Iran-Sanktionen: Diese deutschen Firmen sind betroffen

Seit einem Monat sind die Iran-Sanktionen der USA gegen den Iran wieder in Kraft. Nicht nur die Wirtschaft in Teheran spürt deren Auswirkungen. Auch auf die Geschäfte deutscher Unternehmen nehmen die Sanktionen Einfluss. Ein Überblick der betroffenen Firmen. (Mit Material der dpa)

Seit einem Monat sind die US-Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft. Den wirtschaftlichen Druck aus den Vereinigten Staaten spürt jedoch nicht nur Teheran. Denn die Sanktionen haben auch Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Aus Angst um ihre Geschäfte in den USA ziehen sich viele Firmen aus dem Iran zurück.
So zum Beispiel der Autohersteller Daimler. "Wir haben unsere ohnehin eingeschränkten Aktivitäten im Iran nach Massgabe anwendbarer Sanktionen bis auf Weiteres eingestellt", liess das Unternehmen verlauten. 2016 hatte Daimler angekündigt, in Zusammenarbeit mit einem iranischen Partnerunternehmen Lkws herstellen zu wollen.
Der Sportartikelhersteller Adidas hat bekanntgegeben, seinen Vertrag mit dem iranischen Fussballverband (FFI) nicht zu verlängern. Seit 2017 ist Adidas Lieferant für den FFI. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna hat das Unternehmen sich im Zuge der US-Sanktionen zu dem Schritt entschieden.
Auch Siemens will seine Geschäfte im Iran zurückfahren. Man werde die geeigneten Massnahmen ergreifen, um die "Geschäftsaktivitäten mit den sich verändernden multilateralen Rahmenbedingungen bezüglich Iran in Einklang zu bringen", erklärte der Dax-Konzern im August.
Die Telekom zieht sich ebenfalls aus dem Iran zurück. Das verkündete ein Sprecher des Unternehmens Mitte August. So habe eine Beratungsgesellschaft der Telekom-Grosskundensparte T-Systems ihre Tätigkeiten im Iran als Reaktion auf die drohenden Sanktionen bereits im Mai beendet.
Angesichts der US-Sanktionen will auch der Tunnelbohrmaschinen-Hersteller Herrenknecht keine Geschäfte mehr im Iran tätigen.
"Wir verzichten auf ein Geschäft mit einem Auftragsvolumen von rund 20 Millionen Euro", so Martin Herrenknecht, Chef des Tunnelbohrmaschinen-Herstellers, im Gespräch mit der "Wirtschaftswoche".