Am Montagabend hat Leon Windscheid den Jackpot bei "Wer wird Millionär?" geknackt. Aber wie tickt der Psychologie-Doktorand aus Münster eigentlich und was will er mit dem vielen Geld anstellen?

Leon Windscheid hat die Million gewonnen. Die alles entscheidende Frage hat lautete: "Aus insgesamt wie vielen Steinchen besteht der klassische von Ernö Rubik erfundene Zauberwürfel?"

Die möglichen Antworten:

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Leon Windscheid grübelt eine gefühlte Ewigkeit bei der letzten Frage.

35 Minuten grübelte der 27-Jährige, dann antwortete er - und hatte Recht: "Ich war mir am Ende so sicher, dass ich es mir nie verziehen hätte, es nicht zu riskieren - und habe C gesagt", verrät er später. Wie er auf die Lösung kam? "Mein Bruder hatte früher einen Zauberwürfel, den habe ich als Kind gerne auseinandergenommen, um ihn zu ärgern."

Was Leon Windscheid mit dem Millionengewinn anfangen will

Die Wahrscheinlichkeit, dass Leon Windscheid nach seinem Millionengewinn abhebt und am Ende Privatinsolvenz anmelden muss, ist eher gering. Denn die mentale Stärke, die ihn bei "Wer wird Millionär?" zum Erfolg geführt hat, kommt nicht von Ungefähr.

Der Psychologie-Doktorand betreibt seine Wissenschaft mit Herzblut und möchte mit einem Teil des Geldes seinen Traum vom eigenen Buch erfüllen. Im Interview mit RTL verrät Windscheid: "Ich liebe die Psychologie und werde darüber schreiben, wie man mit den richtigen Methoden und Kniffen Herr im eigenen Oberstübchen wird und so einiges erreichen kann. Psychotricks verdanke ich extrem viel. Jetzt auch noch eine Million Euro [lacht]. Was mir schon vor der Bewerbung klar war, selbst wenn ich eine Million hole, mache ich nichts anders."

Ein weiterer Teil des Gewinns soll an verschiedene Flüchtlingshilfe-Projekte in seiner Heimatstadt Münster gespendet werden. Bis ins nächste Jahr hinein wird er jedoch zunächst seine Doktorarbeit zu Ende schreiben.

Wie er schon in der vorangegangenen Sendung angekündigt hatte, möchte Windscheid, der gemeinsam mit seinem Bruder eine Eventfirma betreibt, danach einen alten Hochzeitskahn zum Partyboot umfunktionieren. Zu Ehren des "Wer wird Millionär?"-Moderators soll das Schiff den Namen MS Günther bekommen. Jauch selbst versprach, bei der Taufe anwesend zu sein.

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Jauch gab sein letztes Hemd

Dass der Moderator kein Dampfplauderer ist, bewies er unmittelbar nach der Millionen-Show. Zuvor hatte er seinem Kandidaten zugesichert, ihm seinen Anzug zu schenken - was er dann auch tat: "Günther Jauch hat mir am Ende der Show seinen Anzug versprochen und zu seinem Wort gestanden! Das Jackett hatte er mir schon in der Show gegeben. Als alles vorbei war, durfte ich dann in seine Umkleide. Ohne Umschweife zog der Quizmaster sich bis auf die Unterhose aus und gab mir zum Jackett noch Hemd, Hose, Gürtel und Krawatte."

Gefeiert hat Windscheid seinen Hauptgewinn übrigens eher unspektakulär, wie er in dem Interview weiter verrät: "Gemeinsam mit meiner Freundin und meinen Eltern bin ich nach der Aufzeichnung zu McDonald's gefahren. Nach der Show war ich so fertig und ausgelaugt, dass ich erstmal ganz viel Zucker brauchte. Unser Gehirn ist ein extremes Organ, immer hungrig nach Energie. Man hat keine Vorstellung davon, wie anstrengend so eine Show ist. Mein Gehirn war extrem hungrig danach [lacht]."

(cai/lug)