Die Coronakrise hat die Schweizer Wirtschaft stark getroffen. Doch Anbieter von elektronischen Zählsystemen profitieren von den Corona-Auflagen.

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Die Coronavirus-Krise beeinträchtigt nicht nur die Bürger in ihrem Alltag, sondern stellt auch Ladeninhaber vor Herausforderungen. Neben wirtschaftlichen Einbussen müssen sie bestimmte Auflagen umsetzen – was wiederum für volle Auftragsbücher bei Anbietern von elektronischen Zählsystemen sorgt.

Umrüsten im grossen Stil

Die Coronavirus-Schutzmassnahmen besagen neben strengen Hygienevorschriften etwa auch, dass nur eine begrenzte Anzahl an Kunden gleichzeitig in einem Geschäft anwesend sein darf. Deswegen haben etliche Läden während der Pandemie ihre Filialen umgerüstet.

"Zu Beginn haben wir das etwas händisch gelöst. Wir haben unser Personal zum Zählen der Personen im Laden genutzt. Dann haben wir aber ziemlich schnell gemerkt, dass das viel zu viel Aufwand mit sich bringt", erklärt zum Beispiel Migros-Sprecher Marcel Schlatter laut einem Bericht von SRF.

Daher regelt den Einlass bei den meisten Filialen nun ein elektronisches Zählsystem. Über Sensoren werden die Personen registriert. Sind zu viele Menschen im Laden, leuchten die Displays rot auf. Nicht nur Grossverteiler wie Migros haben derlei Systeme angeschafft, sondern auch Detailhändler und Shoppingcenter.

Grosse Nachfrage bei unterschiedlichen Kunden

Beim Aargauer Unternehmen Richnerstutz zum Beispiel sei man einstweilen den Nachfragen kaum gerecht geworden. "Wir erhalten auch jetzt noch sehr viele Anfragen", so Verwaltungsratspräsident André Richner.

Seit 25 Jahren liefert ASE in Zürich entsprechende Systeme für den Kundenfluss. Die Nachfrage sei wegen Corona um das Vierfache gestiegen – inklusive neuer Kunden. "Supermärkte wie beispielsweise Aldi oder Coop kamen dazu. Aber auch Bibliotheken oder Mitarbeiter-Mensen", sagt CEO Uri Schtalheim.

Der Berner Anbieter Kilchenmann stattet aber nicht nur Einkaufsläden aus. "Aktuell werden insbesondere Schwimmbäder mit solchen Systemen ausgerüstet. Sie müssen natürlich die Vorgaben des BAG ebenfalls sicherstellen", sagt Micha Lehmann. Die elektronischen Türsteher werden wohl bis auf Weiteres zum neuen Corona-Alltag dazugehören. (cam)

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