Eine neue Wirtschafts-Statistik zeigt, dass 2018 in der Schweiz zum Teil verheerend niedrige Löhne an eingereiste Handwerker aus der EU ausgezahlt wurden.

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Firmen aus der EU schicken pro Jahr rund 85.000 Arbeiter in die Schweiz. Doch viele von ihnen mussten sich 2018 mit unerlaubt niedrigen Löhnen zufriedengeben, wie nun eine Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) enthüllt.

So waren es im vergangenen Jahr zum Teil bis zu 20 Prozent der überprüften Unternehmen, die Lohndumping betrieben haben sollen. Ein besonders gravierender Fall habe sich demnach in der Decken- und Innenausbaubranche im Kanton Luzern zugetragen.

Fast 4.000 Franken zu wenig bezahlt

So sei ein Arbeiter eines deutschen Handwerksbetriebs für zwei Wochen entsandt und dafür mit nur 624 Franken abgespeist worden. Bei mehr als 42 geleisteten Arbeitsstunden pro Woche sei das gleichbedeutend mit einem Stundenlohn von weniger als 7 Franken. Eigentlich hätte der Mann nach Gesamtarbeitsvertrag über 4.515 Franken erhalten müssen.

Immerhin: Dem Betrieb wurde nicht nur eine Konventionsstrafe auferlegt, er musste auch den fälligen Lohn nachzahlen.

Es ist ein klares Zeichen an die Politik

"Die Fälle von Lohndumping zeigen, dass die Schweiz beim Lohnschutz nicht einknicken darf", zitiert die Seite "20min.ch" den Sprecher Serge Gnos der Gewerkschaft Unia. "Jede Schwächung des Lohnschutzes ist verheerend. Kann man hierzulande zu rumänischen Bedingungen arbeiten, sind inländische Arbeitnehmer und Betriebe chancenlos." (stk)  © 1&1 Mail & Media / SN

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