Die Kandidatin geht mit 64.000 Euro und einer geretteten Ehe.