Der Industriekonzern Sulzer hat sich von den jüngst verhängten US-Sanktionen gegen Russland befreit.

Die US-Behörden hätten dem Schweizer Unternehmen die Genehmigung erteilte, wie geplant Aktien des Grossaktionärs Renova auf Sulzer zu übertragen und dessen Beteiligung so auf unter 50 Prozent zu senken, teilte Sulzer am Donnerstag mit.

Damit können die zwischenzeitlich eingefrorenen Konten in den USA wieder freigegeben werden und der Geschäftsbetrieb normal weiter laufen.

Hintergrund sind die jüngsten US-Sanktionen gegen Russland. Davon war auch die Beteiligungsgesellschaft Renova des russische Oligarchen Viktor Vekselberg betroffen, der damals noch gut 60 Prozent der Sulzer-Anteile hielt.

Um Zweifel an der Unabhängigkeit des Unternehmens auszuräumen, hatte Sulzer angekündigt, 5 Millionen eigene Aktien von Renova zurückzukaufen. Zwischenzeitlich wurden allerdings die Konten des Konzerns in den USA teilweise eingefroren.

Renova hält nun noch knapp 49 Prozent der Anteile. Sulzer räumt jedoch ein, dass die Geschäftstätigkeit durch die US-Massnahmen "erheblich beeinträchtigt" worden sei. Die langfristige Entwicklung habe darunter aber nicht gelitten.© dpa

Teaserbild: © picture alliance/KEYSTONE