Katzenfans aufgepasst: Bald schon könnte das erste Schweizer Café entstehen, in dem neben Kaffee und Kuchen auch Streicheleinheiten an kuschelige Vierbeiner verteilt werden.

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Thomas Leidner will schnurrende Gastronomie nach Bern bringen. Der Geschäftsführer des Münchner Cafés Katzentempel will einen zweiten Laden in der Schweiz eröffnen – und damit dort das erste Katzencafé überhaupt etablieren, wie die Zeitung "20 Minuten" berichtet. Leidner verfolgt dabei ein ganz klares Konzept.

Oberste Priorität: Respekt vor den Tieren

2013 eröffnete er in München das erste Katzencafé Deutschlands. In seinem Wohlfühltempel leben sechs Büsis, die der Besitzer allesamt aus dem Tierheim zu sich geholt hat. Damit das Miteinander zwischen Mensch und Tier funktioniert, müssen vor allem die Besucher Rücksicht auf die Hausherren nehmen: "Bei uns ist die Katze der König – nicht der Kunde", erklärt Leidner.

Die "Hausordnung" beinhaltet, dass die Café-Besucher die Katzen nicht hochheben dürfen. Eine Streicheleinheit ist darüberhinaus nicht garantiert, da die Büsis sich je nach Lust und Laune auch in ein separates Zimmer zurückziehen können. Die Tierliebe des Besitzers spiegelt sich auch im kulinarischen Angebot wider: Über die Ladentheke gehen ausschliesslich vegane Speisen. Die Katze auf dem Schoss streicheln und dazu einen Schweins-Burger zu essen, wäre eine Doppelmoral, so Leidner.

Vorschriften halten auf

Der Münchner Café-Besitzer steht für sein Projekt in Bern in den Startlöchern, die Lizenzvergabe an einen Franchise-Nehmer ist bereits geregelt. Doch bis jetzt steht Leidner noch ein Hindernis im Weg: die Schweizer Behörden.

Denn diese haben Bedenken zu den Hygienevorschriften geäussert. In der Schweizer Hygieneverordnung Artikel 44 ist geregelt, dass in Räumen, in denen mit Lebensmitteln umgegangen wird, Tiere weder gehalten noch mitgeführt werden dürfen. Doch Leidner versichert, dass in seinem Café penibel darauf geachtet werden würde, die Tiere vom angebotenen Essen fernzuhalten. Das Küchenpersonal dürfe nicht in den Gästeraum und die Speisen seien beim Servieren mit Deckeln abgedeckt. Er hofft, dass er sich durch ein Entgegenkommen schnell mit den Behörden einig wird – und bald eine Büsi-Familie in Bern ansiedeln kann.

Das Konzept der Katzencafés stammt ursprünglich aus Asien, wo sich die Menschen in kleinen Wohnungen oft keine Haustiere halten können. Seit einigen Jahren ist der Trend auch in Europa angekommen. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN

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