In der Gastrobranche gehört das Tragen von Einweghandschuhen in Zeiten der Corona-Pandemie zum Alltag. Ein Wirt beschwert sich darüber, dass die Coop-Tochter Prodega die Preise für Nitril-Einweghandschuhe nun erhöht hat. Die Abholmarkt-Kette reagiert mit einem Statement.

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Aus hygienischen Gründen werden in vielen Berufen wegen der Coronavirus-Pandemie Einweghandschuhe getragen. Auch für viele Wirte gehören die Handschuhe in der Küche und im Service zum Alltag.

Prodega erhöht Preise für Nitril-Einweghandschuhe

Wie viele andere Restaurantbetreiber kaufte auch ein Wirt aus Luzern die Handschuhe bei der Abholmarkt-Kette Prodega – zumindest bis jetzt, denn die Coop-Tochter hat die Preise für Nitril-Einweghandschuhe erhöht.

Der Mann beschwerte sich gegenüber dem Nachrichtenportal "20min.ch" über Prodega. "Das ist einfach frech, die Situation wird ausgenützt und die Kunden ausgebeutet", erklärt der Wirt. Ein Paket der Quality Einweghandschuhe Nitril koste statt bisher 9,65 Franken nun 14,95 Franken.

"Dieser Preisaufschlag geht gar nicht, nur weil jetzt diese Handschuhe vermehrt benötigt werden", führt er weiter aus. Im Monat brauche er etwa zehn Pakete mit jeweils 100 Stück. Als er eine Bestellung aufgeben wollte, habe er den Preisaufschlag bemerkt. "Als ich diesen Preis sah, liess ich die Bestellung sein", sagt der Wirt.

So reagiert Prodega auf den Vorwurf

Prodega-Sprecherin Christine Strahm-Marti erklärte den gestiegenen Preis gegenüber dem Nachrichtenportal. "Wir mussten den Preis der Einweghandschuhe aufgrund des gestiegenen Einkaufspreises erhöhen." Alternativ biete die Abholmarkt-Kette aber auch Einweghandschuhe aus Vinyl an, die nur 8,35 Franken kosten.

Ruedi Stöckli, Präsident von Gastro Luzern, hat eine weitere Lösung parat: "Weil nun alle zu viele von diesen Produkten eingekauft haben, gibt es viele Aktionen und er kann dort günstigere Handschuhen einkaufen."  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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