Der Euro ist am Montag zum US-Dollar auf den höchsten Stand seit fast vier Wochen gestiegen.

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Zeitweise war der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung bis auf 1,0198 US-Dollar geklettert. Am Nachmittag wurde der Euro etwas niedriger bei 1,0134 Dollar gehandelt. Am Morgen hatte der Euro noch unter 1,01 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0155 (Freitag: 1,0049) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9847 (0,9951) Euro.

Rückenwind erhielt der Euro durch die Aussicht auf weitere kräftige Zinserhöhungen der EZB. So forderte Bundesbank-Chef Joachim Nagel am Sonntag, sich im Kampf gegen die Inflation nicht von trüben Wirtschaftsaussichten beirren zu lassen. Weil stabile Preise wichtiger für das Wachstum seien, müsse der Euroraum notfalls eine Durststrecke überstehen, so das EZB-Ratsmitglied.

Auf der Gegenseite setzen Anleger darauf, dass eine nachlassende Teuerung in den USA die US-Notenbank Fed zu weniger restriktiven Zinsschritten veranlassen könnte. Die US-Verbraucherpreise für August werden am Dienstag veröffentlicht.

Der Euro hatte bereits zuvor von der strafferen Geldpolitik der EZB profitiert. Vergangene Woche hatten die Währungshüter den Leitzins kräftig um 0,75 Prozentpunkte angehoben, um sich gegen die sehr hohe Inflation zu stemmen. Die EZB folgt damit anderen grossen Notenbanken wie der US-Zentralbank Fed oder der Bank of England, die ihre Zinsen deutlich früher angehoben haben als die EZB.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86778 (0,86860) britische Pfund, 144,49 (143,30) japanische Yen und 0,9667 (0,9657) Schweizer Franken fest. Eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London zum Preis von 1727 Dollar gehandelt. Das waren gut 11 Dollar mehr als am Freitag.  © dpa